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Physikalische Blätter

50 Jahre Hanle‐Effekt: Rückblick und Vorblick

Alfred Kastler

Published Sep 1, 1974• 8 citations
Publisher

Abstract

Abstract Im Jahre 1924 legte Wilhelm Hanle seine Doktorarbeit vor über „Magnetische Beeinflussung der Polarisation der Resonanzfluoreszenz”︁. Anläßlich der fünfzigsten Wiederkehr dieses Datums schildert der Verfasser den damaligen Hergang sowie die weitere, auch heute noch keineswegs abgeschlossene Entwicklung. Inhalt: Einleitung, das Hanle‐Experiment, seine theoretische Deutung, Hanle‐Effekt als Kohärenzerscheinung und seine quantenmechanische Deutung, Verallgemeinerung des Hanle‐Effektes, Kaskaden und Kohärenzeffekte höherer Ordnung, Level‐crossing, Hanle‐Effekt bei Molekülen.

DOI
10.1002/phbl.19740300903

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Orientierung angeregter Atome im elektrischen Feld

Wilhelm Hanle

Abstract Vor 50 Jahren untersuchte der Verfasser die Beeinflussung der Polarisation des Lichtes durch elektrische und magnetische Felder für den quadratischen Starkeffekt. Die moderne Beobachtungstechnik, nicht zuletzt die Benutzung von Lasern, ermöglichte viele weitere ähnliche Untersuchungen, worüber hier ein überblick gegeben wird.

Physikalische Blätter•Nov 1, 1977•1 citation

Quantenphänomene eines einzelnen Atoms

HERBERT WALTHER

Abstract Als die Quantenmechanik entwickelt wurde, war es noch völlig undenkbar, jemals Quantenvorgänge einzelner Atome zu beobachten. So war die Diskussion in diesem Zusammenhang immer nur auf Gedankenexperimente beschränkt, und die Quantenmechanik war in der Konzeption, daß Wahrscheinlichkeitsaussagen für ein Ensemble gemacht werden, völlig ausreichend. Die Methoden der Laserspektroskopie haben es in den letzten Jahren möglich gemacht, einzelne freie Atome und auch einzelne Moleküle in Festkörpern zu beobachten und insbesondere deren Quantenverhalten zu verfolgen. Die Möglichkeit, das Vakuumfeld zu manipulieren, das bei der Quantisierung des Strahlungsfeldes ins Spiel kommt, hat weitere interessante Experimente ermöglicht. Somit gelingt es heute, die Quantenvorgänge sowie deren äußere Beeinflussung an einzelnen Atomen zu verfolgen und Phänomene sichtbar zu machen, die sich bei der Beobachtung mehrerer Atome herausmitteln würden. In diesem Beitrag werden Ein‐Atom‐Experimente, die sich mit der Strahlungs‐Atom‐Wechselwirkung befassen, diskutiert und zusammengefaßt. Der Schwerpunkt liegt auf den Experimenten in Resonatoren und Ionenfallen, die bei uns in Garching durchgeführt wurden bzw. gerade werden. Für weitere zusammenfassende Arbeiten siehe [1].

Physikalische Blätter•Jul 1, 1998•2 citations

Die Frage meines Vaters: Ansprache anlässlich der Ausstellungseröffnung „100 Jahre Quantentheorie” am 11. Dezember 2000 in der Staatsbibliothek, Berlin

Dieter Simon

A nsprache anlässlich einer Ausstellungseröffnung.Die Ansprache ist, so steht es in der Einladung, die "des Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Herr Professor Dr. Dieter Simon".Fehlen zwei Genetive.Wir befinden uns offenbar in der Welt des Nominativs.Das ist lebensklug.Schließlich handelt es sich nicht um eine Ausstellung zur Morphologie der Kasus.Der Nominativ ist der eindeutige Fall.Er regiert und stellt klar.In diesem Fall: den Redner zur Ausstellung.Seine Legitimation ergibt sich aus dem präsidialen Amt.Seine Qualifikation nicht.Über sie wird zu reden sein. I.Die Ausstellung heißt: "100 Jahre Quantentheorie".Eine Ausstellung über eine Theorie.Zweifellos ein schwieriges Unterfangen.Wie macht man "theoria", die "Anschauung", anschaulich?Die Ausstellung bildet den Auftakt für eine ganze Jubiläumswoche.Auch die Jubiläumswoche heißt "100 Jahre Quantentheorie", und das Bundesministerium für Bildung und Forschung lädt unter der Überschrift "100 Jahre Quantentheorie" ein zum "Festakt mit Bundesministerin Edelgard Bulmahn im Schauspielhaus".Bei soviel Jubel muss es sich sowohl um eine ehrenvoll gealterte als auch um eine bedeutende Theorie handeln.Eine Theorie mit Folgen für die Praxis und mit Bedeutung für das Leben der Menschen.Und zwar nicht bloß derjenigen, die sie verstehen und pflegen und in dieser Woche feiern."Der Inhalt der Physik", sagte Friedrich Dürrenmatt, "geht die Physiker an, die Auswirkung alle Menschen". Die Frage meines VatersAnsprache anlässlich der Ausstellungseröffnung "100 Jahre Quantentheorie" am 11.

Physikalische Blätter•Apr 1, 2001•0 citations

Berechnung des Polarisationsgrades der Resonanzfluoreszenz beim Auftreten der Strahlungsdiffusion. I

Rolf Seiwert, W. Ermisch

Abstract Wenn die Resonanzfluoreszenzstrahlung innerhalb des Resonanzgefäßes reabsorbiert wird, so tritt infolge der richtungsabhängigen Ausstrahlung und Absorption des π‐ und σ‐Lichts eine Depolarisation auf. Außerdem wirkt bei anomalem Zeeman‐Effeckt noch depolarisierend, daß bei Anregung mit π‐ oder σ‐Licht meistens π‐ und σ‐Licht emittiert wird. Es werden Gleichungen zur Berechnung des Polarisationsgrades der Resonanzfluoreszenz bei sehr schwachen Magnetfeldern (einschl. |ℌ| → 0) und schwacher Reabsorption der Resonanzstrahlung abgeleitet.

Annalen der Physik•Jan 1, 1959•5 citations

Einstein in Innsbruck

Salvatore Matteo Giacomuzzi

Auf seinen Europareisen besuchte Albert Einstein auch Innsbruck. Nicht etwa, um die Alpenkulisse zu genießen, sondern um über die neuesten Ideen zur gerade in der Entstehung befindlichen Quantenphysik zu diskutieren. Anlässlich der 88. Versammlung der Gesellschaft für Forscher und Ärzte traf er in den Stadtsälen im September 1924 die wichtigsten Köpfe der Physik der damaligen Zeit. Worum gingt es bei diesem Treffen? Hatte es weiteren Einfluss auf die Entwicklung der Physik? Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums von Einsteins Aufenthalt in Tirol lädt uns der Physiker und Psychologe Salvatore Matteo Giacomuzzi zu einem Ausflug in die lokale Wissenschaftsgeschichte ein und vermittelt anschaulich (und mit nur einer physikalischen Formel!) den Wissensstand um die Atom- und Quantenphysik der 1920er Jahre. Er zeichnet nach, wie die Nobelpreisträger Albert Einstein, Erwin Schrödinger und Wolfgang Pauli Gedanken austauschten, die ihre weiteren Forschungen maßgeblich beeinflussten. Dabei lernen wir diese Physiker als Persönlichkeiten kennen und erfahren Spannendes über die Entwicklungen und Entdeckungen der Physik im 20. Jahrhundert.

•Jan 1, 2024•0 citations

Berechnung des Polarisationsgrades der Resonanzfluoreszenz beim Auftreten der Strahlungsdiffusion. II

Rolf Seiwert, W. Ermisch

Abstract Die Gleichungen, die in Teil I zur Berechnung des Polarisationsgrades unter Berücksichtigung der Strahlungsdiffusion abgeleitet worden sind, werden auf drei Fälle angewandt, für die experimentelle Ergebnisse vorliegen. Die erhaltenen Resultate stimmen mit den experimentellen Ergebnissen so gut überein, wie dies in Anbetracht der notwendigen Vereinfachungen bei der Rechnung möglich ist. Das kann als Bestätigung dafür angesehen werden, daß tatsächlich bei sehr kleinen Teilchendichten die Depolarisation durch Strahlungsdiffusion bewirkt wird.

Annalen der Physik•Jan 1, 1959•3 citations
Abstract Im Jahre 1924 legte Wilhelm Hanle seine Doktorarbeit vor über „Magnetische Beeinflussung der Polarisation der Resonanzfluoreszenz”︁. Anläßlich der fünfzigsten Wiederkehr dieses Datums schildert der Verfasser den damaligen Hergang sowie die weitere, auch heute noch keineswegs abgeschlossene Entwicklung. Inhalt: Einleitung, das Hanle‐Experiment, seine theoretische Deutung, Hanle‐Effekt als Kohärenzerscheinung und seine quantenmechanische Deutung, Verallgemeinerung des Hanle‐Effektes, Kaskaden und Kohärenzeffekte höherer Ordnung, Level‐crossing, Hanle‐Effekt bei Molekülen.
Abstract Als die Quantenmechanik entwickelt wurde, war es noch völlig undenkbar, jemals Quantenvorgänge einzelner Atome zu beobachten. So war die Diskussion in diesem Zusammenhang immer nur auf Gedankenexperimente beschränkt, und die Quantenmechanik war in der Konzeption, daß Wahrscheinlichkeitsaussagen für ein Ensemble gemacht werden, völlig ausreichend. Die Methoden der Laserspektroskopie haben es in den letzten Jahren möglich gemacht, einzelne freie Atome und auch einzelne Moleküle in Festkörpern zu beobachten und insbesondere deren Quantenverhalten zu verfolgen. Die Möglichkeit, das Vakuumfeld zu manipulieren, das bei der Quantisierung des Strahlungsfeldes ins Spiel kommt, hat weitere interessante Experimente ermöglicht. Somit gelingt es heute, die Quantenvorgänge sowie deren äußere Beeinflussung an einzelnen Atomen zu verfolgen und Phänomene sichtbar zu machen, die sich bei der Beobachtung mehrerer Atome herausmitteln würden. In diesem Beitrag werden Ein‐Atom‐Experimente, die sich mit der Strahlungs‐Atom‐Wechselwirkung befassen, diskutiert und zusammengefaßt. Der Schwerpunkt liegt auf den Experimenten in Resonatoren und Ionenfallen, die bei uns in Garching durchgeführt wurden bzw. gerade werden. Für weitere zusammenfassende Arbeiten siehe [1].
A nsprache anlässlich einer Ausstellungseröffnung.Die Ansprache ist, so steht es in der Einladung, die "des Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Herr Professor Dr. Dieter Simon".Fehlen zwei Genetive.Wir befinden uns offenbar in der Welt des Nominativs.Das ist lebensklug.Schließlich handelt es sich nicht um eine Ausstellung zur Morphologie der Kasus.Der Nominativ ist der eindeutige Fall.Er regiert und stellt klar.In diesem Fall: den Redner zur Ausstellung.Seine Legitimation ergibt sich aus dem präsidialen Amt.Seine Qualifikation nicht.Über sie wird zu reden sein. I.Die Ausstellung heißt: "100 Jahre Quantentheorie".Eine Ausstellung über eine Theorie.Zweifellos ein schwieriges Unterfangen.Wie macht man "theoria", die "Anschauung", anschaulich?Die Ausstellung bildet den Auftakt für eine ganze Jubiläumswoche.Auch die Jubiläumswoche heißt "100 Jahre Quantentheorie", und das Bundesministerium für Bildung und Forschung lädt unter der Überschrift "100 Jahre Quantentheorie" ein zum "Festakt mit Bundesministerin Edelgard Bulmahn im Schauspielhaus".Bei soviel Jubel muss es sich sowohl um eine ehrenvoll gealterte als auch um eine bedeutende Theorie handeln.Eine Theorie mit Folgen für die Praxis und mit Bedeutung für das Leben der Menschen.Und zwar nicht bloß derjenigen, die sie verstehen und pflegen und in dieser Woche feiern."Der Inhalt der Physik", sagte Friedrich Dürrenmatt, "geht die Physiker an, die Auswirkung alle Menschen". Die Frage meines VatersAnsprache anlässlich der Ausstellungseröffnung "100 Jahre Quantentheorie" am 11.
Abstract Wenn die Resonanzfluoreszenzstrahlung innerhalb des Resonanzgefäßes reabsorbiert wird, so tritt infolge der richtungsabhängigen Ausstrahlung und Absorption des π‐ und σ‐Lichts eine Depolarisation auf. Außerdem wirkt bei anomalem Zeeman‐Effeckt noch depolarisierend, daß bei Anregung mit π‐ oder σ‐Licht meistens π‐ und σ‐Licht emittiert wird. Es werden Gleichungen zur Berechnung des Polarisationsgrades der Resonanzfluoreszenz bei sehr schwachen Magnetfeldern (einschl. |ℌ| → 0) und schwacher Reabsorption der Resonanzstrahlung abgeleitet.
Auf seinen Europareisen besuchte Albert Einstein auch Innsbruck. Nicht etwa, um die Alpenkulisse zu genießen, sondern um über die neuesten Ideen zur gerade in der Entstehung befindlichen Quantenphysik zu diskutieren. Anlässlich der 88. Versammlung der Gesellschaft für Forscher und Ärzte traf er in den Stadtsälen im September 1924 die wichtigsten Köpfe der Physik der damaligen Zeit. Worum gingt es bei diesem Treffen? Hatte es weiteren Einfluss auf die Entwicklung der Physik? Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums von Einsteins Aufenthalt in Tirol lädt uns der Physiker und Psychologe Salvatore Matteo Giacomuzzi zu einem Ausflug in die lokale Wissenschaftsgeschichte ein und vermittelt anschaulich (und mit nur einer physikalischen Formel!) den Wissensstand um die Atom- und Quantenphysik der 1920er Jahre. Er zeichnet nach, wie die Nobelpreisträger Albert Einstein, Erwin Schrödinger und Wolfgang Pauli Gedanken austauschten, die ihre weiteren Forschungen maßgeblich beeinflussten. Dabei lernen wir diese Physiker als Persönlichkeiten kennen und erfahren Spannendes über die Entwicklungen und Entdeckungen der Physik im 20. Jahrhundert.
Abstract Die Gleichungen, die in Teil I zur Berechnung des Polarisationsgrades unter Berücksichtigung der Strahlungsdiffusion abgeleitet worden sind, werden auf drei Fälle angewandt, für die experimentelle Ergebnisse vorliegen. Die erhaltenen Resultate stimmen mit den experimentellen Ergebnissen so gut überein, wie dies in Anbetracht der notwendigen Vereinfachungen bei der Rechnung möglich ist. Das kann als Bestätigung dafür angesehen werden, daß tatsächlich bei sehr kleinen Teilchendichten die Depolarisation durch Strahlungsdiffusion bewirkt wird.