quantum Devign: Eine rekursive Interpretation der Quantenwelt
Marco Bourguignon
Das quantum Devign entwickelt einen spekulativ-theoretischen Ansatz zur Neuinterpretation zentraler Strukturen der Quantenmechanik auf Grundlage rekursiver physischer Zustandsfortsetzung. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass physische Zustände nicht als statisch bestehende Einheiten verstanden werden, sondern sich fortlaufend in diskreten relationalen Übergängen neu realisieren. Auf dieser Grundlage untersucht das Werk unter anderem Superposition, Verschränkung, Dekohärenz, Messung, Born-Gewichtung, quantenmechanische Phase, Spin, Eichstruktur, den Übergang zur klassischen Welt sowie einen möglichen Zugang zu einem effektiven gravitativen Grenzfall. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Unterscheidung zwischen Strukturen, die innerhalb des Ansatzes hergeleitet oder strukturell begründet werden, solchen, die als zusätzliche Konsistenzbedingungen eingehen, und Fragen, die auf Ebene der zugrunde liegenden Mikrodynamik ausdrücklich offen bleiben. Dazu gehören insbesondere die Trennung von Dekohärenz und Einzelrealisierung, die Beziehung zwischen Hilbertraumgewicht und mikrodynamischem Outcome-Maß sowie die Frage nach einer rekursiven Auswahl konkreter Fortsetzungen. Das Werk versteht sich nicht als etablierte Alternative zur Standardquantenmechanik, sondern als theoretisches Forschungsprogramm, dessen Tragfähigkeit an innerer Konsistenz, mathematischer Anschlussfähigkeit, Vereinbarkeit mit experimentell bestätigter Quantenphysik und möglichen zukünftigen falsifizierbaren Abweichungen geprüft werden soll. Das quantum Devign untersucht damit die Frage, ob die formalen Strukturen der Quantenmechanik als effektiver Ausdruck einer tieferliegenden rekursiven relationalen Dynamik verstanden werden können.
•Oct 16, 2026•0 citations