Wir benutzen einen Cäsium-Atomstrahl und Einphotonen-Anregung mit Licht im Wellenlängenbereich von 320 bis 318 nm. Cäsium wurde gewählt, weil es eine kleine Ionisierungsenergie hat und die Atomstrahl-Technologie für Alkalimetalle sehr weit entwickelt ist. Zur Anregung verwenden wir das frequenzverdoppelte Licht eines blitzlampen-gepumpten Farbstofflasers (Chromatix CMX-4). Der Laser wird mit einer Blitzfolgefrequenz von 10 Hz (maximal 25 Hz) betrieben. Die Wahrscheinlichkeit für Übergänge vom Grundzustand des Cäsiumatoms in einen hochangeregten Zustand ist wesentlich kleiner als für Übergänge zu den unteren P-Zuständen. Die grosse Leistung des gepulsten Lasers ermöglicht aber die Erzeugung von einigen Hundert hochangeregter Atome pro Puls. Die geringe Ausbeute wird zum Teil ausgeglichen durch die hohe Nachweisempfindlichkeit von nahezu 100%. Der Atomstrahl kann durch eine schnell rotierende geschlitzte Scheibe in kurze Strahlstücke zerhackt werden; durch geeignete Wahl der Zeit zwischen der Formierung eines Strahlstücks und dem nächsten Laserpuls, der die Atome 50 cm strahlabwärts anregt, können Atome in einem engen Bereich ihrer Geschwindigkeitsverteilung selektiv angeregt werden.
Albert Einstein konnte sich, obwohl er selbst fundamentale Beiträge zur Entwicklung der Quantentheorie erbracht hat, mit dem seinem Wesen nach indeterministischen Charakter dieser neuen Form der Naturbeschreibung zeitlebens nicht abfinden. „Gott würfelt nicht“ war seine innerste Überzeugung. Seiner Meinung nach war die Quantentheorie erst ein Provisorium. Seine Zweifel an der Vollständigkeit der quantenmechanischen Beschreibung fanden einen prägnanten Ausdruck in einer im Jahre 1935 gemeinsam mit Podolsky und Rosen [EIN 35] verfaßten Arbeit. In ihr wurde sehr scharfsinnig ein Gedankenexperiment analysiert, das als Paradoxon von Einstein, Podolsky und Rosen Berühmtheit erlangt und die Gemüter der Theoretiker immer wieder erregt hat.