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Springer eBooks

Die Verschränkung in der Quantentheorie

Werner Vogd

Published Jan 1, 2020• 1 citation
Publisher
DOI
10.1007/978-3-662-61857-8_6

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Verschränkung ist eine der wichtigsten Besonderheiten der Quantentheorie, welche kein klassisches Analogon besitzt. Aufgrund dieser ist es nicht länger angemessen zusammengesetzte Systeme lediglich als eine Kombination von unabhängig voneinander beschreibbaren Subsystemen zu betrachten. Anstatt dessen gibt es Quantenzustände die inseparabel bezüglich der einzelnen Bestandteile des Systems sind. Wohingegen Verschränkung zunächst als eine Art künstlicher Fehler der Theorie angesehen wurde, hat sich deren Existenz mittlerweile durch zahlreiche Experimente bestätigt. Diese Gegebenheit hat weitreichende Konsequenzen. Auf einer fundamentalen Ebene lässt sich hiermit zeigen, daß es keine lokal-realistische Alternative zur Quantentheorie gibt. Zusätzlich stellt Verschränkung eine Ressource für neue Technologien der Informationsverarbeitung dar, wie z.B. Quantenkryptographie, Dense Coding, Quantenteleportation oder der Quantencomputer. Trotz intensiver Forschung in den letzten Jahrzehnten gibt es noch viele offene Fragen bezüglich Verschränkung und deren Manifestationen. Dies gilt insbesondere für Verschränkung in komplexen Vielteilchensystemen. Gegenstand dieser Dissertation ist es Verschränkung und nicht-lokal-realitsche Korrelationen in zusammengesetzten endlich-dimensionalen Quantensystemen (Multipartite Qudits) zu untersuchen und zu verstehen. Um die Analyse solcher Systeme zu erleichtern, werden neue mathematische Hilfsmittel, wie zum Beispiel praktische Parameterisierungen von unitären Gruppen, Dichtematrizen und Unterräumen vorgestellt. Die Struktur von Verschränkung in Vielteilchensystemen wird betrachtet, und eine exakte Charakterisierung von Multilevel-Vielteilchenverschränkung wird eingeführt. Es werden Methoden zur Verschränkungsdetektion angegeben, und deren experimentelle Implementierung diskutiert. Ein weiteres Thema ist die Quantifizierung von Verschränkung. In diesem Zusammenhang wird ein nützliches Maß für Vielteilchenverschränkung vorgestellt. Darüber hinaus wird auch die Klassifizierung von Vielteilchenverschränkung thematisiert, und ein systematischer Ansatz zur Unterscheidung verschiedener Klassen angegeben. Der letzte Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit Relationen zwischen Verschränkung und anderen fundamentalen Aspekten der Quantentheorie. Insbesondere wird eine Verbindung zwischen dem Komplementaritätsprinzip und dem Separabilitätsproblem hergestellt. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem Zusammenhang zwischen Verschränkung und nicht-lokal-realitischen Korrelationen. Hier wird eine geometrische Struktur, welche diskreten zusammengesetzten Systemen zugrunde liegt, verwendet, um deren Verschiedenartigkeit veranschaulichen zu können.

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•Jan 1, 2010•0 citations
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Quantenverschrankung ist ein wesentliches Merkmal der Quantenphysik und sie findet Anwendung in der Quanteninformationsverarbeitung und Quantenkommunikation. Prominente Beispiele hierfur sind Quantenteleportation, Quantenkryptographie sowie fundamentale Tests der Quantentheorie. Diese Arbeit befasst sich mit der Erzeugung und dem Nachweis von optomechanischer Verschrankung kontinuierlicher Variablen zwischen einer Licht-Mode und einem mechanischen Multimoden-Oszillator. Das optomechanische System besteht aus einer Siliziumnitrid- Membran, die sich in einem Fabry-Perot Resonator mit einer hohen Finesse befindet. Das System wurde optimiert und operiert nachweislich im Bereich starker Kooperativitat, einer notwendigen Bedingung fur die Erzeugung von Verschrankung. Ein gepulst-kontinuierliches Protokoll zum Nachweis von Verschrankung ist auf Korrelationsmessungen im Bereich starker Kooperativitat angewendet worden. Die Ergebnisse demonstrieren, dass der ubliche Ansatz, bei dem eine mechanische Mode hoher Gute isoliert wird um Verschrankung nachzuweisen, nicht anwendbar ist. Der Multimodenaspekt der Membran muss und wird in der Auswertung explizit berucksichtigt, genauso wie spektrale Eigenschaften der Detektion, wodurch der Weg zu optomechanischer Multimodenverschrankung geebnet wird.
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