Bei der Frtihjahrstagung des Fachverbandes Quantenoptik in Jena spiegelten die eingeladenen Vortrage und fast 400 Kurzvortrage und Posterbeitrage -tiber zehn Prozent mehr als im Vorjahr -das ganze Spektrum von Themen der Quantenoptik wider.
Die Optik ist die Lehre vom Licht, seiner Ausbreitung, dem Aufbau optischer Instrumente und allen den Erscheinungen, die mit dem Auge wahrgenommen werden können. Heute wird zwischen der klassischen Optik und der Quantenoptik unterschieden. In der klassischen Optik wird das Licht als Welle verstanden. Seit Beginn dieses Jahrhunderts sind allerdings viele Experimente durchgeführt worden, deren Deutung nicht im Rahmen der Wellentheorie möglich ist. Zur Erklärung muß angenommen werden, daß das Licht sich wie ein Teilchen, als Korpuskel, dem sogenannten Lichtquant, verhält. Dieses Bild ist immer dann anzuwenden, wenn Licht mit Materie in Wechselwirkung tritt, also zum Beispiel bei der Absorption und Emission, aber auch bei der Streuung von Licht.
Abstract Ein Forschungsschwerpunkt der Quantenoptik ist die Erzeugung von nichtklassischem Licht und das Studium seiner Eigenschaften. Die Herstellung solcher Zustände beschränkte sich bis jetzt auf einige typische Beispiele. Als Quantenoptiker wünscht man sich zu Weihnachten besonders „schöne”︁ Feldzustände, für die es nicht so ganz klar ist, wie man sie konstruieren kann. Um solchen Wünschen entgegenzukommen, beschreiben wir hier ein Verfahren, das es im Prinzip erlaubt, einen beliebigen Zustand für das elektromagnetische Feld aufzubauen. Wir veranschaulichen diese Methode am Beispiel eines Phasenzustands.
Albert Einstein erklärte den dialektischen Zusammenhang zwischen der Wellen- und Korpuskularvorstellung des Lichtes. Im Wellenmodell wird Licht bei seiner Ausbreitung als elektromagnetische Welle aufgefasst. Das Teilchenmodell gründet sich auf die Quantenoptik und ermöglicht die Erklärung von Phänomenen, die mit dem Wellenmodell nicht erfasst werden können. Der Anwendungsbereich der Modelle wird im Abschnitt 3.1 diskutiert. In den Abschnitten 3.2 und 3.3 sind Wellen- und Teilchenmodell im Einzelnen beschrieben.
Quantenoptik Die A G Quantenoptik hatte eine leicht angestiegene Zahl von Vortragsanmeldungen zu verzeichnen.Es wurden 4 Hauptvortrage, 10 Fachvortrage und 130 Kurzvortrage gehalten.Auf vielfachen Wunsch wurde der Anteil der Fachvortrage verstarkt, um Gelegenheit zu bieten, spezielle Themen und Ergebnisse etwas ausfuhrlicher zu prasentieren.Nach wie vor liegt aber der Schwerpunkt der Tagungsaktivitat bei den Kurzvortragen rnit den daran anknupfenden Diskussionen und Informationsgesprachen. Die Tagung wurde rnit einem Hauptvortrag von Herrn Wallenstein (Laserzentrum Hannover) uber ,,Dioden-gepumpte Festkorperlaser: Eine neue Generation von Lasern fur Wissenschaft und Technik" eroffnet.Herr Wallenstein vermittelte einen lebhaften Eindruck vom eindrucksvollen Fortschritt bei Neodym-YAG-Lasern, moglich geworden durch die Entwicklung leistungsstarker Halbleiter-Laserdioden, die konventionelle Blitzoder Bogenlampen als Pumpquelle erset-Zen.Zwei Hauptvortrage aus dem Gebiet der Ultrakurzzeitspektroskopie, die zu ei-