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Vom Photoeffekt zur Quantencomputer-Diagnostik

Christian Jänisch

Published Jul 17, 2026• 0 citations
Publisher

Abstract

Diese allgemeinverständliche Kurzfassung erläutert den Zusammenhang zwischen der SrGT-Interpretation des Photoeffekts, der photonischen Grundlegung von Selbstreferenz, der SrGT-Deutung von Superposition, der Reinterpretation von Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit sowie den daraus folgenden Überlegungen zu Dekohärenz und Quantencomputing-Diagnostik. Die Kurzfassung knüpft an zwei SrGT-Vorarbeiten an: erstens an die SrGT-Photoeffektarbeit, in der der Photoeffekt nicht als bloßer Stoß eines photonischen Energiepakets auf ein Elektron, sondern als lichtrelative Aktivierung einer Elektron-Material-Raum-Bezugnahme verstanden wird; zweitens an die Grundlagenarbeit „Die photonische Notwendigkeit der Selbstreferenz“, Version 1.1, in der photonische Vermittlung als Strukturbedingung von Selbstreferenz, Superposition, Ereignisbindung und Dekohärenz ausgearbeitet wird. Die bestehende Physik wird dabei nicht verworfen. Die klassischen und quantenphysikalischen Formeln des Lichts, des Photoeffekts und der Quantenmechanik bleiben gültig. Die SrGT stellt jedoch eine zusätzliche Strukturfrage: Was muss gegeben sein, damit Licht nicht nur als Energiequant erscheint, sondern als Vermittlung wirken kann? In dieser Sicht ist das Photonische nicht zuerst ein selbsthaftes Teilchen, sondern eine Vermittlungsform, durch die Unterschied, Raumantwort und Selbstreferenz verbunden werden. Aus dieser Perspektive wird Superposition nicht als gleichzeitiges Vorliegen fertiger Möglichkeiten verstanden, sondern als kontrollierte Nichtidentifizierbarkeit vor Ereignisbindung. Wahrscheinlichkeit bezeichnet dann keine bereits vorhandene identifikative Möglichkeit, sondern eine Rahmentendenz innerhalb einer vorbereiteten Konstellation. Messung wird als Ereignisbindung verstanden: Eine offene Konstellation wird in ein konkretes Messergebnis überführt. Dekohärenz erscheint in dieser Lesart nicht nur als technischer Kohärenzverlust oder Rauschen, sondern als Verlust innerer Konstellationsschärfe durch ungewollte Ereignisbindung, Umweltkopplung, Materialeinfluss, Messung, Steuerungsfehler, Phasenverlust oder Skalierungsbelastung. Für Quantencomputing ergibt sich daraus kein bereits bewiesenes technisches Verbesserungsversprechen. Vielmehr formuliert die SrGT eine prüfbare Diagnoseperspektive. Das SrGT-CVP-Modell, das Constellation Validity Profile, soll etablierte Quantenhardware-Metriken wie T1, T2, Gate-Fidelity, Readout-Fidelity, SPAM, Cross-Talk, Leakage, Layer Fidelity, Logical Error Rate, Quantum Volume oder CLOPS nicht ersetzen, sondern in einem gemeinsamen Konstellationsprofil ordnen. Die zentrale Prüffrage lautet: Kann SrGT-CVP vorhandene Quantenhardware-Daten so auswerten, dass Stabilitätsverluste, Dekohärenzprofile, Readout-Probleme oder Skalierungsrisiken früher, robuster oder entscheidungsrelevanter sichtbar werden als durch Einzelmetriken allein? Diese Kurzfassung richtet sich an interessierte Leserinnen und Leser ohne physikalische Spezialisierung. Sie soll den Zusammenhang zwischen Photoeffekt, photonischer Vermittlung, Schrödingergleichung, Superposition, Messung, Dekohärenz und möglicher Quantencomputing-Diagnostik verständlich machen. christian.janisch@srgt-research.org

DOI
10.5281/zenodo.21417220

Related papers

Die photonische Notwendigkeit der Selbstreferenz: SrGT-Konstellationsschärfe, Superposition und Dekohärenz als Grundlage einer erweiterten Quantenphysik und Quantencomputing-Diagnostik

Christian Jänisch

Die vorliegende Arbeit entwickelt eine grundlegende SrGT-Bestimmung des Photonischen als nicht-identitäre Vermittlungsstruktur zwischen totalem Unterschied, Raumantwort, Selbstreferenzialität und späterer Identitätsfähigkeit. Das Photonische wird dabei nicht als isoliertes Teilchen, nicht als selbsthafte Identität und nicht als Besitzträger von Energie verstanden, sondern als Vermittlungswirklichkeit, durch die ein präidentifikativer Unterschied in eine raumfähige selbstreferenzielle Ordnung überführt werden kann. Die klassische Physik wird in dieser Arbeit nicht verworfen. Die Beziehungen E=h⋅fE=h\cdot fE=h⋅f, c=λ⋅fc=\lambda\cdot fc=λ⋅f und p=h/λp=h/\lambdap=h/λ bleiben als experimentell bewährte Außenspuren erhalten. Die SrGT fragt jedoch nach einer tieferen Struktur: Was muss bereits geschehen sein, damit Licht als Licht, Photon als Photon und Superposition als quantisch geführte Nichtidentifizierbarkeit erscheinen können? Version 1.1 präzisiert gegenüber der früheren Fassung insbesondere den methodischen Status der SrGT-Konstellationsschärfe im Hinblick auf Quantencomputing. Der Anspruch wird nun dreistufig bestimmt: A1: SrGT-StrukturmodellA2: validierbare Diagnose- und EntwicklungsheuristikA3: mögliche technische Verbesserung nach Datenvalidierung Damit wird ausdrücklich nicht behauptet, dass die SrGT bereits eine technische Dekohärenzverbesserung bewiesen habe. Vielmehr formuliert sie ein Struktur- und Diagnosemodell, mit dem Superposition, Dekohärenz, Phasenbindung, Readout, Gate-Fehler, Drift, Cross-Talk und Skalierung als gemeinsame Ergebnis-Konstellation analysiert werden können. Ein zentrales neues Element der Version 1.1 ist das Constellation Validity Profile CVPw(K)CVP_w(K)CVPw(K). Dieses Profil ersetzt keine etablierten Quantencomputing-Metriken wie T1T_1T1, T2T_2T2, Gate-Fidelity, Readout-Fidelity, SPAM-Fehler, Cross-Talk, Leakage, Layer Fidelity, Quantum Volume, CLOPS oder Logical Error Rate. Es ordnet solche Größen jedoch in eine SrGT-interne Tragfähigkeitsstruktur ein. Dadurch entsteht die prüfbare Frage, ob SrGT-CVP Konstellationsschwächen früher, robuster oder entscheidungsrelevanter sichtbar machen kann als Einzelmetriken allein. Die Arbeit ergänzt außerdem eine mathematische Modellbegründung dafür, dass SrGT-CVP nicht bloß eine Addition vorhandener Einzelmetriken darstellt. Gleiche äußere Ergebniswahrscheinlichkeit bedeutet nicht notwendig gleiche innere Superpositions-Konstellation. Insbesondere wird gezeigt, dass zwei Qubit-Zustände dieselben 0/1-Messwahrscheinlichkeiten besitzen können, aber durch unterschiedliche relative Phase eine unterschiedliche innere Konstellationsstruktur aufweisen. Daraus folgt die SrGT-Unterscheidung zwischen äußerer Ergebniswahrscheinlichkeit PjP_jPj, innerer Konstellationstragfähigkeit CVPw(K)CVP_w(K)CVPw(K) und SrGT-Ergebnis-Tragfähigkeit Sj=Pj⋅CVPw(K)S_j=P_j\cdot CVP_w(K)Sj=Pj⋅CVPw(K). Version 1.1 enthält ferner eine methodische Entschärfung der Beispielrechnung zur Konstellationsschärfe. Der dort auftretende Faktor 35 wird nicht als empirischer Leistungsnachweis verstanden, sondern als didaktische Illustration dafür, dass Ergebniswahrscheinlichkeit und Konstellationstragfähigkeit auseinanderfallen können. Die tatsächliche technische Relevanz der SrGT-CVP-Diagnostik hängt von einer späteren Prüfung an realen Quantenhardware-Daten ab. Die Arbeit positioniert sich damit als SrGT-Grundlagenarbeit und als Vorbereitung eines validierbaren Forschungsprogramms zu Superposition, Dekohärenz, photonischer Vermittlung und Quantencomputing-Diagnostik. Sie beansprucht nicht, die Quantenmechanik zu ersetzen, sondern eine zusätzliche Strukturdiagnostik zu formulieren, deren technischer Nutzen erst durch empirische Fallstudien mit realen Quantenhardware-Daten entschieden werden kann. christian.janisch@srgt-research.org © 2026 Christian Janisch. All rights reserved.

•Jun 23, 2026•2 citations

Der Photoeffekt als lichtrelative Aktivierung einer Elektron-Material-Raum-Bezugnahme

Christian Jänisch

Diese Arbeit entwickelt eine SrGT-Interpretation des Photoeffekts als lichtrelative Aktivierung einer Elektron-Material-Raum-Bezugnahme. Ausgangspunkt ist die klassische einsteinsche Photoeffektgleichung: E_kin = h*f - Phi Diese Gleichung wird nicht verworfen, sondern als äußerer Grenzfall einer tieferen selbstreferenziell-gegensätzlichen Ereignisstruktur gelesen. Der zentrale Beitrag der Arbeit liegt in einer Neubestimmung des Photonstatus. Das Photon wird im SrGT-Rahmen nicht als isoliertes Energiepaket oder selbsthafte Identität verstanden, sondern als dimensionalisierte Vermittlungsfunktion zwischen Gegensätzlichkeit, Raumsubjekt und Identität. Die klassische Lichtwirkung h*f bleibt als Messform erhalten, wird jedoch SrGT-haft als 3D-Außenspur einer photonischen Vermittlung gedeutet. Daraus ergibt sich die Unterscheidung: E_gamma,Selbst = 0 E_gamma,Wirkung = h*f Die Arbeit verbindet diese Photonbestimmung mit einer SrGT-Deutung des Doppelspaltexperiments. Der Doppelspalt wird nicht als direkter Nachweis einer Austrittsarbeit verstanden, sondern als Rückbestätigung des SrGT-Photonstatus: Sichtbar wird nicht das Photon selbst, sondern eine Materialantwort auf photonische Vermittlung. Während im Doppelspalt das Schirmmaterial antwortet, antwortet im Photoeffekt die Elektron-Material-Raum-Bezugnahme. Im Hauptteil wird die klassische Austrittsarbeit Phi als äußerer Messwert einer tieferen SrGT-Bewahrungsschwelle K_eM interpretiert. Die SrGT-Form des Photoeffekts lautet: E_kin,SrGT = hfalpha_Akt(c, B_eM, S) - K_eM Im klassischen Grenzfall alpha_Akt(c, B_eM, S) = 1 und K_eM = Phi fällt diese Gleichung auf die einsteinsche Photoeffektgleichung zurück: E_kin,SrGT = h*f - Phi = E_kin Die neue forschungsrelevante These lautet, dass die Austrittsschwelle realer Materialien nahe der Grenze nicht als idealer Punkt, sondern als reproduzierbares, material- und oberflächenabhängiges Schwellenfeld erscheint: K_eM = mu(K_eM) +/- sigma(K_eM) Besondere experimentelle Relevanz erhalten definierte Kristallflächen und Schwellenbereiche, insbesondere Wolfram, Aluminium, Silber, Kupfer und Platin. Die Arbeit schlägt vor, den Photoeffekt nicht nur hinsichtlich des Auftretens von Elektronenaustritt zu prüfen, sondern hinsichtlich der Form des Schwellenübergangs, der Übergangsbreite und der geordneten Oberflächenabhängigkeit. Die Arbeit versteht sich als SrGT-interner strukturtheoretischer Beitrag zur Grundlagenphysik. Ihre mögliche Bedeutung liegt darin, Photoeffekt, Doppelspalt, Photonbegriff, Materialantwort und Schwellenfeld in einer gemeinsamen Raum-Identitäts-Architektur zu ordnen. Sie beansprucht nicht, die etablierte Quantenphysik experimentell zu ersetzen, sondern schlägt eine tiefere Deutungsebene vor, die physikalisch, mathematisch und philosophisch weiter untersucht werden kann. Author: christian.janisch@srgt-research.org

•Jun 16, 2026•0 citations

Superposition, Verschränkung und Instanziierung – Eine begriffliche Einordnung der Quantenmechanik im Rahmen des Zeit–Energie–Universums

Enrico Johne

Die vorliegende Arbeit bietet eine begriffliche Einordnung zentraler Konzepte der Quantenmechanik im Rahmen des Zeit–Energie–Universums (ZEU). Im Mittelpunkt stehen die Begriffe Superposition, Verschränkung und Wellenkollaps sowie deren Zusammenhang mit dem Konzept der Instanziierung. Ziel ist es nicht, zusätzliche physikalische Mechanismen einzuführen oder bestehende Theorien zu modifizieren, sondern bekannte Phänomene unter einem einheitlichen begrifflichen Gesichtspunkt zu betrachten. Dabei werden quantenmechanische Zustände als Struktur möglicher Instanziierungen verstanden, deren Festlegung nicht als physikalischer Prozess, sondern als logische Bestimmbarkeit innerhalb einer Ordnung eingeordnet wird. Die Betrachtung knüpft an den im ZEU entwickelten begrifflichen Rahmen an und versteht sich als dessen Anwendung auf ein konkretes physikalisches Feld. Sie bietet damit eine Perspektive, die es ermöglicht, bekannte physikalische Phänomene im Zusammenhang von Möglichkeit und Bestimmtheit neu zu betrachten und innerhalb dieses Rahmens weiter zu untersuchen.

•May 4, 2026•0 citations

Semiotische Aspekte der Quantenphysik

Eugen Januschke

Mit Hilfe der Semiotik wird untersucht, wie es der Quantenphysik gelingt, Formeln plausibel zumachen, deren zugrunde liegender physikalischer Sachverhalt nicht einem Alltagsverständnis bzw. einem Verständnis im Sinne der klassischen Physik zugänglich ist. Dabei geht es um eine allgemein anerkannte Art des Verständlichmachens bestimmter physikalischer Formeln jenseits der individuellen Ausprägung von Fähigkeiten des Erklärens und Verstehens, sozialer Phänomene und geschichtlicher Entwicklungen, indem man diesen Formeln jeweils ein bestimmtes Experiment zur Seite stellt. Das Experiment ist dabei so gewählt, dass das physikalische Phänomen, das in der Formel beschrieben wird, im Experiment untersucht wird, so dass sich die Formel dann als Auswertung des Experimentes ergibt. Um den schillernden Begriff des Verständnisses auf das für die Untersuchung Notwendige zu beschränken, wird der Begriff Plausibilisierung eingeführt. In einer hermeneutischen Herangehensweise wird ein geeignetes semiotisches Modell dieser wesentlichen argumentativen Figur der Physik anhand von drei Beispielen physikalischer Phänomene entwickelt: die geradlinige Bewegung eines Körpers mit konstanter Geschwindigkeit für die klassische Physik, das Spektrum des energetisch angeregten Wasserstoffs für die ältere Quantenphysik und die Streuung von Elektronen am Doppelspalt für die moderne Quantenphysik. Für jedes der drei Beispiele lassen sich die betreffende Formel und das zugehörige Experiment jeweils als Zeichen auffassen. Lässt sich die Situation der klassischen Physik gut mit dreistelligen Zeichen erfassen, erweist sich der zweistellige Zeichenbegriff für die Situation der Quantenphysik als adäquater. Die Plausibilisierung als Gefüge dieser beiden Zeichen zwingt nicht zu der Annahme, dass einer Formel als Kompositionen von Elementen der Ausdrucksseite eines gewöhnlichen Textes ein Element auf der Inhaltsseite entspricht. Vielmehr dient die zu plausibilisierende Formel dazu, Elemente der Wirklichkeit auf der Ausdrucks- und Inhaltsseite aufeinander zu beziehen. Die Wirkungsweise des Zeichens in der Plausibilisierung der Quantenphysik ist damit nicht negiert, sondern adäquater als beim gewöhnlichen Text in der Physik. Die Plausibilisierung erlaubt, die semantische Interpretation von Formeln zu relativieren, ohne auf ein Verständnis ihrer zeichenbezogenen Funktionsweise verzichten zu müssen.

•Sep 6, 2010•1 citation

Single photons for quantum information

Massa, Francesco

Quantentechnologien versprechen die Zukunft der Informationsverarbeitung zu revolutionieren, da sie Anwendungen, wie die perfekt sichere Kommunikation sowie den Bau von Computern ermöglichen, die bestimmte Rechenaufgaben schneller als jede klassische Maschine ausführen können. Aus diesem Grund ist die Quanteninformationsforschung zu einem der Hauptforschungsbereiche der heutigen Physik geworden. Einzelne Photonen, sogenannte Lichtquanten, sind eine geeignete Plattform zum Kodieren und Verarbeiten von Quanteninformationen. Insbesondere aufgrund ihrer Mobilität sind Photonen die nat¨urlichste Wahl für Quantenkommunikation. Einer der Hauptnachteile von Photonen ist die fehlende Wechselwirkung zwischen ihnen, was die Realisierung von photonischen ”Quantentransistoren” behindert, die für die Quantenberechnung und Quantensimulation notwendig sind. Außerdem müssen sich die Photonen, unter experimentellen Bedingungen, in nicht idealen Medien ausbreiten, was einen Lichtverlust verursachen kann. Der Verlust von Photonen führt zu Fehlern in den Quantenberechnungsprotokollen und behindert die Quantenkommunikation über große Entfernungen. Viele Forschungsanstrengungen in der Quantenphotonik widmen sich daher der¨Uberwindung dieser Probleme durch technologische Verbesserungen. Die Wechselwirkung einzelner Photonen mit Materie - Atomen, Molekülen oder Festkörpersystemen - kann beide Probleme lösen. Es kann sogar eine Photon-Photon-Wechselwirkung unter Verwendung von Materialsystemen als Mediatoren realisiert werden. Photonenverluste in Quantenkommunikation können durch Quanten-Repeatern ausgeglichen werden. Diese Geräte basieren auf Quantenspeichern, die realisiert werden, indem die getragenen Informationen in den internen Zust¨anden der Materie gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden können. Die Forschungsarbeiten zur photonischen Quanteninformation beschränken sich jedoch nicht nur auf technische Errungenschaften. Wichtige Erkenntnisse stammen ebenfalls aus der Untersuchung neuartiger Quantenphänomene und -protokolle, die Vorteile gegenüber klassischen beziehungsweise früheren Quantenprotokollen bieten. Die vorliegende Arbeit umfasst beide Forschungsrichtungen und präsentiert verschiedene experimentelle Projekte. Das erste Projekt beschreibt die Entwicklung und Implementierung zweier neuartiger Quantenkommunikationsprotokolle. Das zweite Projekt besteht in der Realisierung einer schmalbandigen Einzelphotonenquelle für die Wechselwirkung mit Atomen. Im ersten Quantenkommunikationsprotokoll wird experimentell gezeigt, dass ein einzelnes Photon in Quantenüberlagerung die gleichzeitige Übertragung von zwei klassischen Bits zwischen zwei entfernten Parteien in zwei entgegengesetzten Kommunikationsrichtungen ermöglicht, eine in der klassischen Physik unmögliche Aufgabe. Dieses Phänomen wird verwendet, um ein sicheres Quantenkommunikationsprotokoll zu entwickeln und zu implementieren, bei dem die Kommunikationsrichtung zwischen den Parteien privat bleibt. Im zweiten Protokoll sollen die beiden Parteien einen sicheren gemeinsamen kryptografischen Schlüssel einrichten, ohne Quantenressourcen zu verwenden, die an einen nicht vertrauenswürdigen Dritten (einen Server) delegiert werden. In diesem Sinne handelt es sich um ein Semiquantenschlüssel-Verteilungsprotokoll. Das Protokoll wird demonstriert und die sichere Schlüsselrate unter Berücksichtigung wichtiger Schwachstellen des experimentellen Aufbaus extrahiert. Das zweite Projekt ist von rein technischer Natur. Eine Quelle von Photonenpaaren mit einer spektralen Bandbreite von etwa 10 MHz wird aufgebaut und charakterisiert. Aufgrund dieser schmalen Bandbreite, können die erzeugten Photonen effizient an atomare Hyperfeinübergänge gekoppelt werden. Die Photonen werden bei einer Wellenlänge von 780 nm emittiert und sind somit auf die Hyperfeinübergänge der Rubidium-D2-Linie abgestimmt. Die Quelle basiert auf cavity-enhanced spontaneous parametric downconversion, die eine zuverlässige, relativ einfache und flexible Technik für die Erzeugung von Photonen mit schmaler Bandbreite darstellt und bezüglich ihrer Intensität frühere Quellen übertrifft. Diese Ressource soll zur Realisierung eines durch Rubidiumatome vermittelten Zwei-Photonen-Gates, in Zusammenarbeit mit externen Forschungsgruppen, eingesetzt werden

•Jan 1, 2019•0 citations

Philosophie der Mentalenergie

Karl Stifter

Nach dem Energieerhaltungssatz kann Energie nicht erzeugt, sondern nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden. In einem energetisch abgeschlossenen System muß dem-gemäß die Gesamtenergie konstant bleiben. Die vorliegende Arbeit geht grundsätzlich der Frage nach, inwieweit dieses physikalische Gesetz überhaupt noch Platz für eine mentale Energie läßt, zumal eine solche Wirkkraft unausweichlich eine Überdetermination zu begrün-den scheint. Ich stelle u.a. jene Überlegungen der Quantenphysik vor, welche mir geeignet erscheinen, die Kluft zwischen Geist und Materie überbrücken zu können. Zum einen des-halb, weil sie die althergebrachte Vorstellung von Materie in Frage stellen, zum anderen, weil sie die Einwirkung des Bewußtseins und das Verhältnis von Objektivität und Subjektivität beleuchten. Es scheint, als besäße das Elektron keine vom Bewußtsein unabhängigen Eigenschaften und als wäre in der Quantentheorie das Objekt vom Subjekt prinzipiell nicht zu trennen. Die Quantenmechanik kennt nichtlokale Verbindungen, die weder mit Energie, noch mit Mechanik, noch mit herkömmlicher kausaler Verknüpfung zu tun haben. Die Nichtlokali-tät stellt somit eine Korrelation, nicht einen kausalen Zusammenhang, wie etwa eine Wechsel-wirkung dar, da keinerlei Signalübertragung stattfindet. Die kausale Geschlossenheit der Welt kann nur soweit Gültigkeit beanspruchen, als physikalische klassische Systeme als umfassende Darstellungen der Welt angesehen werden können. Die Vorstellung, dass subatomare Teilchen einen bestimmten Weg in Raum und Zeit verfolgen und miteinander interferieren, ist eine rein mentale Konstruktion, die unserem Vor-stellungsvermögen entgegenkommt, aber keinerlei zusätzliche Erklärungskraft besitzt. In der gegenwärtigen Diskussion über mentale Verursachung wird oftmals von einem Dualismus ausgegangen, der meines Erachtens von einem überholten Materiebegriff ausgeht. Bei der „Mental-Energie“ ist das Mentale letztlich nicht geheimnisvoller, als die Energie, und die kausale Verbindung des Geistes mit sogenannter „Materie“ nicht rätselhafter und unmöglich-er, als zwei korrelierte Teilchen, die unabhängig von Zeit, Raum verschränkt sind. Ich versuche zu argumentieren, dass es ein “irreduzibles Selbst“ gibt und dass sein „Innewerden“ möglich ist, ansonsten wir gar nicht wissen und spüren könnten, dass wir beispielsweise zentriert sind, wenn wir in unserer Mitte sind. Die Mitte existiert nur „mitten-drin“, als Mitte von Etwas. Ich behaupte, dass es möglich ist, dieses Etwas durch das „Prinzip der transzendenten Resonanz“, als das nicht hintergehbare Selbst, verstärkt wahrzunehmen. Es ist ein Gewahrwerden seiner selbst durch „Spiegelung“ oder „Nachhall“ des Unverstellten und Wesentlichen in besonderen Lebensmomenten. Das Eigentliche um uns bringt durch Resonanz das Eigentliche in uns zum Anklingen: Das „eigentliche Selbst“. Wir erleben uns selbst nicht nur als Erlebende und Erkennende dieser transzendenten Momente, sondern gleichzeitig auch als feststellende, auffindende, wesensgleiche und somit auf gleicher Wellenlänge seiende Kategorisierer und Bewerter dieser besonderen essentiellen Qualität, die um diese Wertkategorie auch wissen. Auf diese Weise bekommen wir neben diesem erkennenden auch ein ergänzendes Wissen von uns selbst, weil ein Teil unseres „ontischen Ergänzungsbedarfs“ den wir als „ex-zentrische“ Wesen haben, gedeckt wurde. In diesem transzendenten Sich-Selbst-Erleben stillen wir unsere Sehnsucht nach Ganzheit. Die Sehn-sucht nach dieser Komplettierung ist die Quelle aller mentalen Energie.

•Jan 1, 2009•0 citations
Diese allgemeinverständliche Kurzfassung erläutert den Zusammenhang zwischen der SrGT-Interpretation des Photoeffekts, der photonischen Grundlegung von Selbstreferenz, der SrGT-Deutung von Superposition, der Reinterpretation von Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit sowie den daraus folgenden Überlegungen zu Dekohärenz und Quantencomputing-Diagnostik. Die Kurzfassung knüpft an zwei SrGT-Vorarbeiten an: erstens an die SrGT-Photoeffektarbeit, in der der Photoeffekt nicht als bloßer Stoß eines photonischen Energiepakets auf ein Elektron, sondern als lichtrelative Aktivierung einer Elektron-Material-Raum-Bezugnahme verstanden wird; zweitens an die Grundlagenarbeit „Die photonische Notwendigkeit der Selbstreferenz“, Version 1.1, in der photonische Vermittlung als Strukturbedingung von Selbstreferenz, Superposition, Ereignisbindung und Dekohärenz ausgearbeitet wird. Die bestehende Physik wird dabei nicht verworfen. Die klassischen und quantenphysikalischen Formeln des Lichts, des Photoeffekts und der Quantenmechanik bleiben gültig. Die SrGT stellt jedoch eine zusätzliche Strukturfrage: Was muss gegeben sein, damit Licht nicht nur als Energiequant erscheint, sondern als Vermittlung wirken kann? In dieser Sicht ist das Photonische nicht zuerst ein selbsthaftes Teilchen, sondern eine Vermittlungsform, durch die Unterschied, Raumantwort und Selbstreferenz verbunden werden. Aus dieser Perspektive wird Superposition nicht als gleichzeitiges Vorliegen fertiger Möglichkeiten verstanden, sondern als kontrollierte Nichtidentifizierbarkeit vor Ereignisbindung. Wahrscheinlichkeit bezeichnet dann keine bereits vorhandene identifikative Möglichkeit, sondern eine Rahmentendenz innerhalb einer vorbereiteten Konstellation. Messung wird als Ereignisbindung verstanden: Eine offene Konstellation wird in ein konkretes Messergebnis überführt. Dekohärenz erscheint in dieser Lesart nicht nur als technischer Kohärenzverlust oder Rauschen, sondern als Verlust innerer Konstellationsschärfe durch ungewollte Ereignisbindung, Umweltkopplung, Materialeinfluss, Messung, Steuerungsfehler, Phasenverlust oder Skalierungsbelastung. Für Quantencomputing ergibt sich daraus kein bereits bewiesenes technisches Verbesserungsversprechen. Vielmehr formuliert die SrGT eine prüfbare Diagnoseperspektive. Das SrGT-CVP-Modell, das Constellation Validity Profile, soll etablierte Quantenhardware-Metriken wie T1, T2, Gate-Fidelity, Readout-Fidelity, SPAM, Cross-Talk, Leakage, Layer Fidelity, Logical Error Rate, Quantum Volume oder CLOPS nicht ersetzen, sondern in einem gemeinsamen Konstellationsprofil ordnen. Die zentrale Prüffrage lautet: Kann SrGT-CVP vorhandene Quantenhardware-Daten so auswerten, dass Stabilitätsverluste, Dekohärenzprofile, Readout-Probleme oder Skalierungsrisiken früher, robuster oder entscheidungsrelevanter sichtbar werden als durch Einzelmetriken allein? Diese Kurzfassung richtet sich an interessierte Leserinnen und Leser ohne physikalische Spezialisierung. Sie soll den Zusammenhang zwischen Photoeffekt, photonischer Vermittlung, Schrödingergleichung, Superposition, Messung, Dekohärenz und möglicher Quantencomputing-Diagnostik verständlich machen. christian.janisch@srgt-research.org
Die vorliegende Arbeit entwickelt eine grundlegende SrGT-Bestimmung des Photonischen als nicht-identitäre Vermittlungsstruktur zwischen totalem Unterschied, Raumantwort, Selbstreferenzialität und späterer Identitätsfähigkeit. Das Photonische wird dabei nicht als isoliertes Teilchen, nicht als selbsthafte Identität und nicht als Besitzträger von Energie verstanden, sondern als Vermittlungswirklichkeit, durch die ein präidentifikativer Unterschied in eine raumfähige selbstreferenzielle Ordnung überführt werden kann. Die klassische Physik wird in dieser Arbeit nicht verworfen. Die Beziehungen E=h⋅fE=h\cdot fE=h⋅f, c=λ⋅fc=\lambda\cdot fc=λ⋅f und p=h/λp=h/\lambdap=h/λ bleiben als experimentell bewährte Außenspuren erhalten. Die SrGT fragt jedoch nach einer tieferen Struktur: Was muss bereits geschehen sein, damit Licht als Licht, Photon als Photon und Superposition als quantisch geführte Nichtidentifizierbarkeit erscheinen können? Version 1.1 präzisiert gegenüber der früheren Fassung insbesondere den methodischen Status der SrGT-Konstellationsschärfe im Hinblick auf Quantencomputing. Der Anspruch wird nun dreistufig bestimmt: A1: SrGT-StrukturmodellA2: validierbare Diagnose- und EntwicklungsheuristikA3: mögliche technische Verbesserung nach Datenvalidierung Damit wird ausdrücklich nicht behauptet, dass die SrGT bereits eine technische Dekohärenzverbesserung bewiesen habe. Vielmehr formuliert sie ein Struktur- und Diagnosemodell, mit dem Superposition, Dekohärenz, Phasenbindung, Readout, Gate-Fehler, Drift, Cross-Talk und Skalierung als gemeinsame Ergebnis-Konstellation analysiert werden können. Ein zentrales neues Element der Version 1.1 ist das Constellation Validity Profile CVPw(K)CVP_w(K)CVPw(K). Dieses Profil ersetzt keine etablierten Quantencomputing-Metriken wie T1T_1T1, T2T_2T2, Gate-Fidelity, Readout-Fidelity, SPAM-Fehler, Cross-Talk, Leakage, Layer Fidelity, Quantum Volume, CLOPS oder Logical Error Rate. Es ordnet solche Größen jedoch in eine SrGT-interne Tragfähigkeitsstruktur ein. Dadurch entsteht die prüfbare Frage, ob SrGT-CVP Konstellationsschwächen früher, robuster oder entscheidungsrelevanter sichtbar machen kann als Einzelmetriken allein. Die Arbeit ergänzt außerdem eine mathematische Modellbegründung dafür, dass SrGT-CVP nicht bloß eine Addition vorhandener Einzelmetriken darstellt. Gleiche äußere Ergebniswahrscheinlichkeit bedeutet nicht notwendig gleiche innere Superpositions-Konstellation. Insbesondere wird gezeigt, dass zwei Qubit-Zustände dieselben 0/1-Messwahrscheinlichkeiten besitzen können, aber durch unterschiedliche relative Phase eine unterschiedliche innere Konstellationsstruktur aufweisen. Daraus folgt die SrGT-Unterscheidung zwischen äußerer Ergebniswahrscheinlichkeit PjP_jPj, innerer Konstellationstragfähigkeit CVPw(K)CVP_w(K)CVPw(K) und SrGT-Ergebnis-Tragfähigkeit Sj=Pj⋅CVPw(K)S_j=P_j\cdot CVP_w(K)Sj=Pj⋅CVPw(K). Version 1.1 enthält ferner eine methodische Entschärfung der Beispielrechnung zur Konstellationsschärfe. Der dort auftretende Faktor 35 wird nicht als empirischer Leistungsnachweis verstanden, sondern als didaktische Illustration dafür, dass Ergebniswahrscheinlichkeit und Konstellationstragfähigkeit auseinanderfallen können. Die tatsächliche technische Relevanz der SrGT-CVP-Diagnostik hängt von einer späteren Prüfung an realen Quantenhardware-Daten ab. Die Arbeit positioniert sich damit als SrGT-Grundlagenarbeit und als Vorbereitung eines validierbaren Forschungsprogramms zu Superposition, Dekohärenz, photonischer Vermittlung und Quantencomputing-Diagnostik. Sie beansprucht nicht, die Quantenmechanik zu ersetzen, sondern eine zusätzliche Strukturdiagnostik zu formulieren, deren technischer Nutzen erst durch empirische Fallstudien mit realen Quantenhardware-Daten entschieden werden kann. christian.janisch@srgt-research.org © 2026 Christian Janisch. All rights reserved.
Diese Arbeit entwickelt eine SrGT-Interpretation des Photoeffekts als lichtrelative Aktivierung einer Elektron-Material-Raum-Bezugnahme. Ausgangspunkt ist die klassische einsteinsche Photoeffektgleichung: E_kin = h*f - Phi Diese Gleichung wird nicht verworfen, sondern als äußerer Grenzfall einer tieferen selbstreferenziell-gegensätzlichen Ereignisstruktur gelesen. Der zentrale Beitrag der Arbeit liegt in einer Neubestimmung des Photonstatus. Das Photon wird im SrGT-Rahmen nicht als isoliertes Energiepaket oder selbsthafte Identität verstanden, sondern als dimensionalisierte Vermittlungsfunktion zwischen Gegensätzlichkeit, Raumsubjekt und Identität. Die klassische Lichtwirkung h*f bleibt als Messform erhalten, wird jedoch SrGT-haft als 3D-Außenspur einer photonischen Vermittlung gedeutet. Daraus ergibt sich die Unterscheidung: E_gamma,Selbst = 0 E_gamma,Wirkung = h*f Die Arbeit verbindet diese Photonbestimmung mit einer SrGT-Deutung des Doppelspaltexperiments. Der Doppelspalt wird nicht als direkter Nachweis einer Austrittsarbeit verstanden, sondern als Rückbestätigung des SrGT-Photonstatus: Sichtbar wird nicht das Photon selbst, sondern eine Materialantwort auf photonische Vermittlung. Während im Doppelspalt das Schirmmaterial antwortet, antwortet im Photoeffekt die Elektron-Material-Raum-Bezugnahme. Im Hauptteil wird die klassische Austrittsarbeit Phi als äußerer Messwert einer tieferen SrGT-Bewahrungsschwelle K_eM interpretiert. Die SrGT-Form des Photoeffekts lautet: E_kin,SrGT = hfalpha_Akt(c, B_eM, S) - K_eM Im klassischen Grenzfall alpha_Akt(c, B_eM, S) = 1 und K_eM = Phi fällt diese Gleichung auf die einsteinsche Photoeffektgleichung zurück: E_kin,SrGT = h*f - Phi = E_kin Die neue forschungsrelevante These lautet, dass die Austrittsschwelle realer Materialien nahe der Grenze nicht als idealer Punkt, sondern als reproduzierbares, material- und oberflächenabhängiges Schwellenfeld erscheint: K_eM = mu(K_eM) +/- sigma(K_eM) Besondere experimentelle Relevanz erhalten definierte Kristallflächen und Schwellenbereiche, insbesondere Wolfram, Aluminium, Silber, Kupfer und Platin. Die Arbeit schlägt vor, den Photoeffekt nicht nur hinsichtlich des Auftretens von Elektronenaustritt zu prüfen, sondern hinsichtlich der Form des Schwellenübergangs, der Übergangsbreite und der geordneten Oberflächenabhängigkeit. Die Arbeit versteht sich als SrGT-interner strukturtheoretischer Beitrag zur Grundlagenphysik. Ihre mögliche Bedeutung liegt darin, Photoeffekt, Doppelspalt, Photonbegriff, Materialantwort und Schwellenfeld in einer gemeinsamen Raum-Identitäts-Architektur zu ordnen. Sie beansprucht nicht, die etablierte Quantenphysik experimentell zu ersetzen, sondern schlägt eine tiefere Deutungsebene vor, die physikalisch, mathematisch und philosophisch weiter untersucht werden kann. Author: christian.janisch@srgt-research.org
Die vorliegende Arbeit bietet eine begriffliche Einordnung zentraler Konzepte der Quantenmechanik im Rahmen des Zeit–Energie–Universums (ZEU). Im Mittelpunkt stehen die Begriffe Superposition, Verschränkung und Wellenkollaps sowie deren Zusammenhang mit dem Konzept der Instanziierung. Ziel ist es nicht, zusätzliche physikalische Mechanismen einzuführen oder bestehende Theorien zu modifizieren, sondern bekannte Phänomene unter einem einheitlichen begrifflichen Gesichtspunkt zu betrachten. Dabei werden quantenmechanische Zustände als Struktur möglicher Instanziierungen verstanden, deren Festlegung nicht als physikalischer Prozess, sondern als logische Bestimmbarkeit innerhalb einer Ordnung eingeordnet wird. Die Betrachtung knüpft an den im ZEU entwickelten begrifflichen Rahmen an und versteht sich als dessen Anwendung auf ein konkretes physikalisches Feld. Sie bietet damit eine Perspektive, die es ermöglicht, bekannte physikalische Phänomene im Zusammenhang von Möglichkeit und Bestimmtheit neu zu betrachten und innerhalb dieses Rahmens weiter zu untersuchen.
Mit Hilfe der Semiotik wird untersucht, wie es der Quantenphysik gelingt, Formeln plausibel zumachen, deren zugrunde liegender physikalischer Sachverhalt nicht einem Alltagsverständnis bzw. einem Verständnis im Sinne der klassischen Physik zugänglich ist. Dabei geht es um eine allgemein anerkannte Art des Verständlichmachens bestimmter physikalischer Formeln jenseits der individuellen Ausprägung von Fähigkeiten des Erklärens und Verstehens, sozialer Phänomene und geschichtlicher Entwicklungen, indem man diesen Formeln jeweils ein bestimmtes Experiment zur Seite stellt. Das Experiment ist dabei so gewählt, dass das physikalische Phänomen, das in der Formel beschrieben wird, im Experiment untersucht wird, so dass sich die Formel dann als Auswertung des Experimentes ergibt. Um den schillernden Begriff des Verständnisses auf das für die Untersuchung Notwendige zu beschränken, wird der Begriff Plausibilisierung eingeführt. In einer hermeneutischen Herangehensweise wird ein geeignetes semiotisches Modell dieser wesentlichen argumentativen Figur der Physik anhand von drei Beispielen physikalischer Phänomene entwickelt: die geradlinige Bewegung eines Körpers mit konstanter Geschwindigkeit für die klassische Physik, das Spektrum des energetisch angeregten Wasserstoffs für die ältere Quantenphysik und die Streuung von Elektronen am Doppelspalt für die moderne Quantenphysik. Für jedes der drei Beispiele lassen sich die betreffende Formel und das zugehörige Experiment jeweils als Zeichen auffassen. Lässt sich die Situation der klassischen Physik gut mit dreistelligen Zeichen erfassen, erweist sich der zweistellige Zeichenbegriff für die Situation der Quantenphysik als adäquater. Die Plausibilisierung als Gefüge dieser beiden Zeichen zwingt nicht zu der Annahme, dass einer Formel als Kompositionen von Elementen der Ausdrucksseite eines gewöhnlichen Textes ein Element auf der Inhaltsseite entspricht. Vielmehr dient die zu plausibilisierende Formel dazu, Elemente der Wirklichkeit auf der Ausdrucks- und Inhaltsseite aufeinander zu beziehen. Die Wirkungsweise des Zeichens in der Plausibilisierung der Quantenphysik ist damit nicht negiert, sondern adäquater als beim gewöhnlichen Text in der Physik. Die Plausibilisierung erlaubt, die semantische Interpretation von Formeln zu relativieren, ohne auf ein Verständnis ihrer zeichenbezogenen Funktionsweise verzichten zu müssen.
Quantentechnologien versprechen die Zukunft der Informationsverarbeitung zu revolutionieren, da sie Anwendungen, wie die perfekt sichere Kommunikation sowie den Bau von Computern ermöglichen, die bestimmte Rechenaufgaben schneller als jede klassische Maschine ausführen können. Aus diesem Grund ist die Quanteninformationsforschung zu einem der Hauptforschungsbereiche der heutigen Physik geworden. Einzelne Photonen, sogenannte Lichtquanten, sind eine geeignete Plattform zum Kodieren und Verarbeiten von Quanteninformationen. Insbesondere aufgrund ihrer Mobilität sind Photonen die nat¨urlichste Wahl für Quantenkommunikation. Einer der Hauptnachteile von Photonen ist die fehlende Wechselwirkung zwischen ihnen, was die Realisierung von photonischen ”Quantentransistoren” behindert, die für die Quantenberechnung und Quantensimulation notwendig sind. Außerdem müssen sich die Photonen, unter experimentellen Bedingungen, in nicht idealen Medien ausbreiten, was einen Lichtverlust verursachen kann. Der Verlust von Photonen führt zu Fehlern in den Quantenberechnungsprotokollen und behindert die Quantenkommunikation über große Entfernungen. Viele Forschungsanstrengungen in der Quantenphotonik widmen sich daher der¨Uberwindung dieser Probleme durch technologische Verbesserungen. Die Wechselwirkung einzelner Photonen mit Materie - Atomen, Molekülen oder Festkörpersystemen - kann beide Probleme lösen. Es kann sogar eine Photon-Photon-Wechselwirkung unter Verwendung von Materialsystemen als Mediatoren realisiert werden. Photonenverluste in Quantenkommunikation können durch Quanten-Repeatern ausgeglichen werden. Diese Geräte basieren auf Quantenspeichern, die realisiert werden, indem die getragenen Informationen in den internen Zust¨anden der Materie gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden können. Die Forschungsarbeiten zur photonischen Quanteninformation beschränken sich jedoch nicht nur auf technische Errungenschaften. Wichtige Erkenntnisse stammen ebenfalls aus der Untersuchung neuartiger Quantenphänomene und -protokolle, die Vorteile gegenüber klassischen beziehungsweise früheren Quantenprotokollen bieten. Die vorliegende Arbeit umfasst beide Forschungsrichtungen und präsentiert verschiedene experimentelle Projekte. Das erste Projekt beschreibt die Entwicklung und Implementierung zweier neuartiger Quantenkommunikationsprotokolle. Das zweite Projekt besteht in der Realisierung einer schmalbandigen Einzelphotonenquelle für die Wechselwirkung mit Atomen. Im ersten Quantenkommunikationsprotokoll wird experimentell gezeigt, dass ein einzelnes Photon in Quantenüberlagerung die gleichzeitige Übertragung von zwei klassischen Bits zwischen zwei entfernten Parteien in zwei entgegengesetzten Kommunikationsrichtungen ermöglicht, eine in der klassischen Physik unmögliche Aufgabe. Dieses Phänomen wird verwendet, um ein sicheres Quantenkommunikationsprotokoll zu entwickeln und zu implementieren, bei dem die Kommunikationsrichtung zwischen den Parteien privat bleibt. Im zweiten Protokoll sollen die beiden Parteien einen sicheren gemeinsamen kryptografischen Schlüssel einrichten, ohne Quantenressourcen zu verwenden, die an einen nicht vertrauenswürdigen Dritten (einen Server) delegiert werden. In diesem Sinne handelt es sich um ein Semiquantenschlüssel-Verteilungsprotokoll. Das Protokoll wird demonstriert und die sichere Schlüsselrate unter Berücksichtigung wichtiger Schwachstellen des experimentellen Aufbaus extrahiert. Das zweite Projekt ist von rein technischer Natur. Eine Quelle von Photonenpaaren mit einer spektralen Bandbreite von etwa 10 MHz wird aufgebaut und charakterisiert. Aufgrund dieser schmalen Bandbreite, können die erzeugten Photonen effizient an atomare Hyperfeinübergänge gekoppelt werden. Die Photonen werden bei einer Wellenlänge von 780 nm emittiert und sind somit auf die Hyperfeinübergänge der Rubidium-D2-Linie abgestimmt. Die Quelle basiert auf cavity-enhanced spontaneous parametric downconversion, die eine zuverlässige, relativ einfache und flexible Technik für die Erzeugung von Photonen mit schmaler Bandbreite darstellt und bezüglich ihrer Intensität frühere Quellen übertrifft. Diese Ressource soll zur Realisierung eines durch Rubidiumatome vermittelten Zwei-Photonen-Gates, in Zusammenarbeit mit externen Forschungsgruppen, eingesetzt werden
Nach dem Energieerhaltungssatz kann Energie nicht erzeugt, sondern nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden. In einem energetisch abgeschlossenen System muß dem-gemäß die Gesamtenergie konstant bleiben. Die vorliegende Arbeit geht grundsätzlich der Frage nach, inwieweit dieses physikalische Gesetz überhaupt noch Platz für eine mentale Energie läßt, zumal eine solche Wirkkraft unausweichlich eine Überdetermination zu begrün-den scheint. Ich stelle u.a. jene Überlegungen der Quantenphysik vor, welche mir geeignet erscheinen, die Kluft zwischen Geist und Materie überbrücken zu können. Zum einen des-halb, weil sie die althergebrachte Vorstellung von Materie in Frage stellen, zum anderen, weil sie die Einwirkung des Bewußtseins und das Verhältnis von Objektivität und Subjektivität beleuchten. Es scheint, als besäße das Elektron keine vom Bewußtsein unabhängigen Eigenschaften und als wäre in der Quantentheorie das Objekt vom Subjekt prinzipiell nicht zu trennen. Die Quantenmechanik kennt nichtlokale Verbindungen, die weder mit Energie, noch mit Mechanik, noch mit herkömmlicher kausaler Verknüpfung zu tun haben. Die Nichtlokali-tät stellt somit eine Korrelation, nicht einen kausalen Zusammenhang, wie etwa eine Wechsel-wirkung dar, da keinerlei Signalübertragung stattfindet. Die kausale Geschlossenheit der Welt kann nur soweit Gültigkeit beanspruchen, als physikalische klassische Systeme als umfassende Darstellungen der Welt angesehen werden können. Die Vorstellung, dass subatomare Teilchen einen bestimmten Weg in Raum und Zeit verfolgen und miteinander interferieren, ist eine rein mentale Konstruktion, die unserem Vor-stellungsvermögen entgegenkommt, aber keinerlei zusätzliche Erklärungskraft besitzt. In der gegenwärtigen Diskussion über mentale Verursachung wird oftmals von einem Dualismus ausgegangen, der meines Erachtens von einem überholten Materiebegriff ausgeht. Bei der „Mental-Energie“ ist das Mentale letztlich nicht geheimnisvoller, als die Energie, und die kausale Verbindung des Geistes mit sogenannter „Materie“ nicht rätselhafter und unmöglich-er, als zwei korrelierte Teilchen, die unabhängig von Zeit, Raum verschränkt sind. Ich versuche zu argumentieren, dass es ein “irreduzibles Selbst“ gibt und dass sein „Innewerden“ möglich ist, ansonsten wir gar nicht wissen und spüren könnten, dass wir beispielsweise zentriert sind, wenn wir in unserer Mitte sind. Die Mitte existiert nur „mitten-drin“, als Mitte von Etwas. Ich behaupte, dass es möglich ist, dieses Etwas durch das „Prinzip der transzendenten Resonanz“, als das nicht hintergehbare Selbst, verstärkt wahrzunehmen. Es ist ein Gewahrwerden seiner selbst durch „Spiegelung“ oder „Nachhall“ des Unverstellten und Wesentlichen in besonderen Lebensmomenten. Das Eigentliche um uns bringt durch Resonanz das Eigentliche in uns zum Anklingen: Das „eigentliche Selbst“. Wir erleben uns selbst nicht nur als Erlebende und Erkennende dieser transzendenten Momente, sondern gleichzeitig auch als feststellende, auffindende, wesensgleiche und somit auf gleicher Wellenlänge seiende Kategorisierer und Bewerter dieser besonderen essentiellen Qualität, die um diese Wertkategorie auch wissen. Auf diese Weise bekommen wir neben diesem erkennenden auch ein ergänzendes Wissen von uns selbst, weil ein Teil unseres „ontischen Ergänzungsbedarfs“ den wir als „ex-zentrische“ Wesen haben, gedeckt wurde. In diesem transzendenten Sich-Selbst-Erleben stillen wir unsere Sehnsucht nach Ganzheit. Die Sehn-sucht nach dieser Komplettierung ist die Quelle aller mentalen Energie.