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De Gruyter eBooks

§ 30. Die Darstellung des HiLBERT-Raumes

Dierck-Ekkehard Liebscher

Published Dec 31, 1973• 0 citations
Publisher
DOI
10.1515/9783112480168-032

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Ähnlich wie bei den Hauptsätzen der Thermodynamik werden heuristische Gesichtspunkte diskutiert, die zur Aufstellung von allgemeinen Hauptsätzen über die Wirkung von Mikroobjekten auf makroskopische (d. h. dem thermodynamischen Gesetz der Entropiezunahme genügenden) Systeme führen. Das Ziel ist, durch solche allgemeinen „Hauptsätze des Messens“ die Struktur des HILBERT-Raumes der Quantenmechanik zu charakterisieren. Die hier angegebenen Hauptsätze (Axiome 1 bis 3) führen zwar zu mathematischen Strukturen, die sehr viel von den Strukturen des HILBERT-Raumes enthalten, aber noch allgemeiner als der HILBERT-Raum sein können. Vielleicht enthalten sie neue interessante Möglichkeiten für neue physikalische Theorien.

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In diesem Kapitel wird die Dynamik von Teilchensystemen durch die Quantenmechanik beschrieben. Weil die Wellenfunktion der Teilchen nicht von den Teilchenimpulsen abhängt, ist der Darstellungsraum nicht wie in der klassischen Statistik der μ- oder Γ-Raum, sondern ein quantenmechanischer Konfigurationsraum. Wie in der klassischen statistischen Mechanik kann entweder ein dem μ-Raum entsprechender EinTeilchen-Konfigurationsraum benutzt werden, in dem jedes Teilchen durch eine eigene Wellenfunktion beschrieben wird, oder ein dem Γ-Raum entsprechender N-Teilchen-Konfigurationsraum, in dem sämtliche Teilchen durch eine einzige, von den Variablen aller Teilchen abhängige Wellenfunktion beschrieben werden. Wir werden uns auf die Darstellung im N-Teilchen-Konfigurationsraum beschränken. Zur statistischen Behandlung werden im Prinzip dieselben Methoden wie für klassische Systeme benutzt. Daher bestehen in vielen Aspekten Analogien zu den Ausführungen des vorangegangenen Kapitels.