Dotierte antiferromagnetische Mott Isolatoren sind der Ausgangspunkt vieler exotischer Phänomene stark wechselwirkender Elektronen, wie z.B.Hochtemperatursupraleitung oder Streifenphasen.Solche Systeme verletzen die Regeln konventioneller Metalle bereits bei Raumtemperatur durch Pseudogap und Strange-Metal Verhalten.Eine normale Fermiflüssigkeit entsteht lediglich bei starker Dotierung.Trotz jahrzehntelanger intensiver Forschung konnte bisher kein vollständiges Verständnis des Verhaltens beim Übergang von schwacher zu starker Dotierung erlangt werden.Diese Arbeit liefert eine neuartige Perspektive auf dotierte zweidimensionale Mott Isolatoren durch Quantensimulation mit kalten Atomen in optischen Gittern bei Temperaturen um die Austauschkopplungsenergie. Mehr als 70 000 Fotografien von dotierten Fermi-Hubbard Systemen wurden aufgenommen, in welchen Ort und Spin jedes Teilchens durch aufwändige Mikroskopietechnik detektiert sind.Dabei konnte die starke Kopplung zwischen antiferromagnetischen Korrelationen und der Delokalisierung von Dotanden direkt beobachtet und charakterisiert werden.Die hier ausgewerteten Spin-Ladungs Korrelatoren ermöglichen mikroskopische Beobachtungen, welche in traditionellen Festkörperexperimenten unzugänglich sind.Eine direkte Abbildung magnetischer Polaronen wurde im Regime einzelner Dotanden erstellt.Die Wolke aus reduzierten magnetischen Korrelationen, welche Dotanden stets umgibt, konnte mittels eines Dreipunktkorrelators aufgedeckt werden.Diese hat eine kompakte Größe von zwei Gitterplätzen im Durchmesser und ihre innere Struktur enthält Spinkorrelationen mit umgekehrtem Vorzeichen im Vergleich zum antiferromagnetischen Hintergrund.Die Mobilität der Dotanden war eine notwendige Voraussetzung für die Entstehung magnetischer Polaronen.Des Weiteren zeigen wir die Auflösung eines Metalls aus magnetischen Polaronen in eine normale Fermiflüssigkeit durch die Vermessung von Mehrpunktkorrelatoren mit ansteigender Dotierung.Die Transformation äußert sich in allen betrachteten Observablen und schließt bei Dotierungen um 30 % ab.Am Übergang zwischen beiden Regimen finden wir negative Spinkorrelationen in der Nähe von Dotandenpaaren, welche eine Verbindung zu Prozessen bei niedrigerer Temperatur andeuten.Die Entwicklung und Implementierung eines stabilen vertikalen zweifarbigen Übergitters konnte die Leistungsfähigkeit unseres Simulators signifikant erweitern.Effiziente Zweilagenmikroskopie erlaubt nun mehr als eine Verdopplung der zweidimensionalen Systemgröße bei voller Spin-und Dichteauflösung.Die präsentierte Übergittertechnologie ebnet den Weg für weitere Kühlmethoden.Durch das Erreichen niedrigerer Temperaturen könnte in Zukunft der Zusammenhang zwischen magnetischen Polaronen und Hochtemperatursupraleitung erforscht werden.