Soll ein Atommodell mehr als nur eine ungefähre Vorstellung geben, so muß es auch die auffallendste Wesensäußerung des Atoms befriedigend erklären, die Emission des Lichtes. Wir sprachen im Abschnitt 1.5. schon von den Katodenstrahlen, d. h. schnell bewegten Elektronen. Wenn nun in der Entladungsröhre noch ein gewisser Rest von Gas vorhanden ist (etwa in der Größenordnung von 1 Torr), so erfüllt sich der ganze Raum mit einem mild strahlenden Licht. Jedes Gas leuchtet dabei mit einer charakteristischen Farbe.
Die Farbe Magenta spielt in der Goethe’schen Farbenlehre – neben Cyan und Gelb – eine ähnlich fundamentale Rolle wie die Farben Rot, Blau und Grun in der Farbenlehre Newtons. Unter den sechs genannten Farben ist Magenta jedoch die einzige Farbe, die nicht als wohl definierte Wellenlänge im bekannten Farbspektrum auftritt. Das führt auf die naheliegende Frage, ob ein einzelnes Photon die Farbe Magenta haben kann. Dieser Artikel beschreibt, wie man solche Photonen im Prinzip herstellen und nachweisen kann.