Antwort an David Deutsch: Über Gleichungen, Licht und das Missverständnis des Sehens
Sarbach, Karin
Abstract Dieser Kommentar stellt eine erkenntnistheoretische Antwort auf David Deutsch dar und untersucht die begrifflichen Fehlannahmen, die entstehen, wenn Licht, Teilchen oder Photonen so behandelt werden, als könne man sie unmittelbar „sehen“. Die Antwort argumentiert, dass physikalische Gleichungen nicht über Wirklichkeit sprechen, sondern über die Regeln unserer Beschreibung, und dass Beobachten stets ein Wechselspiel aus Frage, Grammatik und Interpretation ist.Ausgehend von der AWIRES-Perspektive wird gezeigt, dass Wahrnehmung keine passive Registrierung äußerer Objekte ist, sondern ein semantischer Prozess, in dem Bedeutung entsteht. Die zentrale These lautet: Nicht das Licht bestimmt, was wir sehen, sondern die innere Bereitschaft und Reife eines Wesens entscheidet, welche Aspekte der Welt sich zeigen können — unabhängig davon, ob wir bewusst fragen oder ob sich etwas von selbst offenbart. Der Text positioniert sich im Spannungsfeld zwischen Physik, Sprache und Erkenntnistheorie und formuliert eine alternative Sicht auf das Verhältnis von Beobachter, Gleichung und Erscheinung.
•Nov 25, 2025•0 citations