Eigenzeit-Uhren als Primitiv - Ein physikalisches Rahmenprogramm ohne Blockuniversum und ohne Viele-Welten
Ulrich Meixner
Wir schlagen ein physikalisches Rahmenprogramm vor — das Seinsform-Modell Y (SFM-Y) — das weder das Blockuniversum (BU) noch die Viele-Welten-Interpretation (MWI) voraussetzt. Das Primitiv des Programms ist die Eigenzeit-Uhr: jedes massive System trägt eine interne periodische Struktur mit Frequenz ω = mc²/ħ. Aus diesem Primitiv werden Gleichzeitigkeit, Gleichörtlichkeit und Trajektorien relational konstruiert, ohne eine vorgängige Raumzeit-Mannigfaltigkeit vorauszusetzen. Lorentz-Invarianz wird als epistemisch charakterisiert: als Eigenschaft der Koordinatentransformationen zwischen Beobachterrahmen, nicht als ontische Eigenschaft der Welt. Quantenmechanische Einzelgeschichtlichkeit folgt aus Informationsdiffusion — nicht aus einem ontischen Kollaps und nicht aus einer Aufspaltung in Parallelrealitäten. Das Programm etabliert zwei formale Theoreme (Theorem 1: Eigenzeit ist stetig; Theorem 2: Erhaltungsgrößen ħ, L, mc² aus Noether auf S¹ × S²) sowie zwei strukturelle Vermutungen (Conjecture 1: vollständige Noether-Struktur der Triade; Conjecture 2: kategoriale Eigenzeitrate-Schwelle bei χ = 1, operationalisiert als Massenverhältnis χ = m_Referenz/m_langsam). Die Lorentz-Kovarianz der Eigenzeit-Korrelationen ist als strukturelles Argument skizziert (Proposition 1, Beweisskizze). Eine falsifizierbare strukturelle Vorhersage: Die Schwelle zwischen Quantenregime und klassischem Regime ist kategorial, nicht graduell — sie liegt bei der Minimalstruktur für eine realisierte Eigenzeitrate (intern dynamische Triade)
•Jul 19, 2026•0 citations