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Physikalische Blätter

Von einem, der auszog, das Quanteln zu lernen, oder die Leiden eines jungen Eigenwertlers: Ein unzeitgemäßes Märchen

Lothar W. Nordheim

Published Sep 1, 1961• 0 citations
Publisher
DOI
10.1002/phbl.19610170904

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Wie der Unterschied zwischen Wellen und Teilchen verschwand

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Non-linear dynamics in cavity QED: beyond two coupled springs

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Hybride Quantensysteme werden ohne Zweifel, aufgrund ihrer Flexibilität und Potential für die Kontrolle und Manipulation von (komplexen) Quantensystemen, einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von Quantentechnologien im kommenden Jahrhundert haben. Diese Systeme in das Regime von Festkörperphysik zu bringen ist nur der nächste logische Schritt um sie besser skalierbar und interessant für größer skalierte Anwendungen zu machen. Viele Experimente haben bereits eine erfolgreiche Implementierung gezeigt und eine Reihe von Anwendungen heutzutage verwenden ein Festkörper Hybrides Quantensystem auf die eine oder andere Weise. Andererseits sind fast alle physikalischen Systeme in der Natur nicht-linear, und nicht-lineare Systeme werden erfolgreich in klassischen Beispielen wie dem Laser oder Einzelphotonen Detektoren benutzt. In dieser Arbeit versuche ich diese beiden Prinzipien zu verknüpfen, etwas was bis jetzt noch nicht in einem Festkörper Hybriden Quantensystem gelungen ist. Ausgehend von einem linearen System, dass sich in vielen Punkten wie zwei gekoppelte harmonische Oszillatoren verhält, präsentiere ich zwei Experimente, bei denen dieses harmonische Regime verlassen wird und die nicht-linearen Eigenschaften der Spins sichtbar werden. In einem ersten Experiment zeige ich Amplituden Bistabilität, einer der ersten nicht-linearen Effekte der in der Quantenoptik entdeckt wurde, bei dem das System einen Phasenübergang zwischen einem linearen und nicht-linearem Regime aufweist. Diese erste erfolgreiche Implementierung in einem Festkörper Hybriden System gibt uns die Möglichkeit neue Eigenschaften des Phasenüberganges zu studieren und direkt das zeitliche Verhalten zu beobachten, auf einer Zeitskala von beispiellosen zehntausenden von Sekunden. Das gibt die Möglichkeit Eigenschaften wie den kritischen Exponenten des auftretenden Phasenüberganges zu bestimmen. In einem zweiten Experiment untersuche ich einen anderen archetypischen nicht-linearen Effekt, der bis jetzt noch nicht in einem Festkörper System gezeigt werden konnte. Superradianz ist ein kollektiver nicht-linear Effekt, bei dem viele Emitter sich qualitativ unterschiedlich zu einem einzelnem Emitter verhalten, mit einem kollektiven Zerfall viele Größenordnungen größer als ein einzelner Spin. Um die Experimente zu realisieren verwenden wir ein Hybrides System mit nega tiv geladenen Stickstofffehlstellen in Diamant, als das (nicht-lineare) Spin System, dass entweder an einen supraleitende zweidimensionale oder dreidimensionalen Resonator gekoppelt wird. Die erfolgreiche Implementierung wird sehr schnell und sofortigen Einfluss auf die Entwicklung von superradianten Masern, Quantenbatterien, Mikrowellen Switches oder Mikrowellen Einzelphotonendetektoren haben.

•Jul 1, 2019•0 citations

Die Welt der Wellen und Teilchen

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Arrival-time distributions and spin in quantum mechanics

Siddhant Das

Ankunftszeit- oder Flugzeitmessungen sind in der Atom- und Teilchenphysik allgegenwärtig. Allerdings ist die Berechnung der Wahrscheinlichkeitsverteilung der Ankunftszeiten von Quantenteilchen einer der letzten Bereiche, in denen sich die Physiker nicht einig sind, was die Quantenmechanik vorhersagt. Bestehende Vorschläge basieren typischerweise auf einer semiklassischen Herangehensweise, auf Quantisierungsprinzipien, Erweiterungen und sogar Interpretationen der (oder genauer gesagt Auffassungen von) Quantentheorie. Die zugehörigen Vorhersagen wurden allerdings bislang nicht so detailliert herausgearbeitet, dass sie mit tatsächlichen Experimenten verglichen werden können. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Experimente, die die Wahl zwischen verschiedenen konkurrierenden Vorschlägen erleichtern sollen, auf sich warten lassen. Eindeutige experimentelle Ergebnisse könnten dabei zu einem Paradigmenwechsel in unserem Verständnis der Quantenphysik führen. Vor diesem Hintergrund beginne ich diese Dissertation mit der kritischen Analyse einiger gängiger Ankunftszeitvorhersagen, die auf Quantenobservablen basieren, wie z. B. der Aharonov-Bohm-Kijowski-Observablen und Varianten davon. Ich hinterfrage die physikalische Adäquatheit dieser Observablen. Dabei wird insbesondere gezeigt, dass keine der vorgeschlagenen Observablen zu eichinvarianten Vorhersagen führt, d.h. keine der Observablen kann für Ankunftszeitexperimente mit externen Magnetfeldern verwendet werden. Als nächstes wird eine Klasse von messapparatabhängigen oder operational definierten Ankunftszeitvorhersagen mit vereinfachten Detektormodellen betrachtet. Es wird gezeigt, dass die betrachteten Vorschläge nicht die erwartete Ankunftszeitverteilung für ein frei bewegliches Teilchen, das in einem Quantenzustand präpariert wird, der durch eine Folge von N scharf lokalisierten, nicht überlappenden Gaußschen Wellenpaketen gegeben ist, die sich auf einen Detektor zubewegen, liefern. Es wird weiterhin gezeigt, dass eine in der Impulsspektroskopie der Ankunftszeiten implizite, semiklassische Verteilung ebenfalls nicht das erwartete Verhalten liefert. Des Weiteren werden Ankunftszeitverteilungen behandelt, die auf der Bohmschen Mechanik (De-Broglie-Bohm-Theorie oder Theorie der Führungswelle) basieren und nicht unter den oben beschriebenen Schwierigkeiten leiden. Abschließend wird ein konkretes Ankunftszeitxperiment besprochen, bei dem spinpolarisierte Elektronen entlang eines zylinderförmigen Wellenleiters beschleunigt werden und zu einem dahinter geschalteten Detektor gelangen. Detaillierte analytische und numerische Berechnungen zeigen unerwartete und erkennbar spinabhängige Bohmsche Ankunftszeitverteilungen. Die vorhergesagte Verteilung scheint eine direkte Folge eines seltenen Wellenphänomens zu sein, das als "Quantenrückfluss'' bezeichnet wird (frei übersetzt als Fluss des Wahrscheinlichkeitsstroms entgegen der Ausbreitungsrichtung). Ein Phänomen, dem in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die Stabilität des Quantenrückflusses wird für den gegebenen Aufbau des Wellenleiters für relativistische Wellenpakete, die der Dirac-Gleichung gehorchen, gezeigt. Der Quantenrückfluss besteht dort unabhängig von der anfänglichen Wellenfunktion. Das hier vorgeschlagene Ankunftszeitexperiment eignet sich gut für die Technologie der sog. Paul-Falle für einzelne Elektronen, die aktuell von einigen Forschungsgruppen entwickelt wird.

•Jan 1, 2025•0 citations

Resonant photon-exciton interaction in semiconductor quantum dots

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Selbst-organisierte Halbleiter Quantenpunkte stellen eine dreidimensionale, räumliche Eingrenzung für Ladungsträger im Festkörpersystem dar.Diese Eingrenzung verändert die Zustandsdichte, was zu atomartigen optischen Eigenschaften von Quantenpunkten führt, die mit Hilfe von absorbierten oder emittierten Photonen untersucht werden können.Aufgrund der scharfen Resonanzlinien, die in optischen Spektren beobachtet werden, bezeichnet man Quantenpunkte auch oft als künstliche Atome.Selbst-organisierte Quantenpunkte sind jedoch Halbleiter Nanostrukturen, die in einem Festkörperkristall eingebettet sind.Dadurch werden ihre physikalischen Eigenschaften von ihrer Natur als Festkörper gegeben.Durch die geeignete Herstellung von Halbleiter Heterostrukturen in die die Quantenpunkte eingebettet sind, können ladungsdurchstimmbare Systeme erzeugt werden.Dies bedeutet, dass der Quantenpunkt kontrolliert mit einzelnen Elektronen geladen werden kann, indem eine Spannung an die Probe angelegt wird.Darüber hinaus kann die Probe so konstruiert werden, dass die Quantenpunktzustände an Kontinuumszustände gekoppelt sind, die sich in der Nähe das Quantenpunkts befinden.In dieser Arbeit werden sowohl die atomartigen Eigenschaften der einzelnen ladungsdurchstimmbaren Quantenpunkte als Zwei-Niveau System, als auch deren Festkörpereigenschaften untersucht.Dieses führt einerseits zur Beobachtung der Rabi-Aufspaltung der Quantenpunktzustände, einem typischen Merkmal eines Zwei-Niveau Systems.Andererseits führt die Tunnelkopplung der Quantenpunktzustände an ein Kontinuum in der Heterostruktur, zur Beobachtung des nichtlinearen Fano-Effekts.Dieser Effekt kann an Quantenpunkten in einem neuen, nichtlinearen Bereich untersucht werden, der in der Atomspektroskopie nicht so einfach zugänglich ist.Darüberhinaus wird die Dynamik von einzelnen Elektronen-oder Loch-Spins in einem Quantenpunkt untersucht.Hier spielt wieder der Festkörpercharakter der Quantenpunkte eine entscheidende Rolle, wie zum Beispiel in einem Einzel-Elektronen-Spin Resonanz Experiment gezeigt wird, welches an Quantenoptische Experimente aus der Atomoptik angelehnt ist.Hierbei zeigt sich, dass in einem Halbleiter Quantenpunkt, die Spin Dynamik von Elektronen oder Löchern von der Kopplung an ein Elektronen Reservoir und letztendlich von der Hyperfeinwechselwirkung dominiert ist.Die Experimente in dieser Arbeit wurden mit beugungsbegrenzten Tieftemperaturmikroskopen durchgeführt.Diese Mikroskope wurden entwickelt um ein magnetisches Feld parallel oder senkrecht zur Lichtausbreitungsrichtung anlegen zu können.Die Probe wurde in flüssigem Helium auf eine Temperature von 4.2 K gekühlt.Um die natürliche Linienbreite (1 -2 μeV) der exzitonischen Übergänge in einem Quantenpunkt auflösen zu können wurde resonante Rayleigh Streuung angewendet.Diese Methode wird zum ersten Mal auf neutrale, negativ sowie positiv geladene Zustände ein und desselben Quantenpunkts angewandt.Darüber hinaus wird in v diese Arbeit vorgestellt, wie Elektronen oder Löcher durch optisches Pumpen in einem Nichtgleichgewichtszustand gespeichert werden können.Dies erlaubt die nahezu perfekte Ausrichtung des Elektronen-oder Loch-Spins in einem Quantenpunkt, parallel oder antiparallel zu einem angelegten magnetischen Feld.vi

•Jan 1, 2008•1 citation

Von heißen Körpern zur Quantenphysik: Das Licht als Teilchen

Max Gmelch, Sebastian Reineke

Springer eBooks•Jan 1, 2019•0 citations
Hybride Quantensysteme werden ohne Zweifel, aufgrund ihrer Flexibilität und Potential für die Kontrolle und Manipulation von (komplexen) Quantensystemen, einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung von Quantentechnologien im kommenden Jahrhundert haben. Diese Systeme in das Regime von Festkörperphysik zu bringen ist nur der nächste logische Schritt um sie besser skalierbar und interessant für größer skalierte Anwendungen zu machen. Viele Experimente haben bereits eine erfolgreiche Implementierung gezeigt und eine Reihe von Anwendungen heutzutage verwenden ein Festkörper Hybrides Quantensystem auf die eine oder andere Weise. Andererseits sind fast alle physikalischen Systeme in der Natur nicht-linear, und nicht-lineare Systeme werden erfolgreich in klassischen Beispielen wie dem Laser oder Einzelphotonen Detektoren benutzt. In dieser Arbeit versuche ich diese beiden Prinzipien zu verknüpfen, etwas was bis jetzt noch nicht in einem Festkörper Hybriden Quantensystem gelungen ist. Ausgehend von einem linearen System, dass sich in vielen Punkten wie zwei gekoppelte harmonische Oszillatoren verhält, präsentiere ich zwei Experimente, bei denen dieses harmonische Regime verlassen wird und die nicht-linearen Eigenschaften der Spins sichtbar werden. In einem ersten Experiment zeige ich Amplituden Bistabilität, einer der ersten nicht-linearen Effekte der in der Quantenoptik entdeckt wurde, bei dem das System einen Phasenübergang zwischen einem linearen und nicht-linearem Regime aufweist. Diese erste erfolgreiche Implementierung in einem Festkörper Hybriden System gibt uns die Möglichkeit neue Eigenschaften des Phasenüberganges zu studieren und direkt das zeitliche Verhalten zu beobachten, auf einer Zeitskala von beispiellosen zehntausenden von Sekunden. Das gibt die Möglichkeit Eigenschaften wie den kritischen Exponenten des auftretenden Phasenüberganges zu bestimmen. In einem zweiten Experiment untersuche ich einen anderen archetypischen nicht-linearen Effekt, der bis jetzt noch nicht in einem Festkörper System gezeigt werden konnte. Superradianz ist ein kollektiver nicht-linear Effekt, bei dem viele Emitter sich qualitativ unterschiedlich zu einem einzelnem Emitter verhalten, mit einem kollektiven Zerfall viele Größenordnungen größer als ein einzelner Spin. Um die Experimente zu realisieren verwenden wir ein Hybrides System mit nega tiv geladenen Stickstofffehlstellen in Diamant, als das (nicht-lineare) Spin System, dass entweder an einen supraleitende zweidimensionale oder dreidimensionalen Resonator gekoppelt wird. Die erfolgreiche Implementierung wird sehr schnell und sofortigen Einfluss auf die Entwicklung von superradianten Masern, Quantenbatterien, Mikrowellen Switches oder Mikrowellen Einzelphotonendetektoren haben.
Ankunftszeit- oder Flugzeitmessungen sind in der Atom- und Teilchenphysik allgegenwärtig. Allerdings ist die Berechnung der Wahrscheinlichkeitsverteilung der Ankunftszeiten von Quantenteilchen einer der letzten Bereiche, in denen sich die Physiker nicht einig sind, was die Quantenmechanik vorhersagt. Bestehende Vorschläge basieren typischerweise auf einer semiklassischen Herangehensweise, auf Quantisierungsprinzipien, Erweiterungen und sogar Interpretationen der (oder genauer gesagt Auffassungen von) Quantentheorie. Die zugehörigen Vorhersagen wurden allerdings bislang nicht so detailliert herausgearbeitet, dass sie mit tatsächlichen Experimenten verglichen werden können. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Experimente, die die Wahl zwischen verschiedenen konkurrierenden Vorschlägen erleichtern sollen, auf sich warten lassen. Eindeutige experimentelle Ergebnisse könnten dabei zu einem Paradigmenwechsel in unserem Verständnis der Quantenphysik führen. Vor diesem Hintergrund beginne ich diese Dissertation mit der kritischen Analyse einiger gängiger Ankunftszeitvorhersagen, die auf Quantenobservablen basieren, wie z. B. der Aharonov-Bohm-Kijowski-Observablen und Varianten davon. Ich hinterfrage die physikalische Adäquatheit dieser Observablen. Dabei wird insbesondere gezeigt, dass keine der vorgeschlagenen Observablen zu eichinvarianten Vorhersagen führt, d.h. keine der Observablen kann für Ankunftszeitexperimente mit externen Magnetfeldern verwendet werden. Als nächstes wird eine Klasse von messapparatabhängigen oder operational definierten Ankunftszeitvorhersagen mit vereinfachten Detektormodellen betrachtet. Es wird gezeigt, dass die betrachteten Vorschläge nicht die erwartete Ankunftszeitverteilung für ein frei bewegliches Teilchen, das in einem Quantenzustand präpariert wird, der durch eine Folge von N scharf lokalisierten, nicht überlappenden Gaußschen Wellenpaketen gegeben ist, die sich auf einen Detektor zubewegen, liefern. Es wird weiterhin gezeigt, dass eine in der Impulsspektroskopie der Ankunftszeiten implizite, semiklassische Verteilung ebenfalls nicht das erwartete Verhalten liefert. Des Weiteren werden Ankunftszeitverteilungen behandelt, die auf der Bohmschen Mechanik (De-Broglie-Bohm-Theorie oder Theorie der Führungswelle) basieren und nicht unter den oben beschriebenen Schwierigkeiten leiden. Abschließend wird ein konkretes Ankunftszeitxperiment besprochen, bei dem spinpolarisierte Elektronen entlang eines zylinderförmigen Wellenleiters beschleunigt werden und zu einem dahinter geschalteten Detektor gelangen. Detaillierte analytische und numerische Berechnungen zeigen unerwartete und erkennbar spinabhängige Bohmsche Ankunftszeitverteilungen. Die vorhergesagte Verteilung scheint eine direkte Folge eines seltenen Wellenphänomens zu sein, das als "Quantenrückfluss'' bezeichnet wird (frei übersetzt als Fluss des Wahrscheinlichkeitsstroms entgegen der Ausbreitungsrichtung). Ein Phänomen, dem in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die Stabilität des Quantenrückflusses wird für den gegebenen Aufbau des Wellenleiters für relativistische Wellenpakete, die der Dirac-Gleichung gehorchen, gezeigt. Der Quantenrückfluss besteht dort unabhängig von der anfänglichen Wellenfunktion. Das hier vorgeschlagene Ankunftszeitexperiment eignet sich gut für die Technologie der sog. Paul-Falle für einzelne Elektronen, die aktuell von einigen Forschungsgruppen entwickelt wird.
Selbst-organisierte Halbleiter Quantenpunkte stellen eine dreidimensionale, räumliche Eingrenzung für Ladungsträger im Festkörpersystem dar.Diese Eingrenzung verändert die Zustandsdichte, was zu atomartigen optischen Eigenschaften von Quantenpunkten führt, die mit Hilfe von absorbierten oder emittierten Photonen untersucht werden können.Aufgrund der scharfen Resonanzlinien, die in optischen Spektren beobachtet werden, bezeichnet man Quantenpunkte auch oft als künstliche Atome.Selbst-organisierte Quantenpunkte sind jedoch Halbleiter Nanostrukturen, die in einem Festkörperkristall eingebettet sind.Dadurch werden ihre physikalischen Eigenschaften von ihrer Natur als Festkörper gegeben.Durch die geeignete Herstellung von Halbleiter Heterostrukturen in die die Quantenpunkte eingebettet sind, können ladungsdurchstimmbare Systeme erzeugt werden.Dies bedeutet, dass der Quantenpunkt kontrolliert mit einzelnen Elektronen geladen werden kann, indem eine Spannung an die Probe angelegt wird.Darüber hinaus kann die Probe so konstruiert werden, dass die Quantenpunktzustände an Kontinuumszustände gekoppelt sind, die sich in der Nähe das Quantenpunkts befinden.In dieser Arbeit werden sowohl die atomartigen Eigenschaften der einzelnen ladungsdurchstimmbaren Quantenpunkte als Zwei-Niveau System, als auch deren Festkörpereigenschaften untersucht.Dieses führt einerseits zur Beobachtung der Rabi-Aufspaltung der Quantenpunktzustände, einem typischen Merkmal eines Zwei-Niveau Systems.Andererseits führt die Tunnelkopplung der Quantenpunktzustände an ein Kontinuum in der Heterostruktur, zur Beobachtung des nichtlinearen Fano-Effekts.Dieser Effekt kann an Quantenpunkten in einem neuen, nichtlinearen Bereich untersucht werden, der in der Atomspektroskopie nicht so einfach zugänglich ist.Darüberhinaus wird die Dynamik von einzelnen Elektronen-oder Loch-Spins in einem Quantenpunkt untersucht.Hier spielt wieder der Festkörpercharakter der Quantenpunkte eine entscheidende Rolle, wie zum Beispiel in einem Einzel-Elektronen-Spin Resonanz Experiment gezeigt wird, welches an Quantenoptische Experimente aus der Atomoptik angelehnt ist.Hierbei zeigt sich, dass in einem Halbleiter Quantenpunkt, die Spin Dynamik von Elektronen oder Löchern von der Kopplung an ein Elektronen Reservoir und letztendlich von der Hyperfeinwechselwirkung dominiert ist.Die Experimente in dieser Arbeit wurden mit beugungsbegrenzten Tieftemperaturmikroskopen durchgeführt.Diese Mikroskope wurden entwickelt um ein magnetisches Feld parallel oder senkrecht zur Lichtausbreitungsrichtung anlegen zu können.Die Probe wurde in flüssigem Helium auf eine Temperature von 4.2 K gekühlt.Um die natürliche Linienbreite (1 -2 μeV) der exzitonischen Übergänge in einem Quantenpunkt auflösen zu können wurde resonante Rayleigh Streuung angewendet.Diese Methode wird zum ersten Mal auf neutrale, negativ sowie positiv geladene Zustände ein und desselben Quantenpunkts angewandt.Darüber hinaus wird in v diese Arbeit vorgestellt, wie Elektronen oder Löcher durch optisches Pumpen in einem Nichtgleichgewichtszustand gespeichert werden können.Dies erlaubt die nahezu perfekte Ausrichtung des Elektronen-oder Loch-Spins in einem Quantenpunkt, parallel oder antiparallel zu einem angelegten magnetischen Feld.vi