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De Gruyter eBooks

6 Von der Wellenfunktion zum Messwert

Holger Göbel

Published Jun 9, 2022• 0 citations
Publisher
DOI
10.1515/9783110659368-006

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Von einem Naturgesetz verlangen wir, daß es ohne Ausnahme gelte: Alle Beobachter sollen unter gleichen Bedingungen zum gleichen Ergebnis kommen Freilich sind „gleiche Bedingungen“ gewöhnlich nur innerhalb von Fehlergrenzen wiederherstellbar: Bei N Wiederholungen streuen die Meßwerte x i in der statistischen Gesamtheit mit einem mittleren Fehler (der Einzelmessung) Δx≡(x−xˉ)2‾=x2‾−xˉ2\Delta x \equiv \sqrt {{\overline {{{{(x - \bar{x})}}^{2}}} }} = \sqrt {{\overline {{{x}^{2}}} - {{{\bar{x}}}^{2}}}}Δx≡(x−xˉ)2​​=x2−xˉ2​ um den Mittelwert xˉ≡1N∑i=1Nxi.\bar{x} \equiv \frac{1}{N}\sum\nolimits_{{i = 1}}^{N} {{{x}_{i}}.}xˉ≡N1​∑i=1N​xi​. . (Entsprechend ist x2‾\overline {{{x}^{2}}}x2 der Mittelwert der Quadrate der Meßwerte. Diese Begriffe wurden im Kapitel 1.3 ausführlich erläutert.)
Von einem Naturgesetz verlangen wir, daß es ohne Ausnahme gelte: Alle Beobachter sollen unter gleichen Bedingungen zum gleichen Ergebnis kommen. Freilich sind „gleiche Bedingungen “ gewöhnlich nur innerhalb von Fehlergrenzen wiederherstellbar: Bei N Wiederholungen streuen die Meßwerte x i in der statistischen Gesamtheit mit einem mittleren Fehler (der Einzelmessung) Δx≡(x−xˉ)2‾=x2‾−xˉ2 \Delta x \equiv \sqrt {\overline {{{\left( {x - \bar x} \right)}^2}} } = \sqrt {\overline {{x^2}} - {{\bar x}^2}} Δx≡(x−xˉ)2​​=x2−xˉ2​ um den Mittelwert xˉ≡1N∑i=1Nxi \bar x \equiv \frac{1}{N}\sum\nolimits_{i = 1}^N {{x_i}} xˉ≡N1​∑i=1N​xi​ .
In einer Reihe von Arbeiten aus den Jahren 1926/27 hat de Broglie2eine Interpretation der Quantenmechanik erörtert, worin eine Wellenfunktion Ψ, die der Schrödinger-Gleichung gehorcht, genau so als Realität betrachtet wird wie die Teilchen. Ein,Zustand’ eines abgeschlossenen, aus n Teilchen bestehenden Systems wird darin in jedem Augenblick beschrieben erstens durch die Wellenfunktion Ψ in einem Raum mit f= 3 nDimensionen, zweitens durch die ‚reellen‘Lagekoordinaten z1,..., zfder Teilchen. Die den Zustand definierenden physikalischen Größen sind also (1) (q1,…qf;t)und  z1(t),…zf(t), \left( {{q_{1}}, \ldots {q_{f}};t} \right)und\;{z_{1}}\left( t \right), \ldots {z_{f}}\left( t \right), (q1​,…qf​;t)undz1​(t),…zf​(t), .