Das ungeteilte Feld: Wie Quantenphysik, Kognitionswissenschaft und Mystik im Unus Mundus konvergieren
Andre Au
Diese interdisziplinäre philosophische Abhandlung untersucht die Möglichkeit, dass Bewusstsein, Materie und Information keine voneinander getrennten Grundgegebenheiten darstellen, sondern unterschiedliche Erscheinungsweisen einer tieferen, ungeteilten Wirklichkeit. Ausgangspunkte sind das harte Problem des Bewusstseins und die Krise der Raumzeit als fundamentale Kategorie. Erkenntnisse aus Quantenphysik, Kosmologie und Kognitionswissenschaft werden mit philosophischen und mystischen Traditionen in Beziehung gesetzt – nicht als naturwissenschaftlicher Beweis spiritueller Lehren, sondern als Einladung, die Grenzen eines rein mechanistisch-materialistischen Weltbildes zu überprüfen. Wahrnehmung erscheint dabei als evolutionär geformtes Interface: nicht als unmittelbare Abbildung der Wirklichkeit, sondern als biologisch nützliches Modell, dessen Gegenstände symbolischen Charakter besitzen. Zugleich wird gefragt, ob künstliche Intelligenz und die technologische Entwicklung als Fortsetzung einer umfassenderen kosmischen Evolution verstanden werden können. Der Begriff des Unus Mundus dient als verbindendes Denkbild für eine Wirklichkeit, in der die Trennung zwischen Beobachter und Beobachtetem, Geist und Materie sowie Individuum und Welt nicht ursprünglich, sondern abgeleitet ist. Das Werk versteht sich als philosophischer Essay und als Anregung zu eigener Prüfung, nicht als abgeschlossene Theorie. Eine englische Übersetzung ist unter dem Titel The Undivided Field: How Quantum Physics, Cognitive Science, and Mysticism Converge in the Unus Mundus verfügbar.
•Jan 1, 2026•0 citations