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Frauen in Philosophie und Wissenschaft

Einige Gedanken zu Grete Hermann und zur Interpretation der Quantenmechanik

C. L. Herzenberg

Published Jan 1, 2019• 0 citations
Publisher
DOI
10.1007/978-3-658-16241-2_6

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Grete Hermann war eine Pionierin in der mathematischphysikalischen Grundlagenforschung. Mitte der 1930er-Jahre setzte sie sich intensiv mit Johann (John) von Neumanns Überlegungen zu verborgenen Variablen in der Quantenmechanik auseinander.G rete Hermann wurde am 2. März 1901 in Bremen geboren.Sie studierte Mathematik, Physik und Philosophie in Göttingen und Freiburg und promovierte 1925 bei der Mathematikerin Emmy Noether mit einer Dissertation zur "Frage der endlich vielen Schritte in der Theorie der Polynomideale".Nach ihrer Promotion arbeitete Grete Hermann als private Assistentin beim Philosophen Leonard Nelson, einem Freund und Kollegen David Hilberts.Nach Nelsons Tod 1927 veröffentlichte sie zusammen mit Minna Specht Nelsons Arbeiten und hielt Vorträge zu seinem Werk.Specht war eine führende Figur des Internationalen Sozialistischen Kampfbunds ISK, einer kleinen intellektuellen Elite aus Göttingen.Daher war es kein Zufall, dass Grete Hermann ihre beiden wichtigsten Aufsätze zur Philosophie der Quanten-mechanik in der von Nelson begründeten "Neuen Folge der Abhandlungen der Fries'schen Schule" publizierte.Die heute antiquiert klingenden Titel der Aufsätze -"Die naturphilo sophischen Grundlagen der Quantenmechanik" [1] und "Über die Grundlagen physikalischer Aussagen in den älteren und den modernen Theorien" [2] -behandeln zur damaligen Zeit hoch aktuelle Fragen nach dem revolutionären Charakter der Quantenphysik.Grete Hermann argumentierte in beiden Arbeiten, dass der Indeterminismus der Quantenmechanik zwar bedeute, dass sich die Ergebnisse einer Messung nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit vorausberechnen lassen.

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Since years a classical oscillator is known representing fundamental properties of quantum mechanical systems without the use of the demanding mathematics of quantum theory. This allows to develop an intuitive notion in introductory quantum theory lessons in high school and university. Spontaneous and stimulated emission, quantization and collapse of the oscillator in analogy to the collapse of the wave function and the probability interpretation are clearly demonstrated, The simulation of the oscillator with the GNU Octave software and the related code are presented. ---- Seit Jahren ist ein klassischer Oszillator bekannt, der es erlaubt einige grundlegende Eigenschaften von quantenmechanischen Systemen darzustellen, ohne die anspruchsvolle Mathematik der Quantenmechanik benutzen zu müssen. Dadurch ist es möglich in der Schule und Hochschule in Kursen zur Einführung in die Quantenmechanik eine intuitive Vorstellung zur Quantenmechanik zu entwickeln und Eigenschafen wie spontane und stimulierte Emission, Quantisierung und Kollaps des Oszillator analog zum Kollaps der Wellenfunktion sowie die zwanglose Einführung der Wahrscheinlichkeitsinterpretation anschaulich darzustellen. Die Simulation des Oszillator mittels der GNU Octave Software und dem zugehörigen Quelltext wird gezeigt.

arXiv:1802.05106•Dec 7, 2017•0 citations
Grete Hermann war eine Pionierin in der mathematischphysikalischen Grundlagenforschung. Mitte der 1930er-Jahre setzte sie sich intensiv mit Johann (John) von Neumanns Überlegungen zu verborgenen Variablen in der Quantenmechanik auseinander.G rete Hermann wurde am 2. März 1901 in Bremen geboren.Sie studierte Mathematik, Physik und Philosophie in Göttingen und Freiburg und promovierte 1925 bei der Mathematikerin Emmy Noether mit einer Dissertation zur "Frage der endlich vielen Schritte in der Theorie der Polynomideale".Nach ihrer Promotion arbeitete Grete Hermann als private Assistentin beim Philosophen Leonard Nelson, einem Freund und Kollegen David Hilberts.Nach Nelsons Tod 1927 veröffentlichte sie zusammen mit Minna Specht Nelsons Arbeiten und hielt Vorträge zu seinem Werk.Specht war eine führende Figur des Internationalen Sozialistischen Kampfbunds ISK, einer kleinen intellektuellen Elite aus Göttingen.Daher war es kein Zufall, dass Grete Hermann ihre beiden wichtigsten Aufsätze zur Philosophie der Quanten-mechanik in der von Nelson begründeten "Neuen Folge der Abhandlungen der Fries'schen Schule" publizierte.Die heute antiquiert klingenden Titel der Aufsätze -"Die naturphilo sophischen Grundlagen der Quantenmechanik" [1] und "Über die Grundlagen physikalischer Aussagen in den älteren und den modernen Theorien" [2] -behandeln zur damaligen Zeit hoch aktuelle Fragen nach dem revolutionären Charakter der Quantenphysik.Grete Hermann argumentierte in beiden Arbeiten, dass der Indeterminismus der Quantenmechanik zwar bedeute, dass sich die Ergebnisse einer Messung nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit vorausberechnen lassen.
Since years a classical oscillator is known representing fundamental properties of quantum mechanical systems without the use of the demanding mathematics of quantum theory. This allows to develop an intuitive notion in introductory quantum theory lessons in high school and university. Spontaneous and stimulated emission, quantization and collapse of the oscillator in analogy to the collapse of the wave function and the probability interpretation are clearly demonstrated, The simulation of the oscillator with the GNU Octave software and the related code are presented. ---- Seit Jahren ist ein klassischer Oszillator bekannt, der es erlaubt einige grundlegende Eigenschaften von quantenmechanischen Systemen darzustellen, ohne die anspruchsvolle Mathematik der Quantenmechanik benutzen zu müssen. Dadurch ist es möglich in der Schule und Hochschule in Kursen zur Einführung in die Quantenmechanik eine intuitive Vorstellung zur Quantenmechanik zu entwickeln und Eigenschafen wie spontane und stimulierte Emission, Quantisierung und Kollaps des Oszillator analog zum Kollaps der Wellenfunktion sowie die zwanglose Einführung der Wahrscheinlichkeitsinterpretation anschaulich darzustellen. Die Simulation des Oszillator mittels der GNU Octave Software und dem zugehörigen Quelltext wird gezeigt.