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De Gruyter eBooks

1.1. Quantenmechanik im äußeren Gravitationsfeld

H.‐H. von Borzeszkowski

Published Dec 31, 1988• 0 citations
Publisher
DOI
10.1515/9783112765296-003

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•Jan 1, 2008•0 citations
Abstract Trotz größter Bemühungen ist es bis heute nicht gelungen, Quantenmechanik und Allgemeine Relativitätstheorie zu einer geschlossenen Theorie der Quantengravitation zu vereinigen. Moderne Ansätze schließen eine Verletzung des Äquivalenzprinzips nicht mehr aus. Eines der bekanntesten Postulate dieses Prinzips ist die Universalität des freien Falls, wonach alle Körper unabhängig von ihrer Zusammensetzung in einem Gravitationsfeld gleich schnell fallen. Kürzlich ist es unserer Gruppe gelungen, dieses Prinzip mit einem Materiewellen‐Interferometer bis auf weniger als 6·10–7 zu bestätigen.
In dieser Arbeit sollen Gedankenexperimente über Quantenmechanik und Gravitation formuliert und analysiert werden. Wir wollen untersuchen welche Möglichkeiten im Rahmen eines Gedankenexperimentes bestehen mehr über die Beziehung von Quantenmechanik und Gravitation zu lernen. Diese Gedankenexperimente sollen auch auf Ihre Realisierbarkeit untersucht werden. In einem ersten Gedankenexperiment wird einer Überlegung Werner Heisenbergs zur Suche nach Unschärferelationen gefolgt und diese auf die Gravitation angewendet. Dabei wird ein Weg gezeigt Unschärferelationen für linearisierte Gravitationsfelder (gravitoelektromagnetische Felder) zu finden. In einem zweiten Gedankenexperiment wird die Dekohärenz bei Interferenzexperimenten durch gravitative Wechselwirkung untersucht und welche Auswirkungen dies für verschiedene Modelle des spontanen Wellenkollapses hat. Es werden zwei Gedankenexperimente mit Mach-Zehnder Interferometern formuliert, die eine Unterscheidung zwischen Alternativmodellen und der Quantenmechanik ermöglichen. Wie gezeigt wird, sind diese Experimente mit dem momentanen Stand der Experimental-Technik nicht zu realisieren und dienen der Anschauung.