Meyenn: Wolfgang Pauli. Wissenschaftlicher Briefwechsel mit Bohr, Einstein, Heisenberg U. A./Kraus: Von der Uranspaltung zur Göttinger Erklärung. Otto Hahn, Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker und die Verantwortung des Wissenschaftlers/Dürr: Bohmsche Mechanik als Grundlage der Quantenmechanik/Thomas/Weise: The Structure of the Nucleon/Sube: Langenscheidts Fachwörterbuch Physik. Deutsch‐Englisch/ConceptDraw 1.6 — Zeichnen mit „intelligenten Objekten”/Rath: Quantenphysik für Windows Version 1.5
Thomas Görnitz, Helmut Rechenberg, Berthold‐Georg Englert, Thomas Walcher, Katja Bammel, Thomas W. Beneke, Wolfgang W. Schwippert, Filip Floecel
Meyenn: Wolfgang Pauli. Wissenschaftlicher Briefwechsel mit Bohr, Einstein, Heisenberg U. A./Kraus: Von der Uranspaltung zur Göttinger Erklärung. Otto Hahn, Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker und die Verantwortung des Wissenschaftlers/Dürr: Bohmsche Mechanik als Grundlage der Quantenmechanik/Thomas/Weise: The Structure of the Nucleon/Sube: Langenscheidts Fachwörterbuch Physik. Deutsch‐Englisch/ConceptDraw 1.6 — Zeichnen mit „intelligenten Objekten”/Rath: Quantenphysik für Windows Version 1.5
ZusammenfassungIn physikalischen Veröffentlichungen ist es sein Name, der am häufigsten zitiert wird. Die heutige Physik und Chemie sind undenkbar ohne die Schrödinger-Gleichung und die Schrödingersche Wellenfunktion. Beide bilden das Kernstück der sogenannten Wellenmechanik, die 1926 in Form von vier Mitteilungen über die Quantisierung als Eigenwertproblem veröffentlicht wurde. Sch. versuchte mit seiner Theorie ein klassisches und anschauliches Bild der Atome zu skizzieren und die im Jahr zuvor von Werner Heisenberg konzipierte Atommechanik zu überwinden, von der er sich »abgeschreckt, um nicht zu sagen abgestoßen« fühlte. Sch. wollte sich nicht mit den Unstetigkeiten, jenen »Quantensprüngen« abfinden, zu denen Atome als Konsequenz der Plankschen Quantenhypothese gezwungen wurden. Als sich zur allgemeinen Überraschung noch 1926 herausstellte, daß die Theorien von Sch. und Heisenberg äquivalent waren, wurde der Weg frei für die philosophische Interpretation der Quantenmechanik, die vor allem auf Niels Bohr zurückgeht und durch den Begriff der Komplementarität charakterisiert werden kann. Sch. konnte die in diesem Rahmen erfolgte Aufhebung einer kausalen Determiniertheit im atomaren Geschehen nicht akzeptieren. Unter seinen Bemühungen, die erkenntnistheoretische Lektion der Atome zu lernen, ragt eine Diskussion über Die gegenwärtige Situation in der Quantenmechanik (1935) hervor.
Held/Schöningh: Die Bohr‐Einstein‐Debatte. Quantenmechanik und physikalische Wirklichkeit/Schwab: Managementwissen für Ingenieure/Wachter/Hoeber: Repetitorium Theoretische Physik/Gramß: Non‐Standard Computation/Holton: Einstein, die Geschichte und andere Leidenschaften/Leisi: Klassische Physik. Band I: Mechanik, Band II: Elektromagnetismus und Wärme/Weberruß: Quantenphysik im Überblick/Cushing: Philosophical Concepts in Physics. The Historical Relation between Philosophy and Scientific Theories/Zinth/Körner: Physik III: Optik, Quantenphänomene und Aufbau der Atome/WinSTAT für Excel: Entwicklung und Vertrieb: R. Fitch Software, Lindengärten 5
Das Wirkliche ist uns nicht gegeben, sondern aufgegeben (nach Art eines Rätsels).Diesen Ausspruch Einsteins hat der Autor als treffendes Leitmotiv für sein Buch gewählt.Geht es doch in der berühmten Bohr-Einstein-Debatte (1927 -1935), die sicherlich eine der wichtigsten und faszinierendsten in der Geschichte der Wissenschaft war, tatsächlich um die zentrale Frage: Was ist die Wirklichkeit?Einstein, der Realist, bedacht darauf, daß jedes Element der physikalischen Realität ein Gegenstück in der physikalischen Theorie haben muß, betrachtete die Quantenmechanik bekanntermaßen als unvollständig.Bohr hingegen, Einsteins Realitätsbegriff kritisierend, vertrat die Meinung, daß die quantenmechanische Beschreibung der Wirklichkeit sehr wohl vollständig ist.Sein Schlüsselbegriff war dabei die Komplementarität, die die gegenseitige Ausschließung und gemeinsame Ergänzung der quantenmechanischen Beschreibungsarten (z.B. Welle-Teilchen) beinhaltet.
Der Tod WOLFGANG PAULIS hat unter uns eine Lücke gerissen, die niemand ausfüllen kann.Wenn ich auf die Bitte der Herausgeber hier einige Erinnerungen an ihn aufschreibe, so möchte ich nicht in erster Linie über seine größeren wissenschaftlichen Arbeiten sprechen; sie sind ein Denkmal, das er sich in unser aller Bewußtsein gesetzt hat.Auch und gerade den Jüngeren unter uns sind sie wohlbekannt, und sie werden dauern.Vielleicht darf ich versuchen, stattdessen etwas von der unvergleichlichen und so schwer zu fassenden Person aufzuzeichnen, die wir nun nicht mehr unter uns sehen werden.Wer gegen Ende der Zwanziger jähre theoretische Physik zu studieren begann, für den bedeutete der Autorenname W. PAULI JR., dessen Träger damals etwa 30 Jahre alt war, schon so etwas wie einen Klassiker.PAULIS Enzyklopädie-Artikel über die Relativitätstheorie, den er auf Anregung seines Lehrers SOMMERFELD schon als Student, angeblich im zweiten Semester, geschrieben hatte, ist bis zum heutigen Tag in seiner Klarheit und Präzision wohl nicht übertroffen.PAULIS eigene Forschung galt fast ausschließlich der Atomphysik.Er gehörte mit HEISENBERG, DIRAC, FERMI und JORDAN ZU jener erstaunlichen Generation von "jungen Quantentheoretikern", die um 1925 im Durchschnittsalter von 25 Jahren der Quantenmechanik die endgültige Form gaben.Sie stammten aus den Schulen von München, Göttingen und Cambridge; ihr Mittelpunkt war NIELS BOHRS Institut in Kopenhagen.PAULIS bekanntester eigener Beitrag wurde das Ausschließungsprinzip (1924).In ihm zeigt sich schon eine eigentümliche Stärke des PAULischen Denkens, das Interesse für die genaue Abzählung bestehender Möglichkeiten, für Faktoren 2 und für Vorzeichen, die man nach seinem eigenen Wort nicht wissen kann, sondern rechnen muß.In seinem Artikel über Quantentheorie in der 1. Auflage des Blauen Handbuches (1925) vollbrachte er das Kunstwerk, unmittelbar vor der Auffindung der Quantenmechanik, also mit scheinbar noch unzureichenden Hilfsmitteln, praktisch jede physikalische Frage richtig zu beantworten.Von seinem entsprechenden Artikel in der 2. Auflage (1933) soll er gesagt haben, so gut wie der erste werde er nicht, aber immer noch der beste Artikel über dieses Gebiet.Jedenfalls hat man ihn vor wenigen Jahren mit nur geringen Kürzungen und wohl ohne Änderungen nachdrucken können.
Das weltweite Interesse an der Quantenmechanik, wie man die in der Matrizen- und Wellenmechanik formulierte Atomtheorie meist übergreifend nannte, war mehr als nur eine flüchtige Begeisterung für eine wissenschaftliche Modeerscheinung. Die Quantenmechanik markierte einen Wendepunkt in der Geschichte der Physik. Die in der «Kopenhagener Deutung» propagierte Interpretation der atomaren Vorgänge rührte an den Grundfesten des Denkens. Das Naturgeschehen erschien in letzter Konsequenz akausal und von einer grundsätzlichen Unbestimmtheit geprägt, die dem Betrachter immer nur Teilaspekte der Wahrheit offenbarte. Die Atomphysik rückte ins Zentrum naturphilosophischer Debatten: Einsteins «Gott würfelt nicht» und die Bohrsche «Komplementaritäts-philosophie» markierten die beiden Extreme eines neuen Grundlagenstreits unter den Physikern, der gegen Ende der 1920er Jahre begann und bis heute keine befriedigende Lösung gefunden hat.1 Seit diesen Auseinandersetzungen um die Interpretation der Quantenmechanik gehört zum Flair der modernen Physiker auch der Hauch des Philosophischen.
"Quanten 4" enthält die beiden Vorträge der Mitgliederversammlung der Heisenberg-Gesellschaft im Oktober 2015. Rainer Blatt beschreibt den Weg zum Quantencomputer und Peter Schmüser veranschaulicht die praktische Bedeutung der Quantenphysik als Basis moderner Technologien. Auf die Vorträge folgen zwei Briefe von Werner Heisenberg aus dem Sommer 1925 an seinen engen Freund und Kollegen Wolfgang Pauli. Darin erwähnt Heisenberg erstmals seine Theorie über eine neue Mechanik, die später als Quantenmechanik bekannt wird, und bittet um kritische Durchsicht des zugehörigen Manuskripts. Mit dieser Arbeit begründete Heisenberg eine neue, über die klassische Physik hinausgehende Beschreibung der mikroskopischen Welt der Atome, Moleküle und Elementarteilchen. Für diese Leistung erhielt er auf Vorschlag von 29 berühmten Gelehrten im Jahr 1932 den Nobelpreis – der Vorschlag von Wolfgang Pauli an das Nobelkomitee ist hier abgedruckt. Ein Essay über die drei Wunderjahre 1905, 1915 und 1925, die die Physik des 20. Jahrhunderts begründet haben, rundet den Band ab. Zusammen mit der Relativitätstheorie Einsteins bildet die Quantenmechanik die Grundlage der modernen Physik. Die Heisenberg-Gesellschaft widmet sich deshalb der Vermittlung des geistigen Erbes von Werner Heisenberg und setzt sich für die Erfassung und Aufarbeitung seines Nachlasses ein.