Das Forschungsministerium (BMBF) beginnt heute mit der Millionen-Forderung eines Projekts zu Quantenkryptografie. Der Forschungsverband aus Fraunhofer-Gesellschaft, TU Darmstadt, Ruhr-Uni Bochum und Hochschule RheinMain will mit neuen Verschlusselungsmethoden Computerchips vor Quanten-Hackern der Zukunft sichern.
In sonderbarer Verflechtung mit dem Kampfe gegen das Kausalgesetz vom Standpunkte des statistischen Naturgesetzes aus erscheint ein anderer Angriff gegen das Kausalgesetz als beherrschende Form der Naturerklärung in der Physik: es machen sich Bestrebungen geltend, die kausale Erklärung durch die teleologische zu ergänzen, neben einer Bestimmung der Zukunft durch die Vergangenheit eine Bestimmung der Vergangenheit durch die Zukunft zuzulassen, ja zu fordern. Gewisse Tatsachen der Quantentheorie scheinen eine solche Formulierung der Naturgesetze notwendig zu machen. Im Bohrschen Atommodell beginnt das Elektron schon im Moment des Absprungs zu strahlen, obschon die Art der Strahlung sowohl vom Anfangs- wie vom Endniveau des Sprunges bestimmt wird. Das Atom muß gewissermaßen, bevor es strahlen kann, vorher wissen, in welchen Zustand es schließlich übergehen wird, da die Strahlungsfrequenz von dem Energieunterschied zwischen Anfangs- und Endzustand abhängig ist. (Vgl. die von Schottky in seiner Abhandlung „Das Kausalproblem der Quantentheorie als eine Grundfrage der modernen Naturforschung überhaupt“, Naturwissenschaften 1921, zusammengestellten Probleme.
Quanten 10 präsentiert die fesselnden Vorträge der Mitgliederversammlung der Heisenberg-Gesellschaft vom Oktober 2021. Nach den COVID-bedingten Einschränkungen bot sich erstmals wieder die Gelegenheit, in einem Hörsaal der Ludwig-Maximilians-Universität zwei hochkarätige wissenschaftliche Präsentationen vor einem größeren Publikum zu erleben. Nobelpreisträger Reinhard Genzel nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise ins Zentrum der Milchstraße, wo sie mit ihm zusammen das gigantische Schwarze Loch mit vier Milliarden Sonnenmassen entdecken konnten. Klaus Hentschel wiederum machte deutlich, wie sich allmählich die Idee von Lichtquanten herausbildete: Er zeigte auf, wie vielschichtig Einsteins 1905 vorgestelltes Konzept war und wie dessen Interpretation jahrzehntelang kontrovers diskutiert wurde. Der Band wird durch eine persönliche Rede Werner Heisenbergs zur Einweihung des Werner-Heisenberg-Gymnasiums in Garching bereichert, in der er Erfahrungen aus seiner eigenen Schulzeit teilte. Die Heisenberg-Gesellschaft widmet sich dem Nachlass von Werner Heisenberg, der Aufarbeitung spannender Aspekte der Wissenschaftsgeschichte – insbesondere der Quantenmechanik – und der schulischen Vermittlung moderner Physik.