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Vieweg+Teubner eBooks

Green-Funktionen

Wolfgang Nolting

Published Jan 1, 1997• 0 citations
Publisher

Abstract

ZusammenfassungDie Aufgabe der Theoretischen Physik besteht darin, Verfahren zur Berechnung physikalischer Meßgrößen zu entwickeln. Physikalische Meßgrößen sind: 1) die Eigenwerte von Observablen, 2) die Erwartungswerte von Observablen \( < \hat A\left( t \right) > ,\, < \hat B\left( {t'} \right) > , \ldots , \) 3) die Korrelationsfunktionen zwischen Observablen \( < \hat A\left( t \right)\,\cdot\hat B\left( {t'} \right) > \ldots \)

DOI
10.1007/978-3-663-12155-8_3

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Eines der kontroversiellsten Probleme an der Grenze zwischen Naturwissenschaft und Philosophie betrifft den Begriff der physikalischen Wirklichkeit. Als Laue feststellte, daß wir unseren Substanzbegriff revidieren müssen, forderte er nicht, daß wir unser Realitätskonzept überdenken sollten. Dies würde wesentlich mehr bedeuten, als die Verwendung von Modellen in der Physik oder die Anwendung immer abstrakterer Mathematik aufzugeben. In diesem Sinne sprach Bohr von der „wesentlichen Unzulänglichkeit des gewohnten Standpunkts der Naturbeschreibung“ und von der „Notwendigkeit,... unsere Haltung gegenüber dem Problem der physikalischen Wirklichkeit von Grund aus zu revidieren“.1

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Die völlige Neugestaltung, die unser Naturbild in der letzten Zeit durch die großartigen Fortschritte der theoretischen Physik erfahren hat, hat in weiten Kreisen ein lebhaftes Interesse für die Probleme dieses Wissenszweiges geweckt.Manche, denen es an der Zeit oder an den Vorkenntnissen fehlt, um die modernen theoretisch-physikalischen Originalabhandlungen selbst oder um Werke zu studieren, die einzelnen speziellen Gegenständen gewidmet sind, werden vielleicht den Wunsch nach einer nicht zu umfangreichen Darstellung hegen, die von durchaus modernen Gesichtspunkten aus und unter Benutzung moderner Methoden einen Überblick über den gegenwärtigen Stand der gesamten theoretischen Physik gewährt und, ohne zu sehr in Einzelheiten einzugehen, doch ein exaktes Verständnis der Grundlagen und der Hauptprobleme dieser Wissenschaft ermöglicht.

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ZusammenfassungDie Aufgabe der Theoretischen Physik besteht darin, Verfahren zur Berechnung physikalischer Meßgrößen zu entwickeln. Physikalische Meßgrößen sind: 1) die Eigenwerte von Observablen, 2) die Erwartungswerte von Observablen ( < \hat A\left( t \right) > ,, < \hat B\left( {t'} \right) > , \ldots , ) 3) die Korrelationsfunktionen zwischen Observablen ( < \hat A\left( t \right),\cdot\hat B\left( {t'} \right) > \ldots )
Eines der kontroversiellsten Probleme an der Grenze zwischen Naturwissenschaft und Philosophie betrifft den Begriff der physikalischen Wirklichkeit. Als Laue feststellte, daß wir unseren Substanzbegriff revidieren müssen, forderte er nicht, daß wir unser Realitätskonzept überdenken sollten. Dies würde wesentlich mehr bedeuten, als die Verwendung von Modellen in der Physik oder die Anwendung immer abstrakterer Mathematik aufzugeben. In diesem Sinne sprach Bohr von der „wesentlichen Unzulänglichkeit des gewohnten Standpunkts der Naturbeschreibung“ und von der „Notwendigkeit,... unsere Haltung gegenüber dem Problem der physikalischen Wirklichkeit von Grund aus zu revidieren“.1
Die vorliegende Arbeit stellt eine rein theoretische Untersuchung dar, deren Hauptziel darin besteht, die Theorie der elektronischen Struktur vom Standpunkt der Quantenfeld- und Vielteilchentheorie aus zu entwickeln. Dabei habe ich versucht, alle Konzepte und Definitionen im quantenfeldtheoretischen Rahmen einzuf\"{u}hren.Die Einteilchenn\"{a}herung hingegen wird nur als Spezialfall behandelt, spielt jedoch keine konzeptionelle Rolle. Ein weiteres Ziel dieser Arbeit besteht darin, Analogien zwischen der ``Electronic Structure Theory'' und anderen Gebieten der Physik zu erhellen. Das konkrete Thema dieser Dissertation ist die Anwendung von Greenschen Funktionen auf die Quantentheorie der Materialeigenschaften des Festk\"{o}rpers, insbesondere der elektronischen Struktur. Die Arbeit ist in zwei Teile gegliedert: (i) eine Zusammenfassung und Diskussion des allgemeinen vielteilchen- und quantenfeldtheoretischen Rahmens und (ii) die Theorie der elektronischen Green-Funktionen.
Die völlige Neugestaltung, die unser Naturbild in der letzten Zeit durch die großartigen Fortschritte der theoretischen Physik erfahren hat, hat in weiten Kreisen ein lebhaftes Interesse für die Probleme dieses Wissenszweiges geweckt.Manche, denen es an der Zeit oder an den Vorkenntnissen fehlt, um die modernen theoretisch-physikalischen Originalabhandlungen selbst oder um Werke zu studieren, die einzelnen speziellen Gegenständen gewidmet sind, werden vielleicht den Wunsch nach einer nicht zu umfangreichen Darstellung hegen, die von durchaus modernen Gesichtspunkten aus und unter Benutzung moderner Methoden einen Überblick über den gegenwärtigen Stand der gesamten theoretischen Physik gewährt und, ohne zu sehr in Einzelheiten einzugehen, doch ein exaktes Verständnis der Grundlagen und der Hauptprobleme dieser Wissenschaft ermöglicht.