Abstract Es wird die Intensitätskorrelationsfunktion für die Strahlung eines spontan emittierenden, anfänglich vollständig angeregten Zwei‐Atom‐Systems mit Hilfe der Lehmbergschen Mastergleichung und des Quanten‐Fluktuations‐Regressionstheorems berechnet. Während des Ausstrahlungsprozesses wechseln sich Bunching‐ und Antibunchingeffekte der Photonen ab, wobei es von der Beobachtungsrichtung und von dem Abstand der Atome abhängt, welcher dieser Effekte zuerst erscheint. Dabei können am Ende des Ausstrahlungsprozesses stark erhöhte Koinzidenzen auftreten.
In der vorliegenden Arbeit wird die Interferenz zweier einzelner Photonen mit individuell einstellbarer Wellenlänge studiert. Die Photonen werden nacheinander mittels einer adiabatischen Passage in einem Atom-Resonator-System generiert, durchlaufen zwei verschieden lange optische Fasern und treffen zeitgleich auf einen Strahlteiler. Die Dauer der Photonen-Wellenpakete übersteigt die Zeitauflösung der beiden Detektoren an den Ausgängen des Strahlteilers. Somit kann die Koinzidenz von Photodetektionen erstmals in Abhängigkeit der Zeit zwischen den Detektionsereignissen untersucht werden. Dabei zeigt sich, dass die Photonen niemals gleichzeitig in den beiden Strahlteilerausgängen detektiert werden, selbst wenn sie durch ihre Frequenz oder ihre Ankunftszeit am Strahlteiler unterscheidbar sind. Für Photonen definierter Frequenzdifferenz oszilliert die Koinzidenzwahrscheinlichkeit mit dem Zeitabstand der Photodetektionen. Die Visibilität dieser Oszillation von nahezu 100 % ist auf die Quantennatur des Lichtes zurückzuführen und klassisch nicht erklärbar.
Die vorliegende Arbeit besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil deckt im wesentlichen Literatur von Vielelektronensystemen in kondensierter Materie ab und fasst alle theoretischen Grundlagen zusammen, die notwendig sind um die GW-Näherung der Schwinger-Dyson- Gleichungen mit der Dynamischen Molekularfeldtheorie (DMFT) zu kombinieren. Die Vereinigung von GW mit DMFT (besprochen in Kapitel 4) ist theoretisch anspruchsvoll und benötigt eine detailierte Einführung in die diagramatische Störungstheorie (Kapitel 2 und 3), um eine konsistente Therminologie für das Verständnis des zweiten Teils der vorliegenden Disseratation aufzubauen. Der zweite Teil der vorliegenden Arbeit beinhaltet zwei Kapitel, in denen methodologische Entwicklungen für das Ausführen von praktischen GW+DMFT-Rechnungen vorgestellt werden beginnend mit einem effizienten Algorithmus für die Berechnung der elektronischen Korrelationsenergie in der Random-Phase-Approximation (RPA) in Kapitel 5. Da die GW-Näherung mit der RPA eng verwandt ist, kann der präsentierte RPA-Algorithmus als der erste Schritt zu einem effizienten GW-Algorithmus betrachtet werden. In Kapitel 6 wird ein vereinfachter GW+DMFT-Zugang vorgestellt. Das beinhaltet die Ableitung einer beschränkten RPA-Methode (CRPA), welche die Berechnung der effektiven Wechselwirkung im korrelierten Unterraum, der durch die DMFT akkurat beschrieben wird, erlaubt. Um die Spektralfunktion von SrVO3 zu berechnen, werden im letzten Teil die Quasi-Teilchen-GW- mit der DMFT-Näherung kombiniert. Das Resultat dieser Kombination führt zu einer guten Übereinstimmung mit dem Experiment.