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Das Komptonsche Experiment Ist die Wissenschaft um ihrer selbst willen da?

Albert Einstein

Published Mar 1, 2013• 0 citations
Publisher
DOI
10.1590/ss.v11i1.78270

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Gelegentlich wird behauptet, wir könnten Signale nicht gleichzeitig bezüglich der Zeit und der Frequenz lokalisieren. Diese Formulierung kann zu Mißverständnissen führen, ist es doch keinesfalls so, daß nur wir nicht in der Lage sind, Signale bezüglich der Zeit und der Frequenz zu analysieren; vielmehr ist das Signal selbst nicht gleichzeitig in der Zeit und in der Frequenz lokalisiert. Die Heisenbergsche Unschärferelation beschränkt also nicht unsere Kenntnis der Realität, sondern beschreibt die Realität selbst. Je kurzlebiger eine Funktion ist, desto breiter ist das Frequenzband ihrer Fourier-Transformierten; je schmaler dagegen das Frequenzband ist, desto größer ist die zeitliche Ausdehnung der Funktion.
Die Quantenmechanik, die zwischen 1900 und 1930 entwickelte Theorie mikrophysikalischer Objekte, gilt mit Recht als das Fundament der modernen Physik. Zugleich hat sie eine radikale Umwälzung unseres wissenschaftlichen Weltbildes bewirkt - sicher vergleichbar mit der Evolutionstheorie oder der Relativitätstheorie. Und doch ist die Quantenmechanik bis heute eigentlich unverstanden und gibt ungelöste Rätsel auf. Niels Bohr und Albert Einstein, selbst an ihrer theoretischen Entwicklung beteiligt, führten in den 20er und 30er Jahren eine intensive Diskussion um das angemessene Verständnis der neuen Theorie - eine der wissenschaftlich wie philosophisch bedeutsamsten Debatten des 20. Jahrhunderts.