Dem Franzosen Serge Haroche und dem Amerikaner David Wineland wurde in der vergangenen Woche von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften der Nobelpreis für Physik des Jahres 2012 zuerkannt. Als Meister des Lichts hat sie das Nobelpreiskomitee bezeichnet und als Wegbereiter des Quantencomputers. Gemeinsam ist beiden, dass ihre For-schungen die Welt des unvorstellbar Kleinen erschließen, in der ganz andere Gesetze gelten als in unserer Alltagswelt.
Dem Franzosen Serge Haroche und dem Amerikaner David Wineland wurde in der vergangenen Woche von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften der Nobelpreis für Physik des Jahres 2012 zuerkannt. Als Meister des Lichts hat sie das Nobelpreiskomitee bezeichnet und als Wegbereiter des Quantencomputers. Gemeinsam ist beiden, dass ihre For-schungen die Welt des unvorstellbar Kleinen erschließen, in der ganz andere Gesetze gelten als in unserer Alltagswelt.
Am Neujahrstag 1950 veröffentlichten Chien-Shiung Wu und einer ihrer Doktoranden, Irving Sharknov, auf nur einer Seite in Physical Review den weltweit ersten dokumentierten Nachweis von verschränkten Photonen in einem Labor.Einige Wissenschaftshistoriker:innen sind der Ansicht, dass dies ein früher Anstoß für die zweite Quantenrevolution war.C hien-Shiung Wu wird oft als "die chinesische Marie Curie" bezeichnet, obwohl sie die meisten ihrer wissenschaftlichen Forschungen in den Vereinigten Staaten durchführte [1].Sie ist vielleicht am ehesten für ihre Entdeckung der Nichterhaltung der Parität für Teilchen mit schwacher Wechselwirkung bekannt.Ihr Experiment trug dazu bei, dass Chen Ning Yang und Tsung-Dau Lee im Jahr 1957 den Nobelpreis erhielten.Trotz der Bedeutung ihrer Entdeckung wurde Wu weder in diesem Jahr noch danach bei der Nobelpreisvergabe einbezogen.Heute ist allgemein anerkannt, dass sie einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Standardmodell der Elementarteilchen geleis-tet hat, und bisweilen wird argumentiert, dass ihre Entdeckung letztlich Antworten auf die Frage liefern könnte, warum es im Universum etwas und nicht nichts gibt.Mit anderen Worten: Die Nichterhaltung der Parität ist ein Hinweis darauf, warum sich Materie und Antimaterie in den frühesten Momenten des Kosmos nicht vollständig vernichtet haben.Wus Paritätsexperiment von 1956 wurde berühmt, weil es ein physikalisches Gesetz umstieß.Ihre wesentlichen Bei träge zu unserem Verständnis der Quantenverschränkung sind jedoch weniger bekannt und sollen daher hier gewürdigt werden.
"Quanten 4" enthält die beiden Vorträge der Mitgliederversammlung der Heisenberg-Gesellschaft im Oktober 2015. Rainer Blatt beschreibt den Weg zum Quantencomputer und Peter Schmüser veranschaulicht die praktische Bedeutung der Quantenphysik als Basis moderner Technologien. Auf die Vorträge folgen zwei Briefe von Werner Heisenberg aus dem Sommer 1925 an seinen engen Freund und Kollegen Wolfgang Pauli. Darin erwähnt Heisenberg erstmals seine Theorie über eine neue Mechanik, die später als Quantenmechanik bekannt wird, und bittet um kritische Durchsicht des zugehörigen Manuskripts. Mit dieser Arbeit begründete Heisenberg eine neue, über die klassische Physik hinausgehende Beschreibung der mikroskopischen Welt der Atome, Moleküle und Elementarteilchen. Für diese Leistung erhielt er auf Vorschlag von 29 berühmten Gelehrten im Jahr 1932 den Nobelpreis – der Vorschlag von Wolfgang Pauli an das Nobelkomitee ist hier abgedruckt. Ein Essay über die drei Wunderjahre 1905, 1915 und 1925, die die Physik des 20. Jahrhunderts begründet haben, rundet den Band ab. Zusammen mit der Relativitätstheorie Einsteins bildet die Quantenmechanik die Grundlage der modernen Physik. Die Heisenberg-Gesellschaft widmet sich deshalb der Vermittlung des geistigen Erbes von Werner Heisenberg und setzt sich für die Erfassung und Aufarbeitung seines Nachlasses ein.
Abstract Dieser Kommentar stellt eine erkenntnistheoretische Antwort auf David Deutsch dar und untersucht die begrifflichen Fehlannahmen, die entstehen, wenn Licht, Teilchen oder Photonen so behandelt werden, als könne man sie unmittelbar „sehen“. Die Antwort argumentiert, dass physikalische Gleichungen nicht über Wirklichkeit sprechen, sondern über die Regeln unserer Beschreibung, und dass Beobachten stets ein Wechselspiel aus Frage, Grammatik und Interpretation ist.Ausgehend von der AWIRES-Perspektive wird gezeigt, dass Wahrnehmung keine passive Registrierung äußerer Objekte ist, sondern ein semantischer Prozess, in dem Bedeutung entsteht. Die zentrale These lautet: Nicht das Licht bestimmt, was wir sehen, sondern die innere Bereitschaft und Reife eines Wesens entscheidet, welche Aspekte der Welt sich zeigen können — unabhängig davon, ob wir bewusst fragen oder ob sich etwas von selbst offenbart. Der Text positioniert sich im Spannungsfeld zwischen Physik, Sprache und Erkenntnistheorie und formuliert eine alternative Sicht auf das Verhältnis von Beobachter, Gleichung und Erscheinung.
Physik ist eine wunderbare Wissenschaft. Wenn ich einen guten Physiklehrer auf dem Gymnasium gehabt hätte, wäre ich vielleicht Physiker geworden. Ich bereue es aber nicht, Informatiker geworden zu sein. Wenn man tief genug in die Grundlagen der eigenen Wissenschaftsdisziplin einsteigt, dann berührt man auch andere Gebiete der Grundlagenforschung, erwirbt einen Zugang zu den gemeinsamen Fundamenten aller Wissenschaften und sieht vieles klarer und spannender, als wenn man es nur aus der engen Sicht einer Wissenschaftsdisziplin betrachtet. Die Physik bietet gleichzeitig einen breiteren und tieferen Blick auf die Welt und keine andere Wissenschaft hat unser Weltbild insbesondere im neunzehnten und in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts so stark geprägt wie gerade die Physik. Spannende Entdeckungen, unerwartete Wendungen und spektakuläre Ergebnisse waren gang und gäbe in der physikalischen Forschung. Die Quantenmechanik selbst gehört für mich zu den größten Errungenschaften der Wissenschaft. Sie zu verstehen und zu akzeptieren, war für die Menschen nicht leichter als im Mittelalter den Glauben an die zentrale Position der Erde im Universum aufzugeben. Warum hatte die Quantenmechanik mit ihrer Anerkennung ähnliche Probleme wie Galileo Galilei? Die Gesetze der Quantenmechanik sind Regeln für das Verhalten der Elementarteilchen und diese Regeln stehen im Widerspruch zu unseren Erfahrungen aus der Makrowelt. Im Folgenden nennen wir die wichtigsten Prinzipien der Quantenmechanik, die die Weltanschauung der klassischen Physik sprengen.
Physik ist eine wunderbare Wissenschaft. Wenn ich einen guten Physiklehrer auf dem Gymnasium gehabt hätte, ware ich vielleicht Physiker geworden. Ich bereue es aber nicht, Informatiker geworden zu sein. Wenn man tief genug in die Grundlagen der eigenen Wissenschaftsdisziplin einsteigt, dann berührt man auch andere Gebiete der Grundlagenforschung, erwirbt einen Zugang zu den gemeinsamen Fundamenten aller Wissenschaften und sieht vieles klarer und spannender, als wenn man es nur aus der engen Sicht einer Wissenschaftsdisziplin betrachtet. Die Physik bietet gleichzeitig einen breiteren und tieferen Blick auf die Welt und keine andere Wissenschaft hat unser Weltbild insbesondere im neunzehnten und in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts so stark geprägt wie gerade die Physik. Spannende Entdeckungen, unerwartete Wendungen und spektakuläre Ergebnisse waren gang und gäbe in der physikalischen Forschung. Die Quantenmechanik selbst gehort für mich zu den größten Errungenschaften der Wissenschaft. Sie zu verstehen und zu akzeptieren, war für die Menschen nicht leichter als im Mittelalter den Glauben an die zentrale Position der Erde im Universum aufzugeben. Warum hatte die Quantenmechanik mit ihrer Anerkennung ähnliche Probleme wie Galileo Galilei? Die Gesetze der Quantenmechanik sind Regeln für das Verhalten der Elementarteilchen und diese Regeln stehen im Widerspruch zu unseren Erfahrungen aus der Makrowelt. Im Folgenden nennen wir die wichtigsten Prinzipien der Quantenmechanik, die die Weltanschauung der klassischen Physik sprengen.