Abstract Die in den Jahren 1925/26 in ihrer definitiven Gestalt vorliegende Quantenmechanik war in ihren wesentlichen Punkten nicht mit den Grundsätzen der klassischen Physik zu vereinbaren, weshalb es im Verlaufe ihrer 25‐jährigen Entwicklung auch nicht an Versuchen fehlte, eine Überbrückung zwischen den älteren und neuen Auffassungen herzustellen. In dem vorliegenden Aufsatz soll die Rolle der zwei bedeutendsten Leitfäden dargestellt werden, welche besonders in der letzten Entwicklungsphase den entscheidenden Durchbruch vorbereiteten: auf der einen Seite das Korrespondenzprinzip; auf der anderen die besonders bei den deutschsprachigen Physikern ausgeprägte Vorliebe für regelmäßige Zahlenverhältnisse und mathematische Struktureigenschaften. Die entscheidenden innovativen Impulse gingen dabei besonders von einigen jungen unbefangenen Nachwuchskräften aus, die sich keiner dieser beiden Richtungen rückhaltlos verpflichtet fühlten.
Abstract Der grundlegende Unterschied zwischen klassischer Physik und der Quantenmechanik liegt in einem allgemeinen Komplementaritätsprinzip. Nach diesem lassen sich verschiedene, getrennt durchaus erlaubte Messungen an einem Quantensystem nicht durch eine gemeinsame Messung ersetzen. Dieses Prinzip folgt aus experimentellen Daten zusammen mit einem Lokalitätsprinzip, nämlich der Unmöglichkeit der Nachrichtenübermittlung allein durch Betrachtung von korrelierten Daten. Diese Folgerung, das Bellsche Theorem, setzt keinerlei quantenmechanischen Formalismus voraus. In diesem Beitrag wird es anhand einer einfachen Geschichte durchgeführt. Daraus ergibt sich zudem die Unmöglichkeit einer Beschreibung quantenmechanischer Systeme durch lokale verborgene Variable. Eine weitere Folge ist die Existenz von Verschränkung. Diese Art von Korrelation zwischen Teilsystemen lässt sich nicht klassisch erzeugen.