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Birkhäuser Basel eBooks

David Bohm

P. C. W. Davies, J. R. Brown

Published Jan 1, 1988• 0 citations
Publisher

Abstract

Vor seiner Emeritierung war David Bohm Professor für theoretische Physik am Birkbeck College in London. Er gilt seit über dreißig Jahren weltweit als führende Autorität auf dem Gebiet der Quantenmechanik. Auf ihn geht die Neuformulierung des EPR-Experiments in seiner modernen Form zurück. Während seiner wissenschaftlichen Laufbahn war Bohm der führende Vertreter der Interpretationen der verborgenen Variablen und verfaßte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten mit dem Ziel einer gesicherten Theorie. Mit seinem Mitarbeiter Basil Hiley hat er vor kurzem eine nicht-lokale Theorie der Quantenmechanik entworfen, die von dem Gedanken des «Quantenpotentials» ausgeht. Einen großen Ruf genießen auch Bohms philosophische Überlegungen zur modernen Physik.

DOI
10.1007/978-3-0348-6046-8_8

Related papers

Basil Hiley

P. C. W. Davies, J. R. Brown

Basil Hiley ist Dozent für Physik am Birkbeck College in London. Seine Forschungsinteressen gelten der Physik der Festkörper, der Flüssigkeiten und der Polymere sowie den theoretischen Grundlagen der Quantenmechanik. Als langjähriger Mitarbeiter von David Böhm hat er gegenüber der konventionellen Interpretation der Quantenmechanik eigene Wege beschritten und an der Entwicklung einer Theorie gearbeitet, die dem Alltagsverständnis von Realität näher kommt. Seine neueste Arbeit mit Böhm über ein nichtlokales «Quantenpotential» stellt eine direkte Herausforderung der orthodoxen Auffassung dar.

Birkhäuser Basel eBooks•Jan 1, 1988•0 citations

Niels Bohr

Carl Friedrich von Weizsäcker

1985 feiern die Physiker Niels Bohrs hundertsten Geburtstag.Diesem Gedenken sol1 auch der heutige Vortrag dienen.Soll man genau einen Physiker dieser hundert Jahre nennen, so ist es Einstein.Er war, so darf man sagen, der Genius des Jahrhunderts, von elementarer schopferischer Kraft.Die Relativitatstheorie ist sein Werk, die Quantentheorie ist durch ihn auf den Weg gekommen.Alle Jungeren stehen im Bann seiner Einsichten.Soll man einen zweiten nennen, so ist es Bohr.Er war der frdgende Meister der Atomtheorie.Er drang in Bereiche vor, denen Einstein sich verschloB.Die Vollendung der Quantentheorie ist das Werk seiner Schule.Die beiden Manner waren Freunde.Einsteins Sekretarin Helene Dukas sagte: ,,Sie haben sich heiB und innig geliebt."([l], S. 416) Als alter Mann schrieb Einstein uber Bohrs fruhe Arbeiten zur Quantentheorie des Atombaus: ,,Das ist hochste Musikalitat auf dem Gebiete des Gedankens."([2], S. 46) Aber in der Deutung der Quantentheorie trennten sich ihre Wege.Man wird sagen miissen, daB Bohr das lebenslange Streitgesprach der Freunde gewonnen hat.I. Bohr als Person Lebenslauf

Physikalische Blätter•Sep 1, 1985•2 citations

Verstehen in der Quantenphysik

Vera Spillner

Die vorliegende Arbeit präsentiert einen Bündelbegriff 'wissenschaftlichen Verstehens' mit dem sich die empirisch äquivalenten Interpretationen der Quantenmechanik bezüglich des durch sie ermöglichten Verstehens bewerten lassen. Der Verstehensbegriff beruht auf einem hinreichenden und notwendigen Kriterium, sowie einem Bündel von Bedingungen - wobei gilt, dass eine Theorie als umso verständlicher gilt, je mehr dieser Bedingungen durch die Theorie erfüllt werden. Somit basiert der Verstehensbegriff einerseits auf der objektiven Anzahl erfüllter Bedingungen, die andererseits durch Individuen gewichtet werden. Bei Anwendung des vorgeschlagenen Verstehensbegriffes auf drei Interpretationen der Quantenmechanik, stellt sich die Interpretation von David Bohm als objektiv verstehbarste Deutung der Quantenmechanik heraus, gefolgt von der Deutung von Tim Maudlin und schließlich der so genannten Kopenhagener Deutung. Die drei genannten Deutungen der Quantenphysik werden im Rahmen meiner Arbeit umfassend diskutiert.

•May 4, 2011•3 citations

Anwendungen der Quantenmechanik

Michael Eckert

Das weltweite Interesse an der Quantenmechanik, wie man die in der Matrizen- und Wellenmechanik formulierte Atomtheorie meist übergreifend nannte, war mehr als nur eine flüchtige Begeisterung für eine wissenschaftliche Modeerscheinung. Die Quantenmechanik markierte einen Wendepunkt in der Geschichte der Physik. Die in der «Kopenhagener Deutung» propagierte Interpretation der atomaren Vorgänge rührte an den Grundfesten des Denkens. Das Naturgeschehen erschien in letzter Konsequenz akausal und von einer grundsätzlichen Unbestimmtheit geprägt, die dem Betrachter immer nur Teilaspekte der Wahrheit offenbarte. Die Atomphysik rückte ins Zentrum naturphilosophischer Debatten: Einsteins «Gott würfelt nicht» und die Bohrsche «Komplementaritäts-philosophie» markierten die beiden Extreme eines neuen Grundlagenstreits unter den Physikern, der gegen Ende der 1920er Jahre begann und bis heute keine befriedigende Lösung gefunden hat.1 Seit diesen Auseinandersetzungen um die Interpretation der Quantenmechanik gehört zum Flair der modernen Physiker auch der Hauch des Philosophischen.

Vieweg+Teubner eBooks•Jan 1, 1993•0 citations

Die Bohr-Einstein-Debatte

Carsten Held

Die Quantenmechanik, die zwischen 1900 und 1930 entwickelte Theorie mikrophysikalischer Objekte, gilt mit Recht als das Fundament der modernen Physik. Zugleich hat sie eine radikale Umwälzung unseres wissenschaftlichen Weltbildes bewirkt - sicher vergleichbar mit der Evolutionstheorie oder der Relativitätstheorie. Und doch ist die Quantenmechanik bis heute eigentlich unverstanden und gibt ungelöste Rätsel auf. Niels Bohr und Albert Einstein, selbst an ihrer theoretischen Entwicklung beteiligt, führten in den 20er und 30er Jahren eine intensive Diskussion um das angemessene Verständnis der neuen Theorie - eine der wissenschaftlich wie philosophisch bedeutsamsten Debatten des 20. Jahrhunderts.

Brill | mentis eBooks•Jan 1, 1998•12 citations

Notizen über die philosophische Bedeutung der Heisenbergschen Physik

Carl Friedrich von Weizsäcker

Werner Heisenberg hat mich in den letzten zwei Jahrzehnten mehrfach gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm ein Buch zu schreiben, dem er den Arbeitstitel „Schachmeisterpartien“ gab. Er wollte darin die philosophische Relevanz der modernen Physik — die in ihr sich andeutende radikale Änderung unseres Denkens — in einer Anzahl von „Schachpartien“ gegen Anhänger der verschiedenen traditionellen Denksysteme durchdiskutieren; also z. B. gegen einen Materialisten, einen Thomisten, einen Positivisten, einen Kantianer, einen Hegelianer, einen Platoniker. Ich habe ihn enttäuscht durch ein konstantes „Noch nicht“. Mir wäre in einer Reihe der Partien ja wohl die Führung der gegnerischen Steine zugefallen, in der unbequemen Rolle dessen, der etwas präzise vertreten soll, was er selbst nicht glaubt. Dies leisten zu können, hätte mich brennend interessiert, aber ich bin trotz einigen Fleißes im Studium der klassischen Positionen nicht schnell genug vorgerückt. Ihm ist schließlich die Geduld gerissen, und er hat etwas geschrieben, wozu nur er allein fähig war, eine Art Lebenserinnerungen in der Form platonischer Dialoge, unter dem Titel „Der Teil und das Ganze“.

Vieweg+Teubner eBooks•Jan 1, 1971•2 citations
Vor seiner Emeritierung war David Bohm Professor für theoretische Physik am Birkbeck College in London. Er gilt seit über dreißig Jahren weltweit als führende Autorität auf dem Gebiet der Quantenmechanik. Auf ihn geht die Neuformulierung des EPR-Experiments in seiner modernen Form zurück. Während seiner wissenschaftlichen Laufbahn war Bohm der führende Vertreter der Interpretationen der verborgenen Variablen und verfaßte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten mit dem Ziel einer gesicherten Theorie. Mit seinem Mitarbeiter Basil Hiley hat er vor kurzem eine nicht-lokale Theorie der Quantenmechanik entworfen, die von dem Gedanken des «Quantenpotentials» ausgeht. Einen großen Ruf genießen auch Bohms philosophische Überlegungen zur modernen Physik.
Basil Hiley ist Dozent für Physik am Birkbeck College in London. Seine Forschungsinteressen gelten der Physik der Festkörper, der Flüssigkeiten und der Polymere sowie den theoretischen Grundlagen der Quantenmechanik. Als langjähriger Mitarbeiter von David Böhm hat er gegenüber der konventionellen Interpretation der Quantenmechanik eigene Wege beschritten und an der Entwicklung einer Theorie gearbeitet, die dem Alltagsverständnis von Realität näher kommt. Seine neueste Arbeit mit Böhm über ein nichtlokales «Quantenpotential» stellt eine direkte Herausforderung der orthodoxen Auffassung dar.
1985 feiern die Physiker Niels Bohrs hundertsten Geburtstag.Diesem Gedenken sol1 auch der heutige Vortrag dienen.Soll man genau einen Physiker dieser hundert Jahre nennen, so ist es Einstein.Er war, so darf man sagen, der Genius des Jahrhunderts, von elementarer schopferischer Kraft.Die Relativitatstheorie ist sein Werk, die Quantentheorie ist durch ihn auf den Weg gekommen.Alle Jungeren stehen im Bann seiner Einsichten.Soll man einen zweiten nennen, so ist es Bohr.Er war der frdgende Meister der Atomtheorie.Er drang in Bereiche vor, denen Einstein sich verschloB.Die Vollendung der Quantentheorie ist das Werk seiner Schule.Die beiden Manner waren Freunde.Einsteins Sekretarin Helene Dukas sagte: ,,Sie haben sich heiB und innig geliebt."([l], S. 416) Als alter Mann schrieb Einstein uber Bohrs fruhe Arbeiten zur Quantentheorie des Atombaus: ,,Das ist hochste Musikalitat auf dem Gebiete des Gedankens."([2], S. 46) Aber in der Deutung der Quantentheorie trennten sich ihre Wege.Man wird sagen miissen, daB Bohr das lebenslange Streitgesprach der Freunde gewonnen hat.I. Bohr als Person Lebenslauf
Die vorliegende Arbeit präsentiert einen Bündelbegriff 'wissenschaftlichen Verstehens' mit dem sich die empirisch äquivalenten Interpretationen der Quantenmechanik bezüglich des durch sie ermöglichten Verstehens bewerten lassen. Der Verstehensbegriff beruht auf einem hinreichenden und notwendigen Kriterium, sowie einem Bündel von Bedingungen - wobei gilt, dass eine Theorie als umso verständlicher gilt, je mehr dieser Bedingungen durch die Theorie erfüllt werden. Somit basiert der Verstehensbegriff einerseits auf der objektiven Anzahl erfüllter Bedingungen, die andererseits durch Individuen gewichtet werden. Bei Anwendung des vorgeschlagenen Verstehensbegriffes auf drei Interpretationen der Quantenmechanik, stellt sich die Interpretation von David Bohm als objektiv verstehbarste Deutung der Quantenmechanik heraus, gefolgt von der Deutung von Tim Maudlin und schließlich der so genannten Kopenhagener Deutung. Die drei genannten Deutungen der Quantenphysik werden im Rahmen meiner Arbeit umfassend diskutiert.
Das weltweite Interesse an der Quantenmechanik, wie man die in der Matrizen- und Wellenmechanik formulierte Atomtheorie meist übergreifend nannte, war mehr als nur eine flüchtige Begeisterung für eine wissenschaftliche Modeerscheinung. Die Quantenmechanik markierte einen Wendepunkt in der Geschichte der Physik. Die in der «Kopenhagener Deutung» propagierte Interpretation der atomaren Vorgänge rührte an den Grundfesten des Denkens. Das Naturgeschehen erschien in letzter Konsequenz akausal und von einer grundsätzlichen Unbestimmtheit geprägt, die dem Betrachter immer nur Teilaspekte der Wahrheit offenbarte. Die Atomphysik rückte ins Zentrum naturphilosophischer Debatten: Einsteins «Gott würfelt nicht» und die Bohrsche «Komplementaritäts-philosophie» markierten die beiden Extreme eines neuen Grundlagenstreits unter den Physikern, der gegen Ende der 1920er Jahre begann und bis heute keine befriedigende Lösung gefunden hat.1 Seit diesen Auseinandersetzungen um die Interpretation der Quantenmechanik gehört zum Flair der modernen Physiker auch der Hauch des Philosophischen.
Die Quantenmechanik, die zwischen 1900 und 1930 entwickelte Theorie mikrophysikalischer Objekte, gilt mit Recht als das Fundament der modernen Physik. Zugleich hat sie eine radikale Umwälzung unseres wissenschaftlichen Weltbildes bewirkt - sicher vergleichbar mit der Evolutionstheorie oder der Relativitätstheorie. Und doch ist die Quantenmechanik bis heute eigentlich unverstanden und gibt ungelöste Rätsel auf. Niels Bohr und Albert Einstein, selbst an ihrer theoretischen Entwicklung beteiligt, führten in den 20er und 30er Jahren eine intensive Diskussion um das angemessene Verständnis der neuen Theorie - eine der wissenschaftlich wie philosophisch bedeutsamsten Debatten des 20. Jahrhunderts.
Werner Heisenberg hat mich in den letzten zwei Jahrzehnten mehrfach gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm ein Buch zu schreiben, dem er den Arbeitstitel „Schachmeisterpartien“ gab. Er wollte darin die philosophische Relevanz der modernen Physik — die in ihr sich andeutende radikale Änderung unseres Denkens — in einer Anzahl von „Schachpartien“ gegen Anhänger der verschiedenen traditionellen Denksysteme durchdiskutieren; also z. B. gegen einen Materialisten, einen Thomisten, einen Positivisten, einen Kantianer, einen Hegelianer, einen Platoniker. Ich habe ihn enttäuscht durch ein konstantes „Noch nicht“. Mir wäre in einer Reihe der Partien ja wohl die Führung der gegnerischen Steine zugefallen, in der unbequemen Rolle dessen, der etwas präzise vertreten soll, was er selbst nicht glaubt. Dies leisten zu können, hätte mich brennend interessiert, aber ich bin trotz einigen Fleißes im Studium der klassischen Positionen nicht schnell genug vorgerückt. Ihm ist schließlich die Geduld gerissen, und er hat etwas geschrieben, wozu nur er allein fähig war, eine Art Lebenserinnerungen in der Form platonischer Dialoge, unter dem Titel „Der Teil und das Ganze“.