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Springer eBooks

Wellenmechanik und Quantentheorie

J. Frenkel

Published Jan 1, 1929• 0 citations
Publisher
DOI
10.1007/978-3-642-91555-0_3

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Die theoretisch-physikalische Abhandlung basiert auf 1929 in Chicago gehaltenen Vorlesungen und erschien 1930. Heisenberg versuchte die Interpretation der Quantentheorie konsequent auf der mit seinen Göttinger Kollegen M. Born und P. Jordan entwickelten Quantenmechanik und auf der Transformationstheorie P. A. M. Diracs aufzubauen, ohne wie E. Schrödinger Anleihen bei der Wellenmechanik zu machen. Während Bohr bei den gemeinsamen Bemühungen seine Überlegungen zunächst auf den Welle-Korpuskel-Dualismus gründete, hatte Heisenbergs wegweisende Veröffentlichung von 1925 Über quantentheoretische Umdeutung kinematischer und mechanischer Beziehungen betont, dass man in der Physik nur mit beobachtbaren Größen argumentieren solle. Konkretisiert durch seine „Unbestimmtheitsrelation“, die die gleichzeitige Beobachtbarkeit von Ort und Geschwindigkeit der Materiebausteine im Atom einschränkt, formulierte er gemeinsam insbesondere mit Bohr in der „Kopenhagener Deutung der Quantentheorie“ eine widerspruchsfreie physikalische Interpretation der Quantentheorie.

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1925 gab de Broglie den entscheidenden Anstoß dazu. De Broglie schloß aus der von Planck und Einstein entwickelten Quantentheorie auf ein Korpuskelmodell des Lichts. Schon vor 300 Jahren hatte Newton mit einer solchen Theorie gearbeitet, doch als Fresnel und andere die Erscheinungen der Beugung und Interferenz erforschten, geriet sie in Vergessenheit. Aber die im Zusammenhang mit der Quantenvorstellung aufgetauchten Fragen ließen sich nur mit einer derartigen Theorie deuten; die Idee von der Emission und Absorption von Photonen, wie man die Lichtteilchen jetzt nannte, brachte schlagartig Klarheit. Wellentheoretisch behandelt, bleiben die Dinge ganz unverständlich.

Vieweg+Teubner eBooks•Jan 1, 1970•1 citation
Die theoretisch-physikalische Abhandlung basiert auf 1929 in Chicago gehaltenen Vorlesungen und erschien 1930. Heisenberg versuchte die Interpretation der Quantentheorie konsequent auf der mit seinen Göttinger Kollegen M. Born und P. Jordan entwickelten Quantenmechanik und auf der Transformationstheorie P. A. M. Diracs aufzubauen, ohne wie E. Schrödinger Anleihen bei der Wellenmechanik zu machen. Während Bohr bei den gemeinsamen Bemühungen seine Überlegungen zunächst auf den Welle-Korpuskel-Dualismus gründete, hatte Heisenbergs wegweisende Veröffentlichung von 1925 Über quantentheoretische Umdeutung kinematischer und mechanischer Beziehungen betont, dass man in der Physik nur mit beobachtbaren Größen argumentieren solle. Konkretisiert durch seine „Unbestimmtheitsrelation“, die die gleichzeitige Beobachtbarkeit von Ort und Geschwindigkeit der Materiebausteine im Atom einschränkt, formulierte er gemeinsam insbesondere mit Bohr in der „Kopenhagener Deutung der Quantentheorie“ eine widerspruchsfreie physikalische Interpretation der Quantentheorie.
1925 gab de Broglie den entscheidenden Anstoß dazu. De Broglie schloß aus der von Planck und Einstein entwickelten Quantentheorie auf ein Korpuskelmodell des Lichts. Schon vor 300 Jahren hatte Newton mit einer solchen Theorie gearbeitet, doch als Fresnel und andere die Erscheinungen der Beugung und Interferenz erforschten, geriet sie in Vergessenheit. Aber die im Zusammenhang mit der Quantenvorstellung aufgetauchten Fragen ließen sich nur mit einer derartigen Theorie deuten; die Idee von der Emission und Absorption von Photonen, wie man die Lichtteilchen jetzt nannte, brachte schlagartig Klarheit. Wellentheoretisch behandelt, bleiben die Dinge ganz unverständlich.