Messung des Intensitätsverhältnisses zweier vom gleichen Ausgangszustand emittierten Linien (1S–3P und 2S–3P) beim Natriumatom, im Hinblick auf das Verhältnis der korrespondierenden Übergangswahrscheinlichkeiten
Vom Verfasser1,2 wurden die Phasenraumdichte und ihre als Differenzengleichung erscheinende klassische Bewegungsgleichung auf quantentheoretischer Grundlage abgeleitet. In dieser Arbeit wird das Erreichen des Gleichgewichtes als Vorgang im (p-q)-Raum untersucht. Das statistische Grundgesetz (Bewegungsgleichungen der Dichte, ausgedrückt durch Übergangswahrscheinlichkeiten WJJ′) ist kein spezifisch quantenmechanisches Gesetz. Erst durch eine „Vergröberung“ der WJJ′ und die dann ablesbaren Symmetrierelationen liefert das statistische Grundgesetz quantitativ den Übergang in das Gleichgewicht und die irreversible Thermodynamik in der Onsagerschen Form.
Das Wasserstoffatom (hydrogen atom) ist das einfachste Atom. Es besteht aus einem Proton als Atomkern und einem Elektron. Es stellt damit ein Zweiteilchensystem (two-particle system) dar. Die im Abschn.26.3, S.418ff., für ein Teilchen formulierten Axiome sind für Mehrteilchensysteme entsprechend zu erweitern. An Stelle von Gl.(561), S.419, gilt für ein Zweiteilchensystem 585 (2m11(−iℏgrad1)2+2m21(−iℏgrad2)2+Epot(r1,r2))Ψ(r1,r2,t)=iℏ∂t∂Ψ(r1,r2,t), wobei der Operator grad i nur auf die Koordinaten ri ] des Teilchens i mit der Ruhemasse m i wirkt (i = 1, 2). Das ProduktΨ*Ψdτ1dτ2=∣Ψ∣2dτ1dτ2 stellt die Wahrscheinlichkeit dar, z. Zt. t das Teilchen 1 im Volumenelement dτ1 an der Stelle r1 und gleichzeitig das Teilchen 2 im Volumenelement dτ2 an der Stelle r2 zu finden. Beim Wasserstoffatom setzen wir m1=mc, r1=re und m2=mp, r2=rp wobei me bzw. mp die Ruhemasse des Elektrons bzw. des Protons bezeichnet. r=re−rp ist der Abstandsvektor des Elektrons vom Proton (s. Fig.232). Auf Grund des 3. Newton’schen Axioms kann man das Zweikörperproblem auf die Bewegung eines Teilchens mit der reduzierten Masse 586 μ=me+mpmemp≈0,9995me und dem Abstandsvektor r zurückführen.