In dieser experimentellen Arbeit wird ein polarisationsunabhäniger, schneller, interferometrisch schaltbarer Strahlteiler vorgestellt. Dieser besteht aus einem Mach-Zehnder Interferometer mit jeweils einer Pockels Zelle in jedem Arm. Die Pockels Zellen variieren die Phase des transmittierten Strahls indem sie eine Doppelbrechung in einem optischen Kristall mithilfe eines elektrischen Feldes induzieren. Dadurch kann das Verhältnis von Transmission und Reflexion des interferometrischen Stahlteilers geändert werden. Die Effizienz unseres Setups wurde mit Hilfe von verschränkten Photonen Paaren aus einer kollinearen SPDC Quelle getestet. Der Phasenschub Kontrast liegt bei 95% für Photonen in H/V und +/- polarisations Basis. Die Einschaltzeit der Pockels Zellen beträgt 6 ns bei einer Wiederholungsrate von 2.5 MHz. Weiters wurde der dieses Setup benutzt um ein delayed-choice Hong-Ou-Mandel Interferenz Experiment durchzuführen. Photonen einer kollinearen SPDC Quelle wurde zu den Eingängen des Interferometers geschickt. Die Pockels Zellen wurden von einem Quanten Zufallszahlen Generator gesteuert welcher sich in 40 m Entfernung von unserem Labor befand. Wir betrachteten die Koinzidenzen zwischen den beiden Ausgängen des Interferometers in Kombination mit dem ON/OFF Status der Pockels Zellen. Wenn die Pockels Zelle auf ON gestellt war und das Interferometer dadurch als Strahlteiler fungierte, konnten wir zwei-Photonen Interferenz sehen. Waren die Pockels Zellen jedoch OFF, wussten wir genau welches Eingangsphoton welchen Ausgang genommen hatte. In diesem Fall lässt sich keine Interferenz feststellen. Die Messergebnisse zeigen, dass Komplementarität zwischen Interferenz und "welcher-Weg" Information auch in einem zwei-Photonen Experiment gültig ist. Außerdem ist diese unabhängig von der raum-zeitlichen Anordnung zwischen dem Enstehungsprozess der Photonen und der Entscheidung welches Experiment durchgeführt wird.