Quantenbasierte Maschinelle Lernverfahren zur Behandlung Neurologischer Erkrankungen
Daniel Lode, Marcus Frohme, Alina S. Nechyporenko
Neurologische Erkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für Behinderungen und Tod. Laut dem Globalen Statusbericht der Neurologie der WHO sind mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung von neurologischen Erkrankungen betroffen. Um dieser wachsenden Belastung zu begegnen, sind effizientere Datenverarbeitungssysteme und eine verbesserte Überwachung erforderlich, um evidenzbasierte Entscheidungsfindung und Rechenschaftspflicht im Gesundheitswesen zu ermöglichen. Gleichzeitig eröffnen Fortschritte an der Schnittstelle von Quantencomputing und Gesundheitswesen neue Möglichkeiten für medizinische Technologien. Quantenphysikalische Prinzipien werden genutzt, um diagnostische Werkzeuge, Therapieplanung und Patientenversorgung durch höhere Recheneffizienz und Präzision zu verbessern. Klassische Machine-Learning-Modelle stoßen bei hochdimensionalen und komplexen medizinischen Datensätzen, insbesondere im Bereich der Neurologie, häufig an ihre Grenzen. Diese Herausforderung hat das Interesse an Quantum Machine Learning geweckt, das potenziell Vorteile bei der Verarbeitung und Analyse solcher Daten bietet und in bestimmten Anwendungen klassische Methoden übertreffen könnte. In dieser Studie werden klassische Machine-Learning-Klassifikatoren mit Quantum-Machine-Learning-Klassifikatoren, mit Fokus auf Klassifikation neurologischer Erkrankungen, verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass Quantenmodelle weiter verfeinert und problemspezifisch angepasst werden müssen, um konkurrenzfähig zu sein. Obwohl frühere Studien mögliche Vorteile nahelegen, sind maßgeschneiderte Quantenalgorithmen und weitere Forschung erforderlich, um das Potenzial des Quantencomputings in der Medizin vollständig auszuschöpfen.
TH Wildau Engineering and Natural Sciences Proceedings•Sep 23, 2026•0 citations