Die bisher eingeführten Operatoren hingen in einfacher Weise mit den
∼iq und
∼ip zusammen, so daß ihre Wirkungsweise sich leicht übersehen ließ. Das ist beim Drehimpulsoperator (4.1)
∼M=∼r×∼p nicht mehr der Fall, so daß dieser Ausdruck gesondert betrachtet werden muß. Hierbei wird sich eine Quantisierung ergeben, die für magnetische Wechselwirkungen von Bedeutung ist. Auf die damit verknüpfte Atomphysik soll allerdings nicht eingegangen werden.
Abstract Es wird gezeigt, daß sich die Zustände des Spins in völliger Analogie zu denen anderer quantenmechanischer Größen durch stetige Eigenfunktionen gewisser Differentialoperatoren beschreiben lassen. Während die Kugelfunktionen mit halbzahligem Index hierfür bekanntlich wegen ihrer Transformationseigenschaften nicht in Frage kommen, besitzt bereits der Schrödingersche Drehimpulsoperator des Zweikörperproblems (echte) Eigenfunktionen zu halbzahli-gen Eigenwerten. Das Modell von Goudsmit-Uhlenbeck und das feldmechanische Modell des Spins werden unter diesem neuen Gesichtspunkt diskutiert.