Die Demontage des quantenmechanischen Beobachter-Mythos: Eine logisch-biologische Widerlegung des Doppelspaltexperiments Ergänzende Formalisierung der Kausalitäts- und Latenzbeziehung
ZusammenfassungIn dem vielleicht originellsten und anregendsten Abschnitt seines Buches The Conceptual Development of Quantum Mechanics behauptet Max Jammer, „daß gewisse philosophische Ideen des späten neunzehnten Jahrhunderts nicht nur das geistige Klima für die moderne Quantentheorie vorbereiteten, sondern auch ihre neuen Begriffsbildungen entscheidend prägten.“1 Insbesondere kamen damals „Kontingentismus**, Existentialismus, Pragmatismus und logischer Empirismus als Gegensatz zum traditionellen Rationalismus und zur konventionellen Metaphysik auf. … Die Bejahung einer bestimmten Lebensauffassung und die Ablehnung eines abstrakten Intellektualismus erreichte in der Doktrin des freien Willens und in der Ablehnung eines mechanischen Determinismus oder einer metaphysischen Kausalität ihren Höhepunkt. Diese Denkrichtungen waren sich — wenn auch aus unterschiedlichen Gründen — in der Ablehnung der Kausalität einig und schufen damit sozusagen den philosophischen Hintergrund für die moderne Quantentheorie. Sie lieferten Anregungen während der Phase der neuen Begriffsbildungen und förderten ihre Aufnahme“.2
Makroskopisch ist die Welt eindeutig: Etwas ist tot oder lebendig, draußen oder drinnen, links oder rechts. In der quantenmechanischen Welt aber ist alles anders. Atome, Moleküle und die Teilchen des Lichts können Überlagerungszustände einnehmen, die eine derart einfache Grenzziehung nicht mehr zulassen. Zwischenzeitlich haben die Physiker nachgewiesen, dass quantenmechanische Überlagerungszustände auch in der makroskopischen, von uns wahrnehmbaren Welt möglich sind. Derzeit untersuchen sie, inwieweit die Natur solche Überlagerungen nutzt, um biologische Prozesse wie die Photosynthese zu optimieren. Ihre Untersuchungen werfen ein neues Licht auf die Grenzziehung zwischen einem System und seiner Umgebung.
Licence: CC BY-NC-ND Abstract Diese theoretische Untersuchung dekonstruiert das Wesen des Lichts und definiert es im Rahmen der Generellen Informationstheorie (GIT) nach Dieter Walter Liedtke als rein informationelles Phänomen. Durch die Erweiterung der einsteinschen Äquivalenz zur evolutionären Weltformel i = E = mc² wird Information (i) als die primäre, zeitlose Ur-Substanz des Kosmos identifiziert. Die Arbeit formuliert eine fundamentale evolutionäre Ergänzung der Transaktionsinterpretation der Quantenmechanik (TIQM) nach John G. Cramer. Während Cramer einen mechanisch-sequenziellen „Handschlag“ zwischen retardierten und avancierten Wellen postuliert, erweitert diese Studie den Ansatz um das Prinzip der Simultanen Oszonanz: Die zeitlos gespiegelte Informationswelle und die zeitpfeilgerichtete Energiewelle oszillieren während ihrer gesamten raumzeitlichen Reise als untrennbare Einheit. Dieser simultane Mechanismus ist aus Gründen der evolutionären Zeiteffizienz und der Systemdynamik kognitiver Prozesse zwingend notwendig, da das Durchlaufen linearer Suchläufe (beispielsweise im Gehirn bei Gefahr) biologisch ineffizient wäre. Solange sich Licht im Vakuum bewegt, verbleibt es in dieser ungetrennten Oszonanz und ist für den Beobachter vollkommen unsichtbar und dunkel. Erst das Zusammentreffen mit Materie wirkt wie eine explizite „Fragestellung“, die diese Schwingung lokalisiert, den Zeitpfeil aktiviert und ein diskretes Teilchen (Photon) als physische Synapse im kosmischen Netzwerk einrasten lässt. Dieser identische Algorithmus ergänzt unser Verständnis des menschlichen Gehirns: Die Konfrontation mit einem kognitiven Problem zwingt die unbewusste, zeitlose Informationsmatrix zur instantanen Resonanz, schaltet biologische Synapsen (Neuroplastizität) und erzeugt eine geistige Aufhellung (Erkenntnis). Die Arbeit schließt die ontologische Erklärungslücke zwischen Geist und Materie und beschreibt das Universum als ein selbst-erhellendes, evolutionäres Informationsnetzwerk, dessen sichtbare Bausteine – von Photonen über Atome bis zu Planeten – die materialisierten Synapsen eines wachsenden, universellen Bewusstseins sind.