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Eigenzeit-Uhren als Primitiv - Ein physikalisches Rahmenprogramm ohne Blockuniversum und ohne Viele-Welten

Ulrich Meixner

Published Jul 19, 2026• 0 citations
Publisher

Abstract

Wir schlagen ein physikalisches Rahmenprogramm vor — das Seinsform-Modell Y (SFM-Y) — das weder das Blockuniversum (BU) noch die Viele-Welten-Interpretation (MWI) voraussetzt. Das Primitiv des Programms ist die Eigenzeit-Uhr: jedes massive System trägt eine interne periodische Struktur mit Frequenz ω = mc²/ħ. Aus diesem Primitiv werden Gleichzeitigkeit, Gleichörtlichkeit und Trajektorien relational konstruiert, ohne eine vorgängige Raumzeit-Mannigfaltigkeit vorauszusetzen. Lorentz-Invarianz wird als epistemisch charakterisiert: als Eigenschaft der Koordinatentransformationen zwischen Beobachterrahmen, nicht als ontische Eigenschaft der Welt. Quantenmechanische Einzelgeschichtlichkeit folgt aus Informationsdiffusion — nicht aus einem ontischen Kollaps und nicht aus einer Aufspaltung in Parallelrealitäten. Das Programm etabliert zwei formale Theoreme (Theorem 1: Eigenzeit ist stetig; Theorem 2: Erhaltungsgrößen ħ, L, mc² aus Noether auf S¹ × S²) sowie zwei strukturelle Vermutungen (Conjecture 1: vollständige Noether-Struktur der Triade; Conjecture 2: kategoriale Eigenzeitrate-Schwelle bei χ = 1, operationalisiert als Massenverhältnis χ = m_Referenz/m_langsam). Die Lorentz-Kovarianz der Eigenzeit-Korrelationen ist als strukturelles Argument skizziert (Proposition 1, Beweisskizze). Eine falsifizierbare strukturelle Vorhersage: Die Schwelle zwischen Quantenregime und klassischem Regime ist kategorial, nicht graduell — sie liegt bei der Minimalstruktur für eine realisierte Eigenzeitrate (intern dynamische Triade)

DOI
10.5281/zenodo.21442981

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SFM – Präsentistische Ereignisontologie mit globaler Gegenwart

Ulrich Meixner

Das Seinsform-Modell (SFM) wird in diesem Arbeitsstand als präsentistische Deutung der Quantentheorie formuliert: Wirklich sind nur Ereignisse und eine globale Möglichkeitsstruktur in einer objektiven, von innen unbeobachtbaren Gegenwart. Die Möglichkeitsstruktur entwickelt sich zwischen Ereignissen nach der quantenmechanischen Dynamik; an Ereignissen wird sie nach der Lüders-Regel reduziert, beschränkt auf die unterschiedenen Alternativen und das mit ihnen Verschränkte. Ein Ereignis tritt ein, sobald die Alternativen durch Einschreibung in viele Freiheitsgrade so weit getrennt sind, dass ihre noch erreichbare Interferenz unter einen Schwellenwert ε fällt. Die Einschreibung kann in die Umgebung oder in innere Freiheitsgrade des Systems erfolgen. Welche Alternative verwirklicht wird, ist Zufall mit Born-Wahrscheinlichkeiten. Als Schwellenwert wird der Kehrwert der größten Zahl im Universum möglicher Elementaroperationen vorgeschlagen. Phasen werden als angesammelte Eigenzeit innerer Uhren gedeutet; daraus folgt im nichtrelativistischen Grenzfall die De-Broglie- Wellenlänge. Die frühere Seinspunkt-Ontologie (SP) ist versuchsweise suspendiert. Mehrere ältere Aussagen des SFM sind damit revisionsbedürftig (Abschnitt 8). Die wichtigsten offenen Punkte sind die genaue Bedeutung von „erreichbar” im Ereigniskriterium, die Eindeutigkeit der Zerlegung in Alternativen, die relativistische Formulierung der Dynamik, die Darstellung der Photonphase und der Status des Raumes ohne SP-Ontologie. Status: Arbeitsdokument zur Vorlage bei externen Kritikern. Der Text entstand im Dialog; alle philosophischen Grundentscheidungen stammen vom Autor. Literaturangaben sind aus dem Gedächtnis zusammengestellt und vor jeder Veröffentlichung zu prüfen.

•Oct 18, 2026•0 citations

Funktionalmethoden und Abbildungen dissipativer Quantensysteme

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Im ersten Abschnitt dieser Arbeit versuchen wir, die algebraische Struktur, welche im Rahmen der dissipativen Quantenmechanik unter Verwendung des Influenzfunktionals auftritt, herauszuarbeiten. Dies erlaubt uns einen tieferen Einblick in ansonsten unübersichtliche und langwierige Rechenschritte, speziell im Realzeitformalismus, und ermöglicht uns eine leichtere Identifikation der dabei auftretenden Terme und deren Ursprung aus dem zugrunde liegenden Modell als auch deren physikalische Bedeutung. Die verwendeten Methoden haben wir soweit als möglich in konsistenter und anschaulicher Form eingeführt, so dass diese Arbeit ohne spezielle Kenntnis des Gebietes der dissipativen Quantenmechanik gelesen werden kann. Besonderen Wert haben wir auf den Übergang von der quantenmechanischen auf die klassische Beschreibung von dissipativen Vorgängen gelegt, da ein Verständnis dieses Übergangs eine tiefere Einsicht in den Messprozess liefert. In der selben Weise ist damit auch der Übergang von der mikroskopischen - durch die Quantenmechanik beschriebenen - Welt in die makroskopische Welt verbunden, welche den Gesetzen der klassischen Mechanik folgt. Zusätzlich zeigen wir, wie die Resultate der Influenzfunktionalmethode stochastisch interpretiert werden können, was einen leichteren Vergleich mit der bekannten quantenmechanischen Zeitentwicklung durch die Schrödingergleichung erlaubt. Im weiteren betrachten wir die sogenannte Tight-Binding Näherung von Modellen, bei welchen sich der Hamiltonraum für die Systembeschreibung im wesentlichen durch diskrete Eigenzustände des Ortsoperators ausdrücken lässt und Übergänge zwischen diesen Zuständen unterdrückt sind, wodurch eine Propagation entweder durch ein Tunneln oder durch thermische Anregung erfolgt. Im Rahmen der dissipativen Quantenmechanik bringt diese Methode eine immense Vereinfachung in der effektiven Beschreibung des Systems, da Anstelle einer ganzen Historie von Systempfaden nur noch die Übergangszeiten mit den entsprechenden Übergängen berücksichtigt werden müssen. Im Bild des Pfadintegralformalismus bedeutet dies, dass Anstelle des Integrals über alle Systempfade ein Produkt von Integrationen über alle möglichen Sprungzeiten mit Sprunggewichten entsprechend des Übergangs rückt, welches analytisch als auch numerisch wesentlich einfacher handzuhaben ist. Innerhalb dieser Näherung wurden dadurch in der Vergangenheit viele beeindruckende analytische Resultate abgeleitet. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit der Abbildung und dem Zusammenhang von dissipativen Modellen mit Feldmodellen aus der Quantenfeldtheorie und im besonderen der Feldtheorie statistischer Systeme. Der Reiz dieser Abbildungen liegt besonders darin, dass in den letztgenannten Gebieten schon seit Jahrzehnten sehr intensiv die grundlegenden Modelle bearbeitet wurden und vor allem auch nach neuen Methoden gesucht und Forschung dafür betrieben wurde und noch immer Gegenstand der aktuellen Forschung darstellt. Als Beispiel sei in zwei Dimensionen die Invarianz unter konformen Abbildungen genannt, welche immer dann Anwendung findet, wenn Systeme nur lokal wechselwirken und eine Invarianz unter lokaler Umskalierung der Felder zeigen. Bei statistischen Systemen mit lokaler Wechselwirkung zeigt sich dieses Verhalten immer beim Erreichen eines kritischen Punktes, da hier per Definition keine Längenskala ausgezeichnet ist. In zwei Dimensionen führt dies zu einer immensen Einschränkung der möglichen Form von Korrelationsfunktionen und hat zu dem eigenständigen Gebiet der Konformen Feldtheorie geführt, da konforme Abbildungen per Definition die lokale Struktur erhalten (Winkeltreue) und lokal nur zu einer Unskalierung führen. Während in D>2 Dimensionen nur endlich viele Generatoren für konforme Abbildungen existieren, ist deren Anzahl in 2 Dimensionen unendlich. Dies resultiert in einer unendlichen Anzahl von lokalen Erhaltungsgrößen mit den entsprechenden Folgen. Während solche Techniken sehr schnell unanschaulich werden, erlaubt die Abbildung auf dissipative Modelle hier oftmals eine sehr anschauliche Interpretation.

•Jan 1, 2007•0 citations

Weniger ist mehr. Über die Theorie und Anwendung von schwachen und unscharfen Messungen in der Quantenmechanik

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In dieser Arbeit wird eine spezielle Klasse verallgemeinerter Messungen in der Quantenmechanik untersucht. Es handelt sich um sogenannte unscharfe Messungen. Mathematisch sind sie durch vertauschende Effekte und reine Operationen (d.h. reine Zustände werden durch den Messprozess auf reine Zustände abgebildet) gekennzeichnet. Physikalisch bedeutet das, man kann sie als Messungen herkömmlicher Messgrößen wie z.B. Energie, Ort oder Spin auffassen, und sie produzieren kein klassisches Rauschen. In der Praxis treten sie u.a. auf, wenn die Kopplung zwischen Messgerät und zu vermessendem System sehr schwach ist. Daher sind sie verwandt mit den schwachen Messungen von Aharonov und Vaidman, die über eine solche schwache Kopplung definiert sind. Die Streuung der Messwerte einer unscharfen Messung ist größer als die einer vergleichbaren Projektionsmessung, daher die Bezeichnung "unscharf". Damit verbunden ist aber häufig auch eine geringere Störung des zu vermessenden Systems. Falls die Störung gering ist, wird die Messung auch "schwach" genannt. Das Verhältnis zwischen Informationsgewinn und Störung (Zustandsänderung) durch die Messung nimmt für minimale, unscharfe Messungen eine einfache Form an: die Zustandsänderung entspricht der Änderung der Wahrscheinlichkeitverteilung der Messergebnisse. Da letztere wiederum dem Informationsgewinn durch die Messung entspricht (der Informationsgewinn kann durch die negative Änderung der Shannon-Entropie gemessen werden), sind Informationsgewinn und Störung äquivalent. Die Messung von Dynamik an einem einzelnen Quantensystem in Echtzeit ist ein Anwendungsgebiet für unscharfe Messungen. Ein Folge von unscharfen Messungen wird in dieser Arbeit vorgestellt, die die Rabioszillationen eines einzelnen Zwei-Niveau-Systems in Echtzeit gewährleisten soll. Als Maß für die Auflösung einer kurzen Sequenz von Messungen (N-Serie) wurde die sogenannte Niveau-Auflösungszeit aus der Streuung der Messresultate einer N-Serie gewonnen. Es stellte sich heraus, dass diese proportional zur Dekohärenzzeit ist, die ein Maß für die Störung des Zwei-Niveau-Systems darstellt. Monte-Carlo-Simulationen der sequentiellen Messung zeigen, dass eine Visualisierung der Rabioszillationen möglich ist. Bedingung dafür ist, dass die Niveau-Auflösungszeit ungefähr gleich der Rabi-Periode ist. Eine Realisierung einer Folge von unscharfen Messungen wird anhand eines quantenoptischen Systems aus der Hohlraumresonator-QED beschrieben. Schliesslich wird die Entwicklung eines Qubits mit Hamiltonischer Dynamik unter dem Einfluss einer Folge von unscharfen Messungen beschrieben. Differenzengleichungen werden hergeleitet um die zeitliche Entwicklung des Zwei-Niveau-Systems darzustellen. Verschiedene Effekte treten auf: u.a. eine zusätzliche unitäre Dynamik, verursacht durch den unitären Anteil der Back-action'' des Messapparates und Dekohärenz aufgrund dieses unitären Anteils sowie aufgrund des Informationsgewinnes. Es kommt auch zu einer Art Reibung (Dissipation). Im Grenzwert kontinuierlicher Messungen verschwinden die meisten dieser Effekte. Für diesen Grenzwert wird eine Mastergleichung angegeben, die die Zustandsdynamik bei einer sequentiellen Messung näherungsweise beschreibt. Das erste Kapitel dieser Arbeit enthält eine Diskussion der Auswirkungen der Stochastik auf die Struktur der Quantenmechanik. Ausgehend von der Zufälligkeit des Ausganges von Quantenmessungen und der nicht-eindeutigen Zerlegbarkeit von gemischten Zuständen in reine Zustände ergibt sich eine Motivation für drei der vier Axiome der Quantenmechanik.

•Jan 1, 2003•0 citations

Die Welt ist aus Quanten berechnet / Photonen im Doppelspalt sind Frequenzmoduliert

Klaus Beyhl

DiDiese Arbeit stellt eine neue Theorie vor, die Quantenphysik, Relativitätstheorie und Kosmologie auf einem einzigen Grundprinzip aufbaut: Das Universum ist ein quanteninformationsverarbeitendes System, dessen Grundtakt die Planck-Frequenz ist. Diese Grundfrequenz ist nicht starr, sondern moduliert — ähnlich einer FM-Modulation in der Nachrichtentechnik. Diese Arbeit stellt eine neue Theorie vor, die Quantenphysik, Relativitätstheorie und Kosmologie auf einem einzigen Grundprinzip aufbaut: Das Universum ist ein quanteninformationsverarbeitendes System, dessen Grundtakt die Planck-Frequenz ist. Diese Grundfrequenz ist nicht starr, sondern moduliert — ähnlich einer FM-Modulation in der Nachrichtentechnik. Aus diesem Prinzip ergeben sich mehrere Schlussfolgerungen: Das scheinbare Interferenzmuster beim Doppelspaltexperiment ist keine echte Wellensuperposition, sondern ein Modulationsmuster des Grundtakts. Superposition und Quantenverschränkung im klassischen Sinne existieren nicht — die scheinbare Unbestimmtheit ist die Lücke zwischen zwei Planck-Takten. Die kosmologische Rotverschiebung erklärt sich durch denselben Modulationsfaktor, was die fließenden statt harten Spektralübergänge erklärt. Licht ist das primäre Informationsmedium des Universums. Die Theorie verbindet Einstein und Planck ohne Widerspruch und macht konkrete, überprüfbare Vorhersagen anhand bekannter Messdaten.

•Apr 2, 2021•0 citations

Kann man die quantenmechanische Beschreibung der physikalischen Wirklichkeit als vollständig betrachten? (1935)

Albert Einstein, Boris Podolsky, N. Rosen

In einer vollständigen Theorie gibt es zu jedem Element der Realität stets ein entsprechendes Element. Eine hinreichende Bedingung für die Realität einer physikalischen Größe ist die Möglichkeit, sie mit Sicherheit vorherzusagen, ohne das System zu stören. In der Quantenmechanik schließt im Falle von zwei physikalischen Größen, die durch nicht-kommutierende Operatoren beschrieben werden, das Wissen von der einen das Wissen von der anderen aus. Dann ist entweder (1) die Beschreibung der Realität, die durch die Wellenfunktion in der Quantenmechanik gegeben wird, nicht vollständig oder (2) diesen beiden Größen kann nicht gleichzeitig Realität zukommen. Die Betrachtung des Problems, Vorhersagen bezüglich eines Systems auf der Grundlage von Messungen zu machen, die an einem anderen System, das zuvor mit dem ersteren in Wechselwirkung stand, ausgeführt wurden, führen auf das Ergebnis, daß wenn (1) falsch ist, dann auch (2) falsch ist. Man wird so zu dem Schluß geführt, daß die Beschreibung der Realität, wie sie von der Wellenfunktion geleistet wird, nicht vollständig ist.

Vieweg+Teubner eBooks•Jan 1, 1984•1 citation

Der Doppelspalt als gegenwärtige Identitäts- und Raumvollendung

Christian Jänisch

Diese Arbeit untersucht das Doppelspaltexperiment aus der Perspektive der Selbstreferenziellen Gegensatz-Theorie (SrGT) und entwickelt einen mathematisch strukturierten Vergleich zwischen etablierter Quantenmechanik und SrGT-Ereignisontologie. Die etablierte Quantenmechanik beschreibt Interferenz, Weginformation, Kohärenz und die statistische Verteilung der Messergebnisse mit hoher Präzision. Die SrGT setzt nicht an einer behaupteten quantitativen Unzulänglichkeit dieser Beschreibung an, sondern untersucht eine darunterliegende Frage: Warum kann ein einzelnes tatsächlich erscheinendes Messergebnis als eindeutige Gegenwart verstanden werden, obwohl sein zukünftiger Ausgang aus der gerichteten 3D-Vorauslage nicht vollständig vorausberechenbar ist? Die Arbeit entwickelt hierzu den Begriff der identifikativen Raumvollendung. Die konkrete Raumrichtung wird nicht als nachträgliche Auswahl zwischen zwei bereits fertigen Möglichkeiten verstanden, sondern als Bestandteil der vollständigen Identitäts- und Raumrelation des Ereignisses. Gleichzeitig wird gezeigt, warum eine solche eindeutige Raumrichtungs-Komponente nicht mit einer kontextunabhängigen klassischen Ein-Spalt-Bahn gleichgesetzt werden darf: Der vollständige Zwei-Spalt-Kontext muss relational wirksam bleiben, wenn die beobachtete Interferenz reproduziert werden soll. Mathematisch verbindet die Arbeit den binomial-rekursiven SrGT-Dimensionszusammenhang, die dimensionsübergreifende Qualitätsrekonstruktion, Primprovenienz und Ereignisadressierung mit einem konkreten Forschungsprogramm zur Quantenphysik. Im Zentrum stehen die offene Herleitung eines SrGT-Ereignismaßes, dessen 3D-Projektion die Born-Verteilung reproduziert, die Herleitung quantenmechanischer Kohärenz aus der SrGT-Ereignisstruktur sowie die physikalische Operationalisierung der SrGT-Adresse. Die Arbeit beansprucht gegenwärtig keine von der Quantenmechanik abweichende Interferenzkurve und keine Vorhersage des einzelnen zukünftigen Weges. Ihr Forschungsziel besteht darin, bekannten quantenphysikalischen Wirkungen einen mathematisch, physikalisch und philosophisch formulierbaren tieferen Ursachezusammenhang zu geben und daraus gegebenenfalls neue überprüfbare Forschungsfragen abzuleiten. Status: Publizierte Arbeitsfassung / Preprint. Nicht peer-reviewed. christian.janisch@srgt-research.org

•Aug 30, 2026•0 citations
Wir schlagen ein physikalisches Rahmenprogramm vor — das Seinsform-Modell Y (SFM-Y) — das weder das Blockuniversum (BU) noch die Viele-Welten-Interpretation (MWI) voraussetzt. Das Primitiv des Programms ist die Eigenzeit-Uhr: jedes massive System trägt eine interne periodische Struktur mit Frequenz ω = mc²/ħ. Aus diesem Primitiv werden Gleichzeitigkeit, Gleichörtlichkeit und Trajektorien relational konstruiert, ohne eine vorgängige Raumzeit-Mannigfaltigkeit vorauszusetzen. Lorentz-Invarianz wird als epistemisch charakterisiert: als Eigenschaft der Koordinatentransformationen zwischen Beobachterrahmen, nicht als ontische Eigenschaft der Welt. Quantenmechanische Einzelgeschichtlichkeit folgt aus Informationsdiffusion — nicht aus einem ontischen Kollaps und nicht aus einer Aufspaltung in Parallelrealitäten. Das Programm etabliert zwei formale Theoreme (Theorem 1: Eigenzeit ist stetig; Theorem 2: Erhaltungsgrößen ħ, L, mc² aus Noether auf S¹ × S²) sowie zwei strukturelle Vermutungen (Conjecture 1: vollständige Noether-Struktur der Triade; Conjecture 2: kategoriale Eigenzeitrate-Schwelle bei χ = 1, operationalisiert als Massenverhältnis χ = m_Referenz/m_langsam). Die Lorentz-Kovarianz der Eigenzeit-Korrelationen ist als strukturelles Argument skizziert (Proposition 1, Beweisskizze). Eine falsifizierbare strukturelle Vorhersage: Die Schwelle zwischen Quantenregime und klassischem Regime ist kategorial, nicht graduell — sie liegt bei der Minimalstruktur für eine realisierte Eigenzeitrate (intern dynamische Triade)
Das Seinsform-Modell (SFM) wird in diesem Arbeitsstand als präsentistische Deutung der Quantentheorie formuliert: Wirklich sind nur Ereignisse und eine globale Möglichkeitsstruktur in einer objektiven, von innen unbeobachtbaren Gegenwart. Die Möglichkeitsstruktur entwickelt sich zwischen Ereignissen nach der quantenmechanischen Dynamik; an Ereignissen wird sie nach der Lüders-Regel reduziert, beschränkt auf die unterschiedenen Alternativen und das mit ihnen Verschränkte. Ein Ereignis tritt ein, sobald die Alternativen durch Einschreibung in viele Freiheitsgrade so weit getrennt sind, dass ihre noch erreichbare Interferenz unter einen Schwellenwert ε fällt. Die Einschreibung kann in die Umgebung oder in innere Freiheitsgrade des Systems erfolgen. Welche Alternative verwirklicht wird, ist Zufall mit Born-Wahrscheinlichkeiten. Als Schwellenwert wird der Kehrwert der größten Zahl im Universum möglicher Elementaroperationen vorgeschlagen. Phasen werden als angesammelte Eigenzeit innerer Uhren gedeutet; daraus folgt im nichtrelativistischen Grenzfall die De-Broglie- Wellenlänge. Die frühere Seinspunkt-Ontologie (SP) ist versuchsweise suspendiert. Mehrere ältere Aussagen des SFM sind damit revisionsbedürftig (Abschnitt 8). Die wichtigsten offenen Punkte sind die genaue Bedeutung von „erreichbar” im Ereigniskriterium, die Eindeutigkeit der Zerlegung in Alternativen, die relativistische Formulierung der Dynamik, die Darstellung der Photonphase und der Status des Raumes ohne SP-Ontologie. Status: Arbeitsdokument zur Vorlage bei externen Kritikern. Der Text entstand im Dialog; alle philosophischen Grundentscheidungen stammen vom Autor. Literaturangaben sind aus dem Gedächtnis zusammengestellt und vor jeder Veröffentlichung zu prüfen.
Im ersten Abschnitt dieser Arbeit versuchen wir, die algebraische Struktur, welche im Rahmen der dissipativen Quantenmechanik unter Verwendung des Influenzfunktionals auftritt, herauszuarbeiten. Dies erlaubt uns einen tieferen Einblick in ansonsten unübersichtliche und langwierige Rechenschritte, speziell im Realzeitformalismus, und ermöglicht uns eine leichtere Identifikation der dabei auftretenden Terme und deren Ursprung aus dem zugrunde liegenden Modell als auch deren physikalische Bedeutung. Die verwendeten Methoden haben wir soweit als möglich in konsistenter und anschaulicher Form eingeführt, so dass diese Arbeit ohne spezielle Kenntnis des Gebietes der dissipativen Quantenmechanik gelesen werden kann. Besonderen Wert haben wir auf den Übergang von der quantenmechanischen auf die klassische Beschreibung von dissipativen Vorgängen gelegt, da ein Verständnis dieses Übergangs eine tiefere Einsicht in den Messprozess liefert. In der selben Weise ist damit auch der Übergang von der mikroskopischen - durch die Quantenmechanik beschriebenen - Welt in die makroskopische Welt verbunden, welche den Gesetzen der klassischen Mechanik folgt. Zusätzlich zeigen wir, wie die Resultate der Influenzfunktionalmethode stochastisch interpretiert werden können, was einen leichteren Vergleich mit der bekannten quantenmechanischen Zeitentwicklung durch die Schrödingergleichung erlaubt. Im weiteren betrachten wir die sogenannte Tight-Binding Näherung von Modellen, bei welchen sich der Hamiltonraum für die Systembeschreibung im wesentlichen durch diskrete Eigenzustände des Ortsoperators ausdrücken lässt und Übergänge zwischen diesen Zuständen unterdrückt sind, wodurch eine Propagation entweder durch ein Tunneln oder durch thermische Anregung erfolgt. Im Rahmen der dissipativen Quantenmechanik bringt diese Methode eine immense Vereinfachung in der effektiven Beschreibung des Systems, da Anstelle einer ganzen Historie von Systempfaden nur noch die Übergangszeiten mit den entsprechenden Übergängen berücksichtigt werden müssen. Im Bild des Pfadintegralformalismus bedeutet dies, dass Anstelle des Integrals über alle Systempfade ein Produkt von Integrationen über alle möglichen Sprungzeiten mit Sprunggewichten entsprechend des Übergangs rückt, welches analytisch als auch numerisch wesentlich einfacher handzuhaben ist. Innerhalb dieser Näherung wurden dadurch in der Vergangenheit viele beeindruckende analytische Resultate abgeleitet. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit der Abbildung und dem Zusammenhang von dissipativen Modellen mit Feldmodellen aus der Quantenfeldtheorie und im besonderen der Feldtheorie statistischer Systeme. Der Reiz dieser Abbildungen liegt besonders darin, dass in den letztgenannten Gebieten schon seit Jahrzehnten sehr intensiv die grundlegenden Modelle bearbeitet wurden und vor allem auch nach neuen Methoden gesucht und Forschung dafür betrieben wurde und noch immer Gegenstand der aktuellen Forschung darstellt. Als Beispiel sei in zwei Dimensionen die Invarianz unter konformen Abbildungen genannt, welche immer dann Anwendung findet, wenn Systeme nur lokal wechselwirken und eine Invarianz unter lokaler Umskalierung der Felder zeigen. Bei statistischen Systemen mit lokaler Wechselwirkung zeigt sich dieses Verhalten immer beim Erreichen eines kritischen Punktes, da hier per Definition keine Längenskala ausgezeichnet ist. In zwei Dimensionen führt dies zu einer immensen Einschränkung der möglichen Form von Korrelationsfunktionen und hat zu dem eigenständigen Gebiet der Konformen Feldtheorie geführt, da konforme Abbildungen per Definition die lokale Struktur erhalten (Winkeltreue) und lokal nur zu einer Unskalierung führen. Während in D>2 Dimensionen nur endlich viele Generatoren für konforme Abbildungen existieren, ist deren Anzahl in 2 Dimensionen unendlich. Dies resultiert in einer unendlichen Anzahl von lokalen Erhaltungsgrößen mit den entsprechenden Folgen. Während solche Techniken sehr schnell unanschaulich werden, erlaubt die Abbildung auf dissipative Modelle hier oftmals eine sehr anschauliche Interpretation.
In dieser Arbeit wird eine spezielle Klasse verallgemeinerter Messungen in der Quantenmechanik untersucht. Es handelt sich um sogenannte unscharfe Messungen. Mathematisch sind sie durch vertauschende Effekte und reine Operationen (d.h. reine Zustände werden durch den Messprozess auf reine Zustände abgebildet) gekennzeichnet. Physikalisch bedeutet das, man kann sie als Messungen herkömmlicher Messgrößen wie z.B. Energie, Ort oder Spin auffassen, und sie produzieren kein klassisches Rauschen. In der Praxis treten sie u.a. auf, wenn die Kopplung zwischen Messgerät und zu vermessendem System sehr schwach ist. Daher sind sie verwandt mit den schwachen Messungen von Aharonov und Vaidman, die über eine solche schwache Kopplung definiert sind. Die Streuung der Messwerte einer unscharfen Messung ist größer als die einer vergleichbaren Projektionsmessung, daher die Bezeichnung "unscharf". Damit verbunden ist aber häufig auch eine geringere Störung des zu vermessenden Systems. Falls die Störung gering ist, wird die Messung auch "schwach" genannt. Das Verhältnis zwischen Informationsgewinn und Störung (Zustandsänderung) durch die Messung nimmt für minimale, unscharfe Messungen eine einfache Form an: die Zustandsänderung entspricht der Änderung der Wahrscheinlichkeitverteilung der Messergebnisse. Da letztere wiederum dem Informationsgewinn durch die Messung entspricht (der Informationsgewinn kann durch die negative Änderung der Shannon-Entropie gemessen werden), sind Informationsgewinn und Störung äquivalent. Die Messung von Dynamik an einem einzelnen Quantensystem in Echtzeit ist ein Anwendungsgebiet für unscharfe Messungen. Ein Folge von unscharfen Messungen wird in dieser Arbeit vorgestellt, die die Rabioszillationen eines einzelnen Zwei-Niveau-Systems in Echtzeit gewährleisten soll. Als Maß für die Auflösung einer kurzen Sequenz von Messungen (N-Serie) wurde die sogenannte Niveau-Auflösungszeit aus der Streuung der Messresultate einer N-Serie gewonnen. Es stellte sich heraus, dass diese proportional zur Dekohärenzzeit ist, die ein Maß für die Störung des Zwei-Niveau-Systems darstellt. Monte-Carlo-Simulationen der sequentiellen Messung zeigen, dass eine Visualisierung der Rabioszillationen möglich ist. Bedingung dafür ist, dass die Niveau-Auflösungszeit ungefähr gleich der Rabi-Periode ist. Eine Realisierung einer Folge von unscharfen Messungen wird anhand eines quantenoptischen Systems aus der Hohlraumresonator-QED beschrieben. Schliesslich wird die Entwicklung eines Qubits mit Hamiltonischer Dynamik unter dem Einfluss einer Folge von unscharfen Messungen beschrieben. Differenzengleichungen werden hergeleitet um die zeitliche Entwicklung des Zwei-Niveau-Systems darzustellen. Verschiedene Effekte treten auf: u.a. eine zusätzliche unitäre Dynamik, verursacht durch den unitären Anteil der Back-action'' des Messapparates und Dekohärenz aufgrund dieses unitären Anteils sowie aufgrund des Informationsgewinnes. Es kommt auch zu einer Art Reibung (Dissipation). Im Grenzwert kontinuierlicher Messungen verschwinden die meisten dieser Effekte. Für diesen Grenzwert wird eine Mastergleichung angegeben, die die Zustandsdynamik bei einer sequentiellen Messung näherungsweise beschreibt. Das erste Kapitel dieser Arbeit enthält eine Diskussion der Auswirkungen der Stochastik auf die Struktur der Quantenmechanik. Ausgehend von der Zufälligkeit des Ausganges von Quantenmessungen und der nicht-eindeutigen Zerlegbarkeit von gemischten Zuständen in reine Zustände ergibt sich eine Motivation für drei der vier Axiome der Quantenmechanik.
DiDiese Arbeit stellt eine neue Theorie vor, die Quantenphysik, Relativitätstheorie und Kosmologie auf einem einzigen Grundprinzip aufbaut: Das Universum ist ein quanteninformationsverarbeitendes System, dessen Grundtakt die Planck-Frequenz ist. Diese Grundfrequenz ist nicht starr, sondern moduliert — ähnlich einer FM-Modulation in der Nachrichtentechnik. Diese Arbeit stellt eine neue Theorie vor, die Quantenphysik, Relativitätstheorie und Kosmologie auf einem einzigen Grundprinzip aufbaut: Das Universum ist ein quanteninformationsverarbeitendes System, dessen Grundtakt die Planck-Frequenz ist. Diese Grundfrequenz ist nicht starr, sondern moduliert — ähnlich einer FM-Modulation in der Nachrichtentechnik. Aus diesem Prinzip ergeben sich mehrere Schlussfolgerungen: Das scheinbare Interferenzmuster beim Doppelspaltexperiment ist keine echte Wellensuperposition, sondern ein Modulationsmuster des Grundtakts. Superposition und Quantenverschränkung im klassischen Sinne existieren nicht — die scheinbare Unbestimmtheit ist die Lücke zwischen zwei Planck-Takten. Die kosmologische Rotverschiebung erklärt sich durch denselben Modulationsfaktor, was die fließenden statt harten Spektralübergänge erklärt. Licht ist das primäre Informationsmedium des Universums. Die Theorie verbindet Einstein und Planck ohne Widerspruch und macht konkrete, überprüfbare Vorhersagen anhand bekannter Messdaten.
In einer vollständigen Theorie gibt es zu jedem Element der Realität stets ein entsprechendes Element. Eine hinreichende Bedingung für die Realität einer physikalischen Größe ist die Möglichkeit, sie mit Sicherheit vorherzusagen, ohne das System zu stören. In der Quantenmechanik schließt im Falle von zwei physikalischen Größen, die durch nicht-kommutierende Operatoren beschrieben werden, das Wissen von der einen das Wissen von der anderen aus. Dann ist entweder (1) die Beschreibung der Realität, die durch die Wellenfunktion in der Quantenmechanik gegeben wird, nicht vollständig oder (2) diesen beiden Größen kann nicht gleichzeitig Realität zukommen. Die Betrachtung des Problems, Vorhersagen bezüglich eines Systems auf der Grundlage von Messungen zu machen, die an einem anderen System, das zuvor mit dem ersteren in Wechselwirkung stand, ausgeführt wurden, führen auf das Ergebnis, daß wenn (1) falsch ist, dann auch (2) falsch ist. Man wird so zu dem Schluß geführt, daß die Beschreibung der Realität, wie sie von der Wellenfunktion geleistet wird, nicht vollständig ist.
Diese Arbeit untersucht das Doppelspaltexperiment aus der Perspektive der Selbstreferenziellen Gegensatz-Theorie (SrGT) und entwickelt einen mathematisch strukturierten Vergleich zwischen etablierter Quantenmechanik und SrGT-Ereignisontologie. Die etablierte Quantenmechanik beschreibt Interferenz, Weginformation, Kohärenz und die statistische Verteilung der Messergebnisse mit hoher Präzision. Die SrGT setzt nicht an einer behaupteten quantitativen Unzulänglichkeit dieser Beschreibung an, sondern untersucht eine darunterliegende Frage: Warum kann ein einzelnes tatsächlich erscheinendes Messergebnis als eindeutige Gegenwart verstanden werden, obwohl sein zukünftiger Ausgang aus der gerichteten 3D-Vorauslage nicht vollständig vorausberechenbar ist? Die Arbeit entwickelt hierzu den Begriff der identifikativen Raumvollendung. Die konkrete Raumrichtung wird nicht als nachträgliche Auswahl zwischen zwei bereits fertigen Möglichkeiten verstanden, sondern als Bestandteil der vollständigen Identitäts- und Raumrelation des Ereignisses. Gleichzeitig wird gezeigt, warum eine solche eindeutige Raumrichtungs-Komponente nicht mit einer kontextunabhängigen klassischen Ein-Spalt-Bahn gleichgesetzt werden darf: Der vollständige Zwei-Spalt-Kontext muss relational wirksam bleiben, wenn die beobachtete Interferenz reproduziert werden soll. Mathematisch verbindet die Arbeit den binomial-rekursiven SrGT-Dimensionszusammenhang, die dimensionsübergreifende Qualitätsrekonstruktion, Primprovenienz und Ereignisadressierung mit einem konkreten Forschungsprogramm zur Quantenphysik. Im Zentrum stehen die offene Herleitung eines SrGT-Ereignismaßes, dessen 3D-Projektion die Born-Verteilung reproduziert, die Herleitung quantenmechanischer Kohärenz aus der SrGT-Ereignisstruktur sowie die physikalische Operationalisierung der SrGT-Adresse. Die Arbeit beansprucht gegenwärtig keine von der Quantenmechanik abweichende Interferenzkurve und keine Vorhersage des einzelnen zukünftigen Weges. Ihr Forschungsziel besteht darin, bekannten quantenphysikalischen Wirkungen einen mathematisch, physikalisch und philosophisch formulierbaren tieferen Ursachezusammenhang zu geben und daraus gegebenenfalls neue überprüfbare Forschungsfragen abzuleiten. Status: Publizierte Arbeitsfassung / Preprint. Nicht peer-reviewed. christian.janisch@srgt-research.org