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Springer eBooks

Wolfgang Pauli — über sein Werk und seine Ideen zu den Grundlagen der Physik

K. Bleuler

Published Jan 1, 1991• 0 citations
Publisher
DOI
10.1007/978-3-642-76353-3_12

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Wolfgang Pauli, Physiker und Denker des 20. Jahrhunderts

Charles Paul Enz

Im November 1983 trafen sich ehemalige Schüler und Freunde Wolfgang Paulis in seiner Vaterstadt Wien, um seinem Hinschied vor 25 Jahren zu gedenken. Obschon Pauli bei allen, die ihn näher gekannt hatten, in großer Verehrung stand und unter seinen Fachkollegen den Ruf genossen hatte, “das lebende Gewissen der theoretischen Physik“1 (daher der Titel des vorliegenden Buches) und „ein Meister der Kritik“2 zu sein, ist er außerhalb der Physik weniger bekannt wie seine gleich berühmten Zeitgenossen Bohr, Heisenberg und andere.3 Er war eben trotz seiner bedeutenden Rolle als Mitbegründer der modernen Quantenmechanik doch eher ein Bewahrer als ein Revolutionär gewesen.4 Er war es, der in Diskussionen und in einer ausgedehnten Korrespondenz (Pauli [1979/85], siehe dazu den Beitrag I,3 von K. von Meyenn) immer wieder die wesentlichen Fragen formulierte und Antworten im Rahmen des schon gesicherten Wissens suchte. Die Ambition, alle seine Ideen selber auszuwerten und zu publizieren lag ihm fern; er konnte sich über geglückte Arbeiten anderer genau so freuen wie über eigene. Diese echte Bescheidenheit kommt in seiner Autobiographie (II, 1) sehr schön zur Geltung.

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Physikalische Größen in der Quantenphysik

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Auf seinen Europareisen besuchte Albert Einstein auch Innsbruck. Nicht etwa, um die Alpenkulisse zu genießen, sondern um über die neuesten Ideen zur gerade in der Entstehung befindlichen Quantenphysik zu diskutieren. Anlässlich der 88. Versammlung der Gesellschaft für Forscher und Ärzte traf er in den Stadtsälen im September 1924 die wichtigsten Köpfe der Physik der damaligen Zeit. Worum gingt es bei diesem Treffen? Hatte es weiteren Einfluss auf die Entwicklung der Physik? Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums von Einsteins Aufenthalt in Tirol lädt uns der Physiker und Psychologe Salvatore Matteo Giacomuzzi zu einem Ausflug in die lokale Wissenschaftsgeschichte ein und vermittelt anschaulich (und mit nur einer physikalischen Formel!) den Wissensstand um die Atom- und Quantenphysik der 1920er Jahre. Er zeichnet nach, wie die Nobelpreisträger Albert Einstein, Erwin Schrödinger und Wolfgang Pauli Gedanken austauschten, die ihre weiteren Forschungen maßgeblich beeinflussten. Dabei lernen wir diese Physiker als Persönlichkeiten kennen und erfahren Spannendes über die Entwicklungen und Entdeckungen der Physik im 20. Jahrhundert.

•Jan 1, 2024•0 citations
Im November 1983 trafen sich ehemalige Schüler und Freunde Wolfgang Paulis in seiner Vaterstadt Wien, um seinem Hinschied vor 25 Jahren zu gedenken. Obschon Pauli bei allen, die ihn näher gekannt hatten, in großer Verehrung stand und unter seinen Fachkollegen den Ruf genossen hatte, “das lebende Gewissen der theoretischen Physik“1 (daher der Titel des vorliegenden Buches) und „ein Meister der Kritik“2 zu sein, ist er außerhalb der Physik weniger bekannt wie seine gleich berühmten Zeitgenossen Bohr, Heisenberg und andere.3 Er war eben trotz seiner bedeutenden Rolle als Mitbegründer der modernen Quantenmechanik doch eher ein Bewahrer als ein Revolutionär gewesen.4 Er war es, der in Diskussionen und in einer ausgedehnten Korrespondenz (Pauli [1979/85], siehe dazu den Beitrag I,3 von K. von Meyenn) immer wieder die wesentlichen Fragen formulierte und Antworten im Rahmen des schon gesicherten Wissens suchte. Die Ambition, alle seine Ideen selber auszuwerten und zu publizieren lag ihm fern; er konnte sich über geglückte Arbeiten anderer genau so freuen wie über eigene. Diese echte Bescheidenheit kommt in seiner Autobiographie (II, 1) sehr schön zur Geltung.
Auf seinen Europareisen besuchte Albert Einstein auch Innsbruck. Nicht etwa, um die Alpenkulisse zu genießen, sondern um über die neuesten Ideen zur gerade in der Entstehung befindlichen Quantenphysik zu diskutieren. Anlässlich der 88. Versammlung der Gesellschaft für Forscher und Ärzte traf er in den Stadtsälen im September 1924 die wichtigsten Köpfe der Physik der damaligen Zeit. Worum gingt es bei diesem Treffen? Hatte es weiteren Einfluss auf die Entwicklung der Physik? Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums von Einsteins Aufenthalt in Tirol lädt uns der Physiker und Psychologe Salvatore Matteo Giacomuzzi zu einem Ausflug in die lokale Wissenschaftsgeschichte ein und vermittelt anschaulich (und mit nur einer physikalischen Formel!) den Wissensstand um die Atom- und Quantenphysik der 1920er Jahre. Er zeichnet nach, wie die Nobelpreisträger Albert Einstein, Erwin Schrödinger und Wolfgang Pauli Gedanken austauschten, die ihre weiteren Forschungen maßgeblich beeinflussten. Dabei lernen wir diese Physiker als Persönlichkeiten kennen und erfahren Spannendes über die Entwicklungen und Entdeckungen der Physik im 20. Jahrhundert.