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Physikalische Blätter

Born: Der Luxus des Gewissens/Hermann: Frühgeschichte der Quantentheorie (1899–1913)/Escobal: Methods of Astrodynamics/Alonso: Finn: Fundamental University Physics III/Rosa: Magnetohydrodynamic Energy Conversion/Fundamental Problems in Elementary Particle Physics/Delcroix: Plasma Physics II/Lipson: Optical Physics/Eder: Moderne Meßmethoden der Physik I/Kuhn: Physik Bd. I u. II

Ernst Brüche, F. Hund, Joachim Schubart, Hercilio Rodolfo Rechenberg, Günter Brederlow, Hercilio Rodolfo Rechenberg, G. Peter, H. Weber, H. Ebert, Walter Kranzer

Published May 1, 1969• 0 citations
Publisher

Abstract

Dieses Buch von Max Born und seiner Frau Hedwig, die rnit ihm seit 1913 den gemeinsamen Lebensweg geht, ist ein Buch des Nachsinnens.Die Verfasser -86 und 78 Jahre althaben
DOI
10.1002/phbl.19690250510

Related papers

Aus „Erinnerungen und Gedanken”

Max Born

Gleich von Anfang an machte mir die Forschung groBen Spa& und bis auf den heutigen Tag ist sie mir eine Freude geblieben.Dieses Vergnugen gleicht ein ganz klein wenig jenem, das jeder empfindet, der Kreuzwortratsel lost.Aber es ist doch noch vie1 mehr, vielleicht sogar mehr als die Freude an schopferischer Arbeit in anderen Berufen, die Kunst ausgenommen.Es besteht in dem Gefuhl, in das Mysterium der Natur einzudringen, ein Geheimnis der Schopfung zu luften und etwa Sinn und Ordnung in einen Teil der chaotischen Welt zu bringen.Dies ist eine philosophische Befriedigung.Ich habe mich bemuht, Philosophen aller Geschichtsepochen zu lesen, und viele erleuchtende Gedanken gefunden, doch keinen standigen Fortschritt zu tieferer Erkenntnis und eingehenderem Verstandnis.Die Naturwissenschaft hingegen vermittelt mir das Gefuhl eines bestandigen Fortschritts: ich bin uberzeugt, daB die theoretische Physik tatsachlich Philosophie ist.Sie hat grundlegende Begriffe umgesturzt, zum Beispiel uber Raum und Zeit (Relativitat), uber Kausalitat (Quantentheorie) und uber Stoff und Materie (Atomistik).Sie hat uns neue Denkmethoden gelehrt (Komplementaritat), *) Die ,,Recollections of Max Born", erschienen im Bull. of Atomic Scientists 21, No. 7, 8 u. 9 (1965), wurden in deutscher Obersetzung in Universitas 23. 249 (1968) Wiedergegeben und sind in das Buch von Hedwig und Max Born ,,Der Luxus des Gewissens" aufgenommen worden (vgl.Phys.B1. 25, 235, 1969).Das letzte der drei Kapitel, das ,,Oberlegungen" Uberschrieben ist, hat in der deutschen Uffentlichkeit Aufmerksamkeit erregt.Hier mBgen nun die entscheidenden letzten Seiten der Bomschen AusfUhrungen unter Hinweis auf das neue Buch wiedergegeben werden.Wir danken Herrn Dr. B.

Physikalische Blätter•Jul 1, 1969•1 citation

March: Die physikalische Erkenntnis und ihre Grenzen/Warmus: Tables of Elementary Functions/Schörner: Raumbild‐Lehrbuch der darstellenden Geometrie/Corben: Classical Mechanics/Guggenheim: Elements of the Kinetic Theorie of Gases/Brittin und Downs: Lectures in Theoretical Physics/Kleber: Angewandte Gitterphysik/Seelmann‐Eggebert und Pfennig: Radionuklid‐Tabellen/Hodgman: Handbook of Chemistry and Physics/Hodgman: Tables for Identification of Organic Compounds

K. Strubecker, Max Päsler, J. Meixner +2 more

Die erste Auflage dieses kleinen Buches erschien 1955 rnit der Aufgabe, ein moglichst klares Bild der Situation der Physik zu vermitteln.Das war dem Autor hervorragend gelungen, und sein Wunsch, bei der Interpretation des auantenmechanischen Formalismus manches iiberhaupt erst aus der Verstecktheit ans Tageslicht zu bringen, war ihm gegluckt.Zweieinhalb Jahre, nachdem March das Vorwort seines Buches geschrieben hatte, starb der Autor, und F. Cap, aer in seinem Nachruf auf March (Phys.B1. 13, 317, 1957) darauf hinwies, daB Marchs Name mit der ,,kleinsten Lange", der neuen fundamentalen Naturkonstanten, verbunden bleiben wird, hat nun die zweite Auflage herausgegeben.Das uberarbeitete Buch wurde von ihm bis an die heutigen Grenzen der Kenntnis durch Berucksichtigung der Paritatsgedanken und der Heisenbergschen Weltformel erweitert.Ein sehr anregendes kleines Werk, dessen acht Kapitel vom Gegenstand der physikalischen Erkenntnis bis zu Raum und Zeit in der Mikrophysik fiihren und das kein Leser ohne Gewinn aus der Hand legt.Br.

Physikalische Blätter•May 1, 1961•0 citations

Vorwort zur Originalausgabe

George L. Trigg

Im Sommer des Jahres 1965 fand an der Washingtoner Universität in Seattle eine Konferenz über neue Lehrmethoden in der Physik statt.Bei einer vorbereitenden Planungsdiskussion wurde darauf hingewiesen, daß viele Studenten beim Erfassen einiger Begriffe der modernen Physik Schwierigkeiten haben, insbesondere bei denen der Quantentheorie, und daß eine Wiederholung der experimentellen Grundlagen nützlich wäre.Mit diesem Buch wird versucht, dem gerecht zu werden.Die Auswahl der zu berücksichtigenden Experimente ist zwangsläufig willkürlich.Selbstverständlich werden die Vorstellungen der Quantentheorie stark betont, da sie sehr oft dem "gesunden Menschenverstand" widersprechen.Andererseits ist die spezielle Relativitätstheorie, obwohl sie in ähnlicher Weise dem "gesunden Menschenverstand" widerspricht, nicht berücksichtigt, weil sie sich erstens fast vollständig auf ein einziges Experiment stützt, das zu gut bekannt ist, um hier wiederholt zu werden, und weil sie zweitens im Momentum Book, Band 9, An Introduction to the Special Theory of Relativity, von ROBBET KATZ treffend dargestellt ist.Untersuchungen der Eigenschaften des Elektrons sind zweifellos ebenfalls wichtig.Sie sind aber im Momentum Book, Band 3, The Discovery of the Electron, von DAVID L. ANDERSON enthalten.Dieses Buch kann mit unterschiedlichen Vorkenntnissen gelesen werden.Es ist so geschrieben, daß es für Abiturienten und Studenten der ersten Semester verständlich ist, wenn sie über Grundkenntnisse der klassischen Physik verfügen.Die Ausführungen sollen ihnen erleichtern, die mitunter paradoxen Vorstellungen, auf denen die moderne Physik aufbaut, zu erfassen.Das Buch kann aber auch für Studenten höherer Semester, die ihr Wissen in einen besseren historischen Rahmen einbetten möchten, nützlich sein.Deshalb ist versucht worden, jedes Experiment -mit einer Ausnahme, auf die ausdrücklich hingewiesen wird -vom Standpunkt eines Physikers jener Zeit darzustellen und die Experimente hinreichend ausführlich zu

De Gruyter eBooks•Dec 31, 1984•0 citations

Die Debatte um die Quantentheorie

F. Selleri

Die Debatte tiber die Grundlagen der Quantentheorie, die auf eine mehr als fiinfzigjiihrige Tradition zurtickblickt, war in zwei Perioden besonders intensiv, niimlich unmittelbar nach der Begrtindung der Quantentheorie und wiederum in den letzten Jahren. An die Frtihzeit der Quantenphysik erinnerte Max Born in seiner Rede, die er anliiBlich der Verleihung des Nobelpreises im Jahre 1954 hielt. Er beschrieb die tiefgreifende Meinungsverschiedenheit, die die bertihmtesten Quantentheoretiker in 1 zwei Lager schied: Wenn ich sagte, die Physiker hiitten die damals von uns entwickelte Denkweise angenommen, so war ich nicht ganz korrekt: es gibt ein paar sehr bemerkenswerte Ausnahmen, und zwar gerade unter den Miinnern, die am meisten zum Aufbau der Quantentheorie beigetragen haben. Planck selbst gehorte zu den Skeptikern bis zu seinem Tode. Einstein, de Broglie und Schrodinger haben nicht aufgehort, das Unbefriedigende der statistischen Interpretation der Quanten- mechanik zu betonen. Dieser intellektuelle Kampf betraf einige der grundlegendsten Fragen der gesamten Naturwissenschaft: existieren die atomaren Objekte unabhangig von der menschlichen Beobachtung und, wenn dies- der Fall ist, sind sie dann dem menschlichen Verstiindnis zugiinglich? 1m groBen und ganzen kann man sagen, daB die Kopenhagener und Gottinger Schulen (Bohr, Heisenberg, Born . . . ) diese Fragen ziemlich pessimistisch beantwor- teten. Niels Bohr befiirwortete beispielsweise den Gebrauch des Wortes Phanomen nur zur Beschreibung einer Messung, die notwendigerweise eine vollstandige Be- schreibung des MeBapparates mitenthielt und damit nicht das atomare Objekt selbst, sondern seine Wechselwirkung mit dem von Menschen gewahlten Apparate betraf.

Vieweg+Teubner eBooks•Jan 1, 1983•51 citations

Einleitung

F. Selleri

Die Debatte über die Grundlagen der Quantentheorie, die auf eine mehr als fünfzigjährige Tradition zurückblickt, war in zwei Perioden besonders intensiv, nämlich unmittelbar nach der Begründung der Quantentheorie und wiederum in den letzten Jahren. An die Frühzeit der Quantenphysik erinnerte Max Born in seiner Rede, die er anläßlich der Verleihung des Nobelpreises im Jahre 1954 hielt. Er beschrieb die tiefgreifende Meinungsverschiedenheit, die die berühmtesten Quantentheoretiker in zwei Lager schied1 : „Wenn ich sagte, die Physiker hätten die damals von uns entwickelte Denkweise angenommen, so war ich nicht ganz korrekt : es gibt ein paar sehr bemerkenswerte Ausnahmen, und zwar gerade unter den Männern, die am meisten zum Aufbau der Quantentheorie beigetragen haben. Planck selbst gehörte zu den Skeptikern bis zu seinem Tode. Einstein, de Broglie und Schrödinger haben nicht aufgehört, das Unbefriedigende der statistischen Interpretation der Quantenmechanik zu betonen.“

Vieweg+Teubner eBooks•Jan 1, 1983•0 citations

Held/Schöningh: Die Bohr‐Einstein‐Debatte. Quantenmechanik und physikalische Wirklichkeit/Schwab: Managementwissen für Ingenieure/Wachter/Hoeber: Repetitorium Theoretische Physik/Gramß: Non‐Standard Computation/Holton: Einstein, die Geschichte und andere Leidenschaften/Leisi: Klassische Physik. Band I: Mechanik, Band II: Elektromagnetismus und Wärme/Weberruß: Quantenphysik im Überblick/Cushing: Philosophical Concepts in Physics. The Historical Relation between Philosophy and Scientific Theories/Zinth/Körner: Physik III: Optik, Quantenphänomene und Aufbau der Atome/WinSTAT für Excel: Entwicklung und Vertrieb: R. Fitch Software, Lindengärten 5

Reinhold A. Bertlmann, Dieter Röß, Norbert Dragon +8 more

Das Wirkliche ist uns nicht gegeben, sondern aufgegeben (nach Art eines Rätsels).Diesen Ausspruch Einsteins hat der Autor als treffendes Leitmotiv für sein Buch gewählt.Geht es doch in der berühmten Bohr-Einstein-Debatte (1927 -1935), die sicherlich eine der wichtigsten und faszinierendsten in der Geschichte der Wissenschaft war, tatsächlich um die zentrale Frage: Was ist die Wirklichkeit?Einstein, der Realist, bedacht darauf, daß jedes Element der physikalischen Realität ein Gegenstück in der physikalischen Theorie haben muß, betrachtete die Quantenmechanik bekanntermaßen als unvollständig.Bohr hingegen, Einsteins Realitätsbegriff kritisierend, vertrat die Meinung, daß die quantenmechanische Beschreibung der Wirklichkeit sehr wohl vollständig ist.Sein Schlüsselbegriff war dabei die Komplementarität, die die gegenseitige Ausschließung und gemeinsame Ergänzung der quantenmechanischen Beschreibungsarten (z.B. Welle-Teilchen) beinhaltet.

Physikalische Blätter•Apr 1, 1999•1 citation
Gleich von Anfang an machte mir die Forschung groBen Spa& und bis auf den heutigen Tag ist sie mir eine Freude geblieben.Dieses Vergnugen gleicht ein ganz klein wenig jenem, das jeder empfindet, der Kreuzwortratsel lost.Aber es ist doch noch vie1 mehr, vielleicht sogar mehr als die Freude an schopferischer Arbeit in anderen Berufen, die Kunst ausgenommen.Es besteht in dem Gefuhl, in das Mysterium der Natur einzudringen, ein Geheimnis der Schopfung zu luften und etwa Sinn und Ordnung in einen Teil der chaotischen Welt zu bringen.Dies ist eine philosophische Befriedigung.Ich habe mich bemuht, Philosophen aller Geschichtsepochen zu lesen, und viele erleuchtende Gedanken gefunden, doch keinen standigen Fortschritt zu tieferer Erkenntnis und eingehenderem Verstandnis.Die Naturwissenschaft hingegen vermittelt mir das Gefuhl eines bestandigen Fortschritts: ich bin uberzeugt, daB die theoretische Physik tatsachlich Philosophie ist.Sie hat grundlegende Begriffe umgesturzt, zum Beispiel uber Raum und Zeit (Relativitat), uber Kausalitat (Quantentheorie) und uber Stoff und Materie (Atomistik).Sie hat uns neue Denkmethoden gelehrt (Komplementaritat), *) Die ,,Recollections of Max Born", erschienen im Bull. of Atomic Scientists 21, No. 7, 8 u. 9 (1965), wurden in deutscher Obersetzung in Universitas 23. 249 (1968) Wiedergegeben und sind in das Buch von Hedwig und Max Born ,,Der Luxus des Gewissens" aufgenommen worden (vgl.Phys.B1. 25, 235, 1969).Das letzte der drei Kapitel, das ,,Oberlegungen" Uberschrieben ist, hat in der deutschen Uffentlichkeit Aufmerksamkeit erregt.Hier mBgen nun die entscheidenden letzten Seiten der Bomschen AusfUhrungen unter Hinweis auf das neue Buch wiedergegeben werden.Wir danken Herrn Dr. B.
Die erste Auflage dieses kleinen Buches erschien 1955 rnit der Aufgabe, ein moglichst klares Bild der Situation der Physik zu vermitteln.Das war dem Autor hervorragend gelungen, und sein Wunsch, bei der Interpretation des auantenmechanischen Formalismus manches iiberhaupt erst aus der Verstecktheit ans Tageslicht zu bringen, war ihm gegluckt.Zweieinhalb Jahre, nachdem March das Vorwort seines Buches geschrieben hatte, starb der Autor, und F. Cap, aer in seinem Nachruf auf March (Phys.B1. 13, 317, 1957) darauf hinwies, daB Marchs Name mit der ,,kleinsten Lange", der neuen fundamentalen Naturkonstanten, verbunden bleiben wird, hat nun die zweite Auflage herausgegeben.Das uberarbeitete Buch wurde von ihm bis an die heutigen Grenzen der Kenntnis durch Berucksichtigung der Paritatsgedanken und der Heisenbergschen Weltformel erweitert.Ein sehr anregendes kleines Werk, dessen acht Kapitel vom Gegenstand der physikalischen Erkenntnis bis zu Raum und Zeit in der Mikrophysik fiihren und das kein Leser ohne Gewinn aus der Hand legt.Br.
Im Sommer des Jahres 1965 fand an der Washingtoner Universität in Seattle eine Konferenz über neue Lehrmethoden in der Physik statt.Bei einer vorbereitenden Planungsdiskussion wurde darauf hingewiesen, daß viele Studenten beim Erfassen einiger Begriffe der modernen Physik Schwierigkeiten haben, insbesondere bei denen der Quantentheorie, und daß eine Wiederholung der experimentellen Grundlagen nützlich wäre.Mit diesem Buch wird versucht, dem gerecht zu werden.Die Auswahl der zu berücksichtigenden Experimente ist zwangsläufig willkürlich.Selbstverständlich werden die Vorstellungen der Quantentheorie stark betont, da sie sehr oft dem "gesunden Menschenverstand" widersprechen.Andererseits ist die spezielle Relativitätstheorie, obwohl sie in ähnlicher Weise dem "gesunden Menschenverstand" widerspricht, nicht berücksichtigt, weil sie sich erstens fast vollständig auf ein einziges Experiment stützt, das zu gut bekannt ist, um hier wiederholt zu werden, und weil sie zweitens im Momentum Book, Band 9, An Introduction to the Special Theory of Relativity, von ROBBET KATZ treffend dargestellt ist.Untersuchungen der Eigenschaften des Elektrons sind zweifellos ebenfalls wichtig.Sie sind aber im Momentum Book, Band 3, The Discovery of the Electron, von DAVID L. ANDERSON enthalten.Dieses Buch kann mit unterschiedlichen Vorkenntnissen gelesen werden.Es ist so geschrieben, daß es für Abiturienten und Studenten der ersten Semester verständlich ist, wenn sie über Grundkenntnisse der klassischen Physik verfügen.Die Ausführungen sollen ihnen erleichtern, die mitunter paradoxen Vorstellungen, auf denen die moderne Physik aufbaut, zu erfassen.Das Buch kann aber auch für Studenten höherer Semester, die ihr Wissen in einen besseren historischen Rahmen einbetten möchten, nützlich sein.Deshalb ist versucht worden, jedes Experiment -mit einer Ausnahme, auf die ausdrücklich hingewiesen wird -vom Standpunkt eines Physikers jener Zeit darzustellen und die Experimente hinreichend ausführlich zu
Die Debatte tiber die Grundlagen der Quantentheorie, die auf eine mehr als fiinfzigjiihrige Tradition zurtickblickt, war in zwei Perioden besonders intensiv, niimlich unmittelbar nach der Begrtindung der Quantentheorie und wiederum in den letzten Jahren. An die Frtihzeit der Quantenphysik erinnerte Max Born in seiner Rede, die er anliiBlich der Verleihung des Nobelpreises im Jahre 1954 hielt. Er beschrieb die tiefgreifende Meinungsverschiedenheit, die die bertihmtesten Quantentheoretiker in 1 zwei Lager schied: Wenn ich sagte, die Physiker hiitten die damals von uns entwickelte Denkweise angenommen, so war ich nicht ganz korrekt: es gibt ein paar sehr bemerkenswerte Ausnahmen, und zwar gerade unter den Miinnern, die am meisten zum Aufbau der Quantentheorie beigetragen haben. Planck selbst gehorte zu den Skeptikern bis zu seinem Tode. Einstein, de Broglie und Schrodinger haben nicht aufgehort, das Unbefriedigende der statistischen Interpretation der Quanten- mechanik zu betonen. Dieser intellektuelle Kampf betraf einige der grundlegendsten Fragen der gesamten Naturwissenschaft: existieren die atomaren Objekte unabhangig von der menschlichen Beobachtung und, wenn dies- der Fall ist, sind sie dann dem menschlichen Verstiindnis zugiinglich? 1m groBen und ganzen kann man sagen, daB die Kopenhagener und Gottinger Schulen (Bohr, Heisenberg, Born . . . ) diese Fragen ziemlich pessimistisch beantwor- teten. Niels Bohr befiirwortete beispielsweise den Gebrauch des Wortes Phanomen nur zur Beschreibung einer Messung, die notwendigerweise eine vollstandige Be- schreibung des MeBapparates mitenthielt und damit nicht das atomare Objekt selbst, sondern seine Wechselwirkung mit dem von Menschen gewahlten Apparate betraf.
Die Debatte über die Grundlagen der Quantentheorie, die auf eine mehr als fünfzigjährige Tradition zurückblickt, war in zwei Perioden besonders intensiv, nämlich unmittelbar nach der Begründung der Quantentheorie und wiederum in den letzten Jahren. An die Frühzeit der Quantenphysik erinnerte Max Born in seiner Rede, die er anläßlich der Verleihung des Nobelpreises im Jahre 1954 hielt. Er beschrieb die tiefgreifende Meinungsverschiedenheit, die die berühmtesten Quantentheoretiker in zwei Lager schied1 : „Wenn ich sagte, die Physiker hätten die damals von uns entwickelte Denkweise angenommen, so war ich nicht ganz korrekt : es gibt ein paar sehr bemerkenswerte Ausnahmen, und zwar gerade unter den Männern, die am meisten zum Aufbau der Quantentheorie beigetragen haben. Planck selbst gehörte zu den Skeptikern bis zu seinem Tode. Einstein, de Broglie und Schrödinger haben nicht aufgehört, das Unbefriedigende der statistischen Interpretation der Quantenmechanik zu betonen.“
Held/Schöningh: Die Bohr‐Einstein‐Debatte. Quantenmechanik und physikalische Wirklichkeit/Schwab: Managementwissen für Ingenieure/Wachter/Hoeber: Repetitorium Theoretische Physik/Gramß: Non‐Standard Computation/Holton: Einstein, die Geschichte und andere Leidenschaften/Leisi: Klassische Physik. Band I: Mechanik, Band II: Elektromagnetismus und Wärme/Weberruß: Quantenphysik im Überblick/Cushing: Philosophical Concepts in Physics. The Historical Relation between Philosophy and Scientific Theories/Zinth/Körner: Physik III: Optik, Quantenphänomene und Aufbau der Atome/WinSTAT für Excel: Entwicklung und Vertrieb: R. Fitch Software, Lindengärten 5
Das Wirkliche ist uns nicht gegeben, sondern aufgegeben (nach Art eines Rätsels).Diesen Ausspruch Einsteins hat der Autor als treffendes Leitmotiv für sein Buch gewählt.Geht es doch in der berühmten Bohr-Einstein-Debatte (1927 -1935), die sicherlich eine der wichtigsten und faszinierendsten in der Geschichte der Wissenschaft war, tatsächlich um die zentrale Frage: Was ist die Wirklichkeit?Einstein, der Realist, bedacht darauf, daß jedes Element der physikalischen Realität ein Gegenstück in der physikalischen Theorie haben muß, betrachtete die Quantenmechanik bekanntermaßen als unvollständig.Bohr hingegen, Einsteins Realitätsbegriff kritisierend, vertrat die Meinung, daß die quantenmechanische Beschreibung der Wirklichkeit sehr wohl vollständig ist.Sein Schlüsselbegriff war dabei die Komplementarität, die die gegenseitige Ausschließung und gemeinsame Ergänzung der quantenmechanischen Beschreibungsarten (z.B. Welle-Teilchen) beinhaltet.