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Fortschritte der Physik

Quantenerscheinungen im Radiowellengebiet

V. M. Fajn, H. W. Streitwolf

Published Jan 1, 1959• 0 citations
Publisher
DOI
10.1002/prop.19590070603

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Birkhäuser Basel eBooks•Jan 1, 1987•0 citations
ZusammenfassungPhysiker sind bei all ihren seltsamen Vorstellungen im Grunde ihres Herzens eher konservativ. Die meisten von ihnen wären es zufrieden gewesen, weiterhin in der soliden klassischen Welt, wie sie die großen Naturwissenschaftler des Viktorianischen Zeitalters geschaffen hatten, zu verweilen und wilde Spekulationen über die Beschaffenheit der Dinge den Zukunftsromanen von Jules Verne zu überlassen. Die neuen Quantenerscheinungen zwangen jedoch die Physiker zur Einsicht, daß die Welt mit ziemlich großer Sicherheit auf einer bizarren tieferen Realität gegründet sei. Wenn die Wissenschaftler routinemäßig mit Fakten in Berührung kommen, die solche fremdartige Realitäten enthüllen, so muß das Leben in einem modernen Physiklaboratorium ziemlich ungewöhnlich sein.
Die Quantentheorie funktioniert zauberhaft: Sie sagt alle meßbaren Quantenerscheinungen genau vorher und dazu noch viele, die wir nicht messen können (wie zum Beispiel die Temperatur im Inneren der Sonne) oder gar nicht messen wollen (wie zum Beispiel das „Klavierattribut“ des Elektrons). Diese Theorie hat bis jetzt jeden Test, den menschliche Einbildungskraft ersinnen konnte, bis hin zur letzten Dezimalstelle bestanden. Aber wie ein Zauberer, der einen wunderbaren Zauberstab geerbt hat, der immer wirkt, ohne daß der Zauberer wüßte warum, fühlt sich ein Physiker verloren, wenn er den fantastischen Erfolg der Quantentheorie erklären sollte.