Niemand hat den Wind gesehen
J. B. S. Haldane
Der naturwissenschaftliche Laie kann sich vielleicht nur schwer vorstellen, wie sehr die Idee einer unstetigen Bewegung der Materie Physikern gegen den Strich geht, die Kontinuität suchen. Bereits Einstein verband die Diskontinuität in der Bewegung des Lichts mit einem mechanistischen Bild. Licht bestand aus Kügelchen. Doch dann kam Bohr mit seinem gequantelt springenden Elektron im Inneren des winzigen Atoms. Dieses Bild irritierte die Anhänger einer Stetigkeit in der Natur, da es ihr Verständnis überstieg, wie ein Teilchen sich so verhalten konnte. Als de Broglie und Schrödinger mit ihrer Wellendeutung auf den Plan traten, ging ein Seufzer der Erleichterung durch das Lager der Kontinuitätsanhänger.
Birkhäuser Basel eBooks•Jan 1, 1986•0 citations