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Die Wiederkehr der Unschärfe

Bernd Hüppauf

Published Mar 1, 2004• 1 citation
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Brill | Schöningh eBooks•Jan 1, 2016•0 citations

Non-equilibrium dynamics beyond dephasing: recurrences and loss induced cooling in one-dimensional Bose gases

Bernhard Rauer

Die Nichtgleichgewichtsdynamik komplexer quantenmechanischer Vielteilchensysteme ist ein breites Forschungsfeld mit Relevanz für die unterschiedlichsten Gebiete der Physik. Eine der vielseitigsten experimentellen Plattformen in diesem Kontext sind ultrakalte Atome, da sie sich durch große Flexibilität und ihre einfache Isolierung von der Umwelt auszeichnen. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Nichtgleichgewichtsdynamik eindimensionaler Bosegase, die durch ultrakalte 87Rb Atome auf einem Atom Chip realisiert werden. Mit dem Fokus auf Phänomenen die sich auf Zeitskalen länger als die typische Dephasierungszeit von Anregungen abspielen berichten wir über die Beobachtung von dynamischen Wiederkehreffekten sowie von der Entdeckung eines neuartigen Kühlmechanismus. Eine Wiederkehr, sprich die dynamische Rückkehr eines Systems zu seinem Anfangszustand, ist für große Systeme im Allgemeinen nicht beobachtbar, da die Komplexität des Spektrums ihr Auftreten erst nach enorm langen Zeitskalen erlaubt. In einem Paar homogener eindimensionaler Bosegase kann durch die Realisierung eines kommensurablen Spektrums jedoch die Zeitskala einer Wiederkehr der niedrigenergetischen Dynamik in den Bereich des experimentell Beobachtbaren gebracht werden. Um dies zu zeigen initialisieren wir zwei Gase durch Kopplung über eine Tunnelbarriere in einem phasenkohärenten Zustand um dann die Kopplung schlagartig auszuschalten. Die darauffolgende Dynamik wird über Materiewellen-Interferometrie gemessen, wodurch sich die relative Phase zwischen den Gasen bestimmen lässt. Nach einer anfänglichen Dephasierung beobachten wir eine mehrmalige Wiederkehr des kohärenten Anfangszustands aufgrund des Rephasierens der beteiligten Anregungen. Des Weiteren können wir aus der Dämpfung der Wiederkehr auf sonst schwer messbare Streueffekte zwischen den Anregungen schließen. Ein weiteres Thema dieser Arbeit ist die Dynamik eindimensionaler Bosegase, welche einem kontinuierlichen Verlust an Teilchen ausgesetzt sind. Obwohl Thermalisierung in diesen Systemen stark unterdrückt ist und dadurch reguläres Kühlen durch Evaporation ineffektiv wird beobachten wir substantielle Kühleffekte. Für diese Kühlung ist ein neuartiger Mechanismus verantwortlich, für den weder ein energieselektives Auskoppeln von Teilchen, noch effiziente Thermalisierungsprozesse von Nöten sind. Stattdessen beruht der Kühleffekt auf der verlustbedingten Reduktion von Dichtefluktuationen sowie einer kontinuierlichen Dephasierung der beteiligten Anregungen. Für Experimente mit eindimensionalen Bosegasen füllt dieser Mechanismus eine wichtige Lücke im Verständnis der Zustandspräparation sowie der Limitierungen von Kühlprozessen.

•Oct 1, 2018•3 citations

Heisenbergs Unschärfe in 80 MHz·ns ist Fourier

Jürgen Michael Grimm

Die Heisenbergsche Unschärferelation ΔE·Δt ≥ ℏ/2 gilt gemeinhin als Inbegriff der Quantenphysik – eine abstrakte Formel mit der kaum zu erinnernden Konstante ℏ = 1,054×10⁻³⁴ J·s. Dieser didaktische Beitrag zeigt, dass die Konstante durch eine einfache Einheitentransformation in die Ingenieursprache übersetzt werden kann: Δf·Δt ≥ 80 MHz·ns – merkbar, greifbar, intuitiv. Das Ergebnis offenbart eine tiefere Wahrheit: Die Unschärfe ist keine exklusive Eigenheit der Quantenwelt, sondern eine direkte Konsequenz der Fourier-Transformation. Küpfmüller identifizierte diese Grenze bereits 1924 – drei Jahre vor Heisenberg – in der Nachrichtentechnik. Kennard und Weyl lieferten 1927/28 die rigorose mathematische Fundierung; Shannon vervollständigte 1948 das Bild durch die Informationstheorie. Die vorliegende Arbeit entwickelt eine didaktisch motivierte Hierarchie von Unschärfeprodukten – 80, 160 und 320 MHz·ns – als Varianten desselben Fourier-Prinzips, je nach Definition von Bandbreite und Pulsdauer. Diese Werte werden anhand realer Systeme verifiziert: von atomaren Spektrallinien über digitale Logikfamilien bis zu IBM-Quantenprozessoren (Heron, 2024). Die zentrale Botschaft: Die Elektrotechnik war stets Quantenmechanik – sie hat es nur nicht gewusst.

•Jun 16, 2026•0 citations

Verwirrung durch Unschärfe

Gerhard Rempe

Physik in unserer Zeit•Jul 1, 2014•0 citations
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