Ein optisches Einstein-Podolsky-Rosen-Experiment
Harry Paul
Albert Einstein konnte sich, obwohl er selbst fundamentale Beiträge zur Entwicklung der Quantentheorie erbracht hat, mit dem seinem Wesen nach indeterministischen Charakter dieser neuen Form der Naturbeschreibung zeitlebens nicht abfinden. „Gott würfelt nicht“ war seine innerste Überzeugung. Seiner Meinung nach war die Quantentheorie erst ein Provisorium. Seine Zweifel an der Vollständigkeit der quantenmechanischen Beschreibung fanden einen prägnanten Ausdruck in einer im Jahre 1935 gemeinsam mit Podolsky und Rosen (Einstein, Podolsky u. Rosen 1935) verfaßten Arbeit. In ihr wurde sehr scharfsinnig ein Gedankenexperiment analysiert, das als Paradoxon von Einstein, Podolsky und Rosen Berühmtheit erlangt und die Gemüter der Theoretiker immer wieder erregt hat.
Vieweg+Teubner eBooks•Jan 1, 1985•0 citations