Exkurs Symmetrie, Information und Doppeldeutigkeit in der Physik und im Design
Giuseppe Caglioti
Verwendet man die Sprache zur Untersuchung und Beschreibung der Quantenmodelle der Wirklichkeit, so stößt man oft auf unüberwindbare logische Widersprüche. Diese Widersprüche können jedoch umgangen werden, wenn man akzeptiert, neben der Umgangssprache ein anderes, gleichfalls natürliches Kommunikationsmittel zu gebrauchen, nämlich die Sprache des Designs oder der bildenden Kunst: eine Sprache, deren Regeln — sofern man von solchen sprechen kann — von Erfordernissen diktiert sind, die dem spezifischen Bereich der Physik als nicht angemessen gelten, Erfordernissen, die die Wechselbeziehungen von Instinkten, Gefühlen und Illusionen betreffen; und als solche befreien sie uns von der rationalistischen aristotelischen Annahme des tertium non datur.
Vieweg+Teubner eBooks•Jan 1, 1990•0 citations