Das Bellsche Theorem besagt im wesentlichen: Kein lokales Modell der Realität kann die Ergebnisse eines bestimmten Experimentes erklären. In Kürze: Die Realität ist nicht-lokal. Bevor wir uns näher ansehen, was „Nicht-Lokalität“ bedeutet, wollen wir ein bestimmtes Experiment, das das EPR-Experiment genannt wird und die faktische Grundlage der wichtigen Ergebnisse von Bell darstellt, betrachten. Wie so viele andere Neuerungen in der Physik des zwanzigsten Jahrhunderts wurde auch das EPR-Experiment von Albert Einstein ersonnen.
Abstract Eine der überraschendsten Erscheinungen in der Quantenphysik ist die Verschränkung von zwei Teilchen. Vor 75 Jahren wiesen Einstein und seine Kollegen Podolsky und Rosen mit einem Gedankenexperiment auf dieses Phänomen hin. Das EPR‐Paradoxon zeigt, dass Quantenmechanik gegen die Grundannahmen jeder klassischen Theorie verstößt: Lokalität und Realität. Mittlerweile wird Verschränkung in vielen Grundlagenversuchen untersucht und ermöglicht Anwendungen in der Quanteninformation. An der Universität Glasgow haben wir zusammen mit Forschern aus Strathclyde und Rochester erstmals äquivalente Korrelationen zwischen Drehwinkel und Drehimpuls von Photonen nachgewiesen.