Photonen, Differenz und Feldtopos: Eine ontologische Neudeutung des Pfadintegrals
Manfred Albert Hörz
Dieses Paper entwickelt eine ontologische Neudeutung des Feynman‑Pfadintegrals für Photonen, die klassische QED‑Formulierung mit einer feldtopologischen Perspektive verbindet. Anstatt Photonen als Objekte zu betrachten, die „alle möglichen Wege“ zwischen zwei Messpunkten durchlaufen, wird gezeigt, dass zwischen den Ereignissen kein Photon existiert, sondern ein genealogischer Feldtopos: eine Dichteverteilung virtueller Photonen, deren lokale Differenzen die Struktur des Feldes bestimmen. Die mathematischen Wege des Pfadintegrals werden als Projektionen dieser Differenzstruktur interpretiert, nicht als physikalische Trajektorien. Durch diese Rekonstruktion wird das Pfadintegral als Emergenzprozess verstanden, in dem reale Photonen an den Messpunkten aus der Integration virtueller Moden hervorgehen. Zwei klassische Beispiele — Reflexion und Doppelspalt — werden detailliert analysiert und zeigen, wie die stationäre Phase als Stabilisierung der feldtopologischen Genealogie erscheint. Die Arbeit bietet damit eine konsistente ontologische Grundlage für Feynmans Ansatz und verbindet quantenphysikalische Formalismen mit einer differenz‑ und toposbasierten Metaphysik der Genesis.
•Mar 29, 2026•0 citations