In den letzten Jahrzehnten wurde ein besonderer Forschungsschwerpunkt auf die Realisierung der starken Wechselwirkung zwischen optischen Emittern und dem elektromagnetischen Feld innerhalb eines Resonators gelegt, deren Beschreibung als Resonator-Quantenelektrodynamik (QED) bezeichnet wird.In dieser Arbeit wird ein neuartiger Bereich der Resonator-QED untersucht, bei dem das gekoppelte Atom-Resonator System in das - den meisten etablierten Experimenten dieses Forschungsfeldes vorenthaltene - Regime der multimodalen starken Wechselwirkung vordringt.Im Zentrum der präsentierten Arbeit steht ein neuer experimenteller Aufbau, der darauf ausgelegt ist, ein lasergekühltes Ensemble von Atomen an das Feld eines langen Faser-Ringresonators via integrierter optischer Nanofaser zu koppeln.Ab einer passenden Anzahl gekoppelten Atomen tritt unser System in das Regime der multimodalen starken Kopplung ein, welches sich dadurch auszeichnet, dass die Atom-Resonator Kopplungsstärke den freie Spektralbereich des Resonators übersteigt und die Atome gleichzeitig an mehrere longitudinale Resonatormoden koppeln.Des Weiteren entwickelten wir einen theoretischen Formalismus auf Basis des Photonentransports, der uns erlaubt unser System, welches an der Grenze zwischen Wellenleiter- und Resonator-QED arbeitet, zu beschreiben.Die explizite Berücksichtigung eines ortsabhängigen Resonatorfeldes und die Nichtbeschränkung auf eine einzelne longitudinale Mode des Resonators ermöglicht uns eine theoretische Vorhersage für den stationären Zustand unseres Systems zu berechnen. Insbesondere kann unser Model Effekte der starken Multimoden-Atom-Resonator Wechselwirkung quantifizieren, die bereits außerhalb des Gültigkeitsbereichs der etablierten Jaynes- und Tavis-Cummings-Modelle liegen, jene Modelle, die üblicherweise zur Beschreibung der Resonator-QED verwendet werden.Unsere experimentell bestimmten Transmissionsspektren des gekoppelten Atom-Resonator Systems zeigen eine Normalmodenaufspaltung, die den freien Spektralbereich des Resonators überschreitet. Dies ist ein klarer Beweis dafür in das Regime der multimodalen starken Kopplung vorgedrungen zu sein. Die gemessenen Spektren stimmen gut mit unseren theoretischen Vorhersagen aus dem in dieser Arbeit abgeleiteten Modell überein.Damit ist gezeigt, dass sich sowohl unsere theoretischen als auch experimentellen Ergebnisse qualitativ von denen des Tavis-Cummings-Modells unterscheiden und den Weg für weitere Untersuchungen der Licht-Materie Wechselwirkung im Regime der multimodalen starken Kopplung öffnen. Darüber hinaus kann unsere Beschreibung als Alternative zur genauen Beschreibung der starken Kopplung für Systeme dienen, in denen das Resonatorfeld bereits in einem Durchgang signifikant verändert wird und somit, mit seiner für die Wellenleiter-QED üblichen Terminologie, einen neuen Blickwinkel zum Verständnis der starken Kopplung eröffnen.
In den letzten Jahrzehnten wurde ein besonderer Forschungsschwerpunkt auf die Realisierung der starken Wechselwirkung zwischen optischen Emittern und dem elektromagnetischen Feld innerhalb eines Resonators gelegt, deren Beschreibung als Resonator-Quantenelektrodynamik (QED) bezeichnet wird.In dieser Arbeit wird ein neuartiger Bereich der Resonator-QED untersucht, bei dem das gekoppelte Atom-Resonator System in das - den meisten etablierten Experimenten dieses Forschungsfeldes vorenthaltene - Regime der multimodalen starken Wechselwirkung vordringt.Im Zentrum der präsentierten Arbeit steht ein neuer experimenteller Aufbau, der darauf ausgelegt ist, ein lasergekühltes Ensemble von Atomen an das Feld eines langen Faser-Ringresonators via integrierter optischer Nanofaser zu koppeln.Ab einer passenden Anzahl gekoppelten Atomen tritt unser System in das Regime der multimodalen starken Kopplung ein, welches sich dadurch auszeichnet, dass die Atom-Resonator Kopplungsstärke den freie Spektralbereich des Resonators übersteigt und die Atome gleichzeitig an mehrere longitudinale Resonatormoden koppeln.Des Weiteren entwickelten wir einen theoretischen Formalismus auf Basis des Photonentransports, der uns erlaubt unser System, welches an der Grenze zwischen Wellenleiter- und Resonator-QED arbeitet, zu beschreiben.Die explizite Berücksichtigung eines ortsabhängigen Resonatorfeldes und die Nichtbeschränkung auf eine einzelne longitudinale Mode des Resonators ermöglicht uns eine theoretische Vorhersage für den stationären Zustand unseres Systems zu berechnen. Insbesondere kann unser Model Effekte der starken Multimoden-Atom-Resonator Wechselwirkung quantifizieren, die bereits außerhalb des Gültigkeitsbereichs der etablierten Jaynes- und Tavis-Cummings-Modelle liegen, jene Modelle, die üblicherweise zur Beschreibung der Resonator-QED verwendet werden.Unsere experimentell bestimmten Transmissionsspektren des gekoppelten Atom-Resonator Systems zeigen eine Normalmodenaufspaltung, die den freien Spektralbereich des Resonators überschreitet. Dies ist ein klarer Beweis dafür in das Regime der multimodalen starken Kopplung vorgedrungen zu sein. Die gemessenen Spektren stimmen gut mit unseren theoretischen Vorhersagen aus dem in dieser Arbeit abgeleiteten Modell überein.Damit ist gezeigt, dass sich sowohl unsere theoretischen als auch experimentellen Ergebnisse qualitativ von denen des Tavis-Cummings-Modells unterscheiden und den Weg für weitere Untersuchungen der Licht-Materie Wechselwirkung im Regime der multimodalen starken Kopplung öffnen. Darüber hinaus kann unsere Beschreibung als Alternative zur genauen Beschreibung der starken Kopplung für Systeme dienen, in denen das Resonatorfeld bereits in einem Durchgang signifikant verändert wird und somit, mit seiner für die Wellenleiter-QED üblichen Terminologie, einen neuen Blickwinkel zum Verständnis der starken Kopplung eröffnen.
In der vorliegenden Dissertation werden Experimente zur Resonator-Quantenelektrodynamik auf einem Mikrofallenchip beschrieben. Dabei konnte u. a. erstmals einzelne, in einer Chipfalle gefangene Atome detektiert werden. Hierfür wurde im Rahmen dieser Arbeit ein neuartiger optischer Mikroresonator entwickelt, der sich dank seiner Miniaturisierung mit der in unserer Arbeitsgruppe eingeführten Mikrofallentechnik zur Manipulation ultrakalter Atome kombinieren lässt. Für diesen Resonator werden Glasfaserenden als Spiegelsubstrate benutzt, zwischen denen sich eine stehende Lichtwelle ausbildet. Mit einem solchen Faser-Fabry{Perot-Resonator erzielen wir eine Finesse von bis zu F~37 000. Aufgrund der kleinen Modenvolumina kann trotz moderater Resonatorgüte die kohärente Wechselwirkung zwischen einem Atom und einem Photon so groß gemacht werden, dass das Regime der starken Atom-Resonator-Kopplung erreicht wird. Für die Ein-Atom-Ein-Photon-Kopplungsrate und die Ein-Atom-Ein-Photon-Kooperativität werden dabei Rekordwerte von g0 = 2Pi300MHz bzw. C0 = 210 erzielt. Ebenso konnte erstmals das Regime starker Kopplung zwischen einem Bose-Einstein-Kondensat (BEC) und dem Feld eines Resonators hoher Güte erreicht werden. Das BEC wurde dabei mithilfe der magnetischen Mikrofallenpotentiale deterministisch an eine Position innerhalb des Resonators gebracht und zur Gänze in einen wohldefinierten Bauch einer zusätzlichen optischen Dipol-Stehwellenfalle im Resonator umgeladen. Das Spektrum des gekoppelten Atom-Resonator-Systems wurde für unterschiedliche Atomzahlen und Atom-Resonator-Verstimmungen vermessen, wobei ein kollektives Vakuum-Rabi-Splitting von mehr als 20GHz erreicht werden konnte.
Licht wird meistens als elektromagnetische Welle beschrieben, die bezüglich ihrer Ausbreitungsrichtung transversal polarisiert ist. Diese Beschreibung ist für Lichtfelder, die lateral stark eingeschlossen sind aber nicht mehr zutreffend. Solche Lichtfelder weisen eine longitudinale Komponente in ihrem elektrischen Feld auf. Wenn dies der Fall ist, sind Spin- und Bahndrehimpuls des Lichtfeldes gekoppelt. Sie sind damit keine voneinander unabhängigen Größen mehr, was dazu führt, dass zum Beispiel der lokale Spindrehimpuls von der Ausbreitungsrichtung des Lichtfeldes abhängt. In dieser Arbeit wird die Wechselwirkung von Atomen, die an einer Nanofaser gefangen sind, und Licht, das Spin-Bahn-Kopplung aufweist, untersucht. In unserem System wird durch die Nanofaser eine Schnittstelle zwischen neutralen Cäsium-Atomen und dem evaneszenten Feld der stark geführten optischen Moden realisiert. Mit Hilfe einer optischen Zweifarben-Falle, die auf Dipolkräften beruht, sind die Atome nahe der Oberfläche der Nanofaser in zwei diametral gegenüberliegenden Reihen gefangen. Die besondere Polarisation des evaneszenten Feldes ermöglicht es, die beiden atomaren Ensembles gleichzeitig durch optisches Pumpen in unterschiedliche Zeeman-Zustände zu bringen. In dieser Arbeit wird außerdem gezeigt, dass die zustandsabhängige Verschiebung der Energieniveaus, die durch fiktive Magnetfelder induziert wird, von der räumlichen Position der Atome abhängt. Dies ermöglicht die unabhängige und kohärente Manipulation der beiden atomaren Ensembles mit Mikrowellenstrahlung. Photonen, die von den Atomen gestreut werden, koppeln durch die Spin-Bahn-Wechsel-wirkung von Licht unterschiedlich stark an Moden, die sich in entgegengesetzter Richtung in der Nanofaser ausbreiten. Hier wird gezeigt, dass diese Asymmetrie der Streuraten in die beiden Ausbreitungsrichtungen höher als 10:1 sein kann. Die Asymmetrie kann man abhängig von der Polarisation des anregenden Lichtfeldes sowie des inneren Zustandes der Atome beeinflussen. Hinzu kommt, dass die Spin-Bahn-Wechselwirkung von Licht in unserem System dazu führen kann, dass Lichtfelder abhängig von ihrer Ausbreitungsrichtung durch die Nanofaser unterschiedlich stark transmittiert werden. Basierend auf diesem Effekt wird gezeigt, dass eine optische Diode im Nanomaßstab realisiert werden kann, die auch mit einzelnen Photonen noch funktioniert.
Ultra-dünne Glasfasern haben sich in den vergangenen Jahren als eine vielseitige Licht-Materie Schnittstelle erwiesen, bei der sich eine Fülle an nano-optischen Phänomenen mit guter experimenteller Handhabung verbinden. In diesem Zusammenhang wurde 2010 erstmals eine Dipolfalle für lasergekühlte Atome demonstriert, basierend auf dem evaneszenten Feld einer solchen Nanofaser. Seitdem wurde ein reichhaltiger Werkzeugkasten zur Kontrolle und Manipulation dieser faser-gefangenen Ensembles entwickelt. Insbesondere ermöglicht diese Schnittstelle Zu gang zu optischen Nichtlinearitäten welche sich auch noch auf dem Level einzelner Photonen auswirken. Dies warf die Frage nach der Realisierung nicht-klassischer Zustände auf, etwa von gequetschtem Licht. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen der vorliegenden Arbeit ein neuer experimentel ler Aufbau zum Fangen von laser-gekühlten Cäsium-Atomen im evaneszenten Feld einer Nanofaser geschaffen. Im ersten Teil der Arbeit beschreibe ich die Planung und Konstruktion des Experimentes und weise experimentell nach, dass Atome gefangen werden. Der Aufbau beinhaltet eine Reihe technischer Verbesserungen im Vergleich zu bisherigen nanofaser-basierten Dipol fallen. Dazu zählen die Verwendung sogenanter magischer Wellenlängen, welche die spektrale Verbreiterung des gefangenen Ensembles reduzieren, verbesserter optischer Zugang dank der Verwendung einer Glass-Vakuumküvette, sowie ein transversal beweglicher Faserhalter zur Op timierung des Überlapps zwischen Atomwolke und der Taille der Nanofaser. Der zweite Teil der Arbeit beschreibt die experimentelle Beobachtung von gequetschtem Licht, welches durch ein Ensemble von schwach gekoppelten Emittern realisiert wird. Dazu weise ich das Squeezing nach und untersuche die Skalierung desselben bezüglich Leistung und Verstimmmung des Testfeldes. Zudem wird gezeigt, wie sich das Spektrum des aus der Faser austretenden Feldes qualitativ mit der Anzahl der gefangenen Atome ändert. Insbesondere wird nachgewiesen, dass bei ausreichender Atomzahl Seitenbänder im Spektrum erzeugt werden. Die Erzeugung von gequteschtem Licht beruht in den meisten Fällen auf einer starken Nichtlinearität, welche durch optische Resonatoren oder nicht-lineare Kristalle gewährleistet wird. Die vorliegende Arbeit weist jedoch nach, dass gequetschtes Licht auch durch ein Ensemble von schwach gekoppelten Emittern erzeugt werden kann. Dadurch eröffnen sich neue Perspektiven für nicht-lineare Licht-Materie Schnittstellen, welche einen elementaren Baustein für zukünftige Quantennetzwerke darstellen.
Diese Arbeit behandelt die Physik der Resonatorquantenelektrodynamik im sogenannten ultrastarken Kopplungsregime, in dem die Kopplungsstärke zwischen einem einzelnen Photon und einem einzelnen Dipol mit der inneren Energie des Photons vergleichbar wird. In diesem Regime verlieren die meisten der gewöhnlich verwendeten theoretischen Modelle sowie auch unsere physikalische Intuition ihre Gültigkeit und es Bedarf einer neuen Art der Beschreibung.In dieser Arbeit wird zuerst die Theorie der Resonatorquantenelektrodynamik nochmals von Grund auf neu abgeleitet, um ein minimales Modell zu bekommen, welches auch im ultrastarken Kopplungsregime seine Gültigkeit behält. Dazu wurden viele der gewöhnlichen Näherungen im Detail überprüft und gezeigt, dass zum Beispiel die Gültigkeit der Einzel-Moden Approximation für den Resonator und die Zwei-Niveau Approximation für die Dipole im ultrastarken Kopplungsregime von der Eichung abhängen. Nur durch die Wahl der richtigen Eichung erhält man dann eine gültiges Modell für beliebige Kopplungsstärken.Basierend auf diesem vereinfachten Model werden in dieser Dissertation dann die Eigenschaften des Grundzustands und der thermischen Zustände eines Multi-Dipol-Resonator-QED-Systems untersucht. Dabei ergeben sich als Funktion der Licht-Materie Kopplungstärke qualitative sehr unterschiedliche Phasen. Für diese Phasen findet man auch sehr unterschiedliche thermodynamische Eigenschaften, welche in einem Experiment durch die Messung der Schwarzkörperstrahlung oder der Suszeptibilität der Dipole bestimmt werden können.Im letzten Teil der Arbeit diskutieren wir die quantentheoretische Beschreibung der Licht-Materie-Wechselwirkungen in photonischen Strukturen, in denen die Photonen durch ein synthetisches Magnetfeld beeinflusst werden. Es wird gezeigt, dass ein schwach gekoppelter Quantenemitter mit einem einzelnen zirkulierenden Photon einen chiralen gebundenen Zustand bilden kann. Darüber hinaus wird eine effektive Theorie entwickelt, um solche chiralen Atom-Photon Hybridzustände auch für Systeme mit mehreren Atomen und mehreren Photonen zu beschreiben. Diese Analyse zeigt, dass ein solches System eine vielversprechende Plattform darstellt, um die Physik des fraktionalen Quanten-Hall-Effekts zu simulieren.
Die Anforderungen für zukünftige Quantenexperimente liegen weitestgehend darin, Quellen für langsame und kalte Nanoteilchen zu entwickeln,umlangeWechselwirkungsund Kohärenzzeiten zu erreichen. In dieser Arbeit präsentieren wir einen experimentellen Aufbau, der mit dem Ziel entworfen wurde, Molekültröpfchen mittels optischer Kräfte zu kühlen. Intensive Infrarotfelder (1560nm), abseits der Molekülresonanzen, können in einem optischen Resonators derart überhöht werden, dass die wirkenden Kräfte ausreichen, um die Bewegungen der Teilchen zu beeinflussen und zu bremsen bzw. zu kühlen. Da dieser Effekt auf derWechselwirkung zwischen dem elektromagnetischen Feld und dem im Teilchen induzierten Dipolmoment basiert, kann dieses Schema auf polarisierbare Objekte jeglicher Art angewandtwerden. Zudem skaliert die Effizienz dieses Vorgangs mit dem Volumen der Teilchen bishin zu einer Größe, die im Bereich der halbenWellenlänge des Infrarot-Feldes liegt. Effekte, die ab dieser Größenordnung auftreten, werden wir daher sowohl theoretisch, als auch experimentell behandeln. Darüber hinaus ermöglicht der Resonator die Trajektorien der Teilchen nachzuverfolgen. Zu diesem Zweck wird neben der fundamentalen Resonatormode, die für das Kühlen zuständig ist, eine Transversalmode höherer Ordnung angeregt und deren Wechselwirkung mit den Teilchen beobachtet. Im Laufe dieser Arbeit werden erste experimentelle Ergebnisse präsentiert, die nahelegen, dass das optische Manipulieren von Nanoteilchen in Reichweite liegt. Dazu betrachten wir die Bildung von Molekültröpfchen (Durchmesser 10nm - 10 μm) in einem Laserdesorptions-Verfahren. Wir verwenden Moleküle, die in Basel in der Gruppe von Prof. M. Mayor synthetisiert wurden,umden Anforderungen der Molekülinterferometrie- Experimente zu genügen. Dabei beobachten wir u.a. ein Teilchen, das aufgrund der Wechselwirkung mit dem Feld im Resonator beim Durchflug zum Umkehren gebracht wird. DesWeiteren wird gezeigt, wie mit Hilfe einer Computersimulation die Bewegung eines Tröpfchens durch das Lichtfeld rekonstruiert werden kann. Schlussendlich werden wir die Beschränkungen des bisherigen Aufbaus, sowie die weiteren Aussichten zum Bremsen und Kühlen von mesoskopischen Teilchen in möglichen Erweiterungen des Experiments diskutieren.
Die Erzeugung korrelierter Photonen ist eine besondere Herausforderung der modernen Quantenoptik, da Photonen intrinsisch nicht miteinander wechselwirken. Die Wechselwirkungen zwischen unkorrelierten Photonen, verbunden mit dem Ziel komplexe Vielteilchenzustände von Photonen zu erzeugen, wird daher seit Langem angestrebt. Typischerweise erfordern solche Wechselwirkungen eine hohe Nichtlinearität, die durch stark an eine optische Mode gekoppelte Quantenemitter realisiert werden kann. Solche Ansätze werden jedoch oft durch unvermeidliche Dissipation in Form von Photonenverlust erheblich beeinträchtigt, was zu einer Reduktion der Korrelationen führt. In dieser Arbeit demonstriere ich einen experimentellen Ansatz, bei dem wir ein stark dissipatives Medium verwenden, welches schwach an ein Lichtfeld gekoppelt ist, um stark korrelierte Lichtzustände zu erzeugen. Das Herz unseres Systems ist eine optische Nanofaser, deren Durchmesser kleiner ist als die Lichtwellenlänge. An dieser Nanofaser fangen wir neutrale Cäsiumatome in zwei 1-dimensionalen Gittern, die durch eine optische Zweifarben-Dipolfalle erzeugt werden. Die nicht miteinander wechselwirkenden gefangenen Atome koppeln schwach an die in der Nanofaser geführte Mode. Jedes Atom kann einen kleinen Bruchteil des Lichts aus der Faser heraus streuen, was den dissipativen Teil der Atom-Licht-Wechselwirkung darstellt. Dadurch wird die Anzahl unkorrelierter Photonen reduziert. Die Tatsache, dass ein Atom immer nur ein Photon zur gleichen Zeit absorbieren kann, erzeugt jedoch Korrelationen zwischen Photonen, die zur gleichen Zeit am Atom ankommen. Die gestreuten Photonen sind spektral verstimmt und werden daher weniger absorbiert. Die große Anzahl von Atomen im System verstärkt die dissipativen und nichtlinearen Effekte, was zu stark korrelierten Photonen am Ausgang der Nanofaser führt.Wir messen die im transmittierten Lichtfeld induzierten Korrelationen zweiter Ordnung mit Hilfe eines Hanbury-Brown-Twiss-Aufbaus. Dafür senden wir ein schwaches resonantes Lichtfeld durch die Nanofaser, wo es mit einem Ensemble schwach-gekoppelter Atome wechselwirkt. Wir beobachten, dass wir durch Änderung der Anzahl der Atome im Ensemble die Wechselwirkung zwischen den Photonen von “nicht-wechselwirkend“ über “abstoßend“ bis “attraktiv“ einstellen können, was sich in den Messdaten durch den Übergang von “no bunching“ zu “antibunching“ zu “bunching“ äußert. Diese Realisierung einer kollektiv erhöhten Nichtlinearität eröffnet neue Wege zur Erzeugung nicht-klassischer Lichtzustände.