Die in Heft 11 der Physikalischen Blatter veroffentlichten Aufsatze von E .J. Dijksterhuis I ) und H. Scheffers2) enthalten einige fur das Folgende gewichtige Hinweise, die sich etwa so zusammenfassen lassen:
Abstract Der folgende Aufsatz ist ein Beitrag zur Interpretation der Quantenmechanik. In ihm wird der Versuch unternommen, einer unter Quantenphysikern weit verbreiteten positivistisch geprägten ‚Beruhigungsphilosophie’︁ (dies ist ein Ausdruck Einsteins), die wissenschaftliche Theorien nur als Instrumente zur Vorhersage von Beobachtbarem ansieht und sich auf diese Weise den Umgang mit der Quantentheorie in gewisser Hinsicht leicht macht, eine ambitioniertere Deutung der Quantentheorie entgegenzusetzen. Nach einer längeren, rein philosophischen Einführung zeigt der Autor, wie einige zentrale quantenmechanische Interpretationsprobleme — vor allem das Problem der Nichtlokalität — im Sinne seines „internen Realismus”︁ behandelt werden können. Die physikalischen Grundlagen dieser Diskussion sind z. B. im Aufsatz „Nonseparability and the Tentative Descriptions of Reality”︁ von B. d'Espagnat, Physics Reports 110, No. 4 (1984) 201–264, ausführlich beschrieben. Ferner sei auf die Beiträge von B. S. De‐Witt „Quantum Mechanics and Reality”︁, Physics today September 1970, S. 30 und April 1971, S. 36 sowie von W. Mücken‐heim „Das EPR‐Paradoxon und die Unbestimmtheit der Realität”︁, Physikalische Blätter Oktober 1983, S. 331 hingewiesen. Hilary Putnam ist einer der renommiertesten und scharfsinnigsten amerikanischen Philosophen der Gegenwart. Er bemüht sich zur Zeit darum, eine umfassende und konsistente Position des philosophischen Realismus zu entwickeln, die er „interner Realismus”︁ nennt.
Abstract Der Beitrag „Instantanes Tunneln”︁ von G. Nimtz im Dezember‐Heft 1993 der Physikalischen Blätter (S. 1119), hat engagierten Widerspruch hervorgerufen. Die Interpretation der Nimtzschen Ergebnisse als Energieübertragung mit Geschwindigkeiten größer als c wird in den folgenden Zuschriften bestritten: P. Thoma und Th. Weiland zeigen auf, daß sich die Ergebnisse vollständig im Rahmen der Maxwell‐Theorie verifizieren lassen, aber dennoch kein Energietransport mit ν > c vorliegt, G. Eilenberger demonstriert die Inkompatibilität der Schlußfolgerung von G. Nimtz mit dem derzeitigen theoretischen Verständnis.